Teilzeitkräfte reduzieren Arbeitsumfang zur Angehörigenbetreuung: Bedrohliche Entwicklung!

"Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste warnt vor zunehmender Belastung pflegender Angehöriger: Professionelle Pflege steht vor dem Zusammenbruch. Eine alarmierende Statistik enthüllt, dass ein Viertel der Teilzeitkräfte ihren Arbeitsumfang reduziert, um Familienangehörige zu betreuen. Diese Entwicklung wird die Situation bedrohlich verschärfen. Lesen Sie hier, warum die Untätigkeit der Bundesregierung den Wohlstand des Landes gefährdet und wie sich die Situation weiter zuspitzen wird."

Bremen (VBR). Immer mehr Teilzeitkräfte reduzieren ihren Arbeitsumfang, um Angehörige zu betreuen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) warnt davor, dass diese Situation zunehmend zu einer Belastung für pflegende Angehörige wird, falls die professionelle Pflege weiter zusammenbricht. Laut Bernd Meurer, dem Präsidenten des bpa, ist der Mangel an pflegerischer Versorgung mittlerweile ein treibender Faktor für den Personalmangel in anderen Branchen. 25 Prozent der Teilzeitkräfte haben ihren Arbeitsumfang reduziert, um ihre Angehörigen zu betreuen. Viele von ihnen leisten eine wichtige Arbeit in der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen. Ein Drittel dieser Menschen befindet sich unfreiwillig in dieser Situation.

Die fehlende ambulante Betreuung und der Mangel an Pflegeheimplätzen führen dazu, dass zahlreiche Menschen gezwungen sind, ihre eigene Erwerbstätigkeit zugunsten der Pflege ihrer Angehörigen hintanzustellen. Die Untätigkeit der Bundesregierung bei der Sicherung der pflegerischen Versorgung gefährdet laut Meurer längst den Wohlstand des Landes.

Diese besorgniserregende Entwicklung wird sich noch weiter zuspitzen. Aufgrund des Personalmangels können von den bundesweit 880.000 vollstationären Pflegeplätzen nicht einmal mehr 90 Prozent belegt werden. Zudem gehen laut den Krankenkassen 18.000 Pflegeheimplätze verloren. Gleichzeitig verschwinden auch tausende Tagespflegeplätze, die pflegende Angehörige unterstützen. Dies führt zu einer drastischen Reduzierung der Pflegeinfrastruktur in Deutschland, obwohl die Zahl der Pflegebedürftigen und der Bedarf weiterhin massiv steigen.

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Wenn Arbeitsminister Hubertus Heil eine Lösung für den Fachkräftemangel in Deutschland sucht, sollte er sich an seinen Kollegen Lauterbach wenden. Eine Stärkung der pflegerischen Versorgung würde laut Meurer sofort immense Kapazitäten bei den jetzt unfreiwillig gebundenen pflegenden Angehörigen freisetzen.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) ist die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Er vereint über 13.000 aktive Mitgliedseinrichtungen in den Bereichen ambulante und (teil-)stationäre Pflege, Behindertenhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe. Diese Einrichtungen spielen eine systemrelevante Rolle in der Daseinsvorsorge. Der bpa ist ein Beispiel für die erfolgreiche Public-private-Partnership und trägt die Verantwortung für rund 395.000 Arbeitsplätze und etwa 29.000 Ausbildungsplätze. Die Investitionen in die soziale Infrastruktur betragen rund 31 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Norbert Grote, bpa-Hauptgeschäftsführer, Tel.: 030/30 87 88 60, www.bpa.de

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