Tag gegen Lebensmittelverschwendung: Deutsche Umwelthilfe fordert von Bundesregierung verbindliche Reduktionsziele

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Berlin, den 26.09.2023 – 11:47

DUH fordert verbindliche Reduktionsziele und wirksame Maßnahmen zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung

Zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September setzt sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) für verbindliche Reduktionsziele und effektive Maßnahmen ein, um die massive Verschwendung von Lebensmitteln zu beenden. In einem aktuellen Leitfaden deckt die Organisation die Hauptursachen für Lebensmittelverschwendung auf und stellt fest, dass das bisherige Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) die Verschwendung verschärft. Die DUH fordert daher eine Neuausrichtung des MHDs an der tatsächlichen Verzehrfähigkeit von Lebensmitteln. Zudem sollten rechtliche Hürden bei der Lebensmittelrettung beseitigt werden. Die Organisation ruft Landwirtschaftsminister Cem Özdemir auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um das internationale Ziel einer Halbierung der Verschwendung bis 2030 zu erreichen.

Ein Leitfaden zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung

Der neue Leitfaden der DUH mit dem Titel “Lebensmittelverschwendung reduzieren – Hindernisse identifizieren und wirksam abbauen” verdeutlicht anschaulich und anhand von vielen Beispielen, an welchen Stellen Lebensmittelverschwendung und Vernichtung stattfinden und wie Handel und Politik zur Reduzierung beitragen können. Der Leitfaden beleuchtet auch die politischen Maßnahmen zur Beseitigung von Hürden bei der Lebensmittelrettung, bei Spenden und Weitergaben von Lebensmitteln. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden Empfehlungen für verschiedene Akteursgruppen ausgesprochen und Best-Practice-Beispiele vorgestellt.

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Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, erklärt: “Noch immer erlauben Gesetze entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette massenweise genießbare Lebensmittel zu vernichten. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir muss jetzt konkrete Vorschläge vorlegen, damit die Weitergabe und Spende von Lebensmitteln endlich rechtssicher wird. Industrie und Handel haben jahrelang ihre Spielräume genutzt. Um die Lebensmittelverschwendung endlich konsequent einzudämmen, braucht es branchenspezifische Reduktionsziele.”

Die DUH fordert auch, dass zu kurz angesetzte Mindesthaltbarkeitsdaten und die vernichtenden Schönheitsanforderungen der Supermärkte bei Obst und Gemüse der Vergangenheit angehören müssen. Die angekündigte Straffreiheit beim Containern betrachtet die Organisation lediglich als einen ersten Schritt in die richtige Richtung, während tatsächliche Fortschritte ausbleiben.

Landwirtschaftsminister Özdemir muss handeln

Um das internationale Ziel einer Halbierung der Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu erreichen, ruft die DUH Landwirtschaftsminister Cem Özdemir dazu auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Müller-Kraenner betont: “Landwirtschaftsminister Özdemir muss endlich Nägel mit Köpfen machen, um gemäß internationaler Zielverpflichtungen eine Halbierung der Verschwendung bis 2030 zu erreichen.”

Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich seit vielen Jahren für effektive Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ein. Durch praktische Leitfäden und politisches Engagement möchte die Organisation die Lebensmittelindustrie, den Handel und die Verbraucher sensibilisieren und zum Umdenken anregen.

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Über die Deutsche Umwelthilfe (DUH)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist eine unabhängige Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation, die sich seit fast 50 Jahren für den Schutz der Natur und die Interessen der Verbraucher einsetzt. Die DUH setzt sich für wirksame Lösungen ein, um Umweltverschmutzung zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und einen nachhaltigen Lebensstil zu fördern. Mit Projekten und Kampagnen auf nationaler und internationaler Ebene engagiert sich die DUH für den Erhalt einer intakten Umwelt und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen.

Pressekontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer

Telefon: 0160 90354509

E-Mail: mueller-kraenner@duh.de

DUH-Newsroom:

Telefon: 030 2400867-20

E-Mail: presse@duh.de

Weitere Informationen finden Sie unter:

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9 Antworten

  1. Was für ein Quatsch! Die Bundesregierung sollte sich um wichtigere Dinge kümmern als Lebensmittelverschwendung.

  2. Also ich finde es total übertrieben, dass die Deutsche Umwelthilfe von der Bundesregierung verbindliche Reduktionsziele fordert. Jeder sollte selbst auf seine Lebensmittel achten!

  3. Essen überbewertet? Vielleicht für dich, aber für viele Menschen auf der Welt ist es ein Luxus und ein Grundbedürfnis. Lebensmittelverschwendung ist unmoralisch und ignorant. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und unseren Teil zum Kampf gegen den Hunger beizutragen.

    1. Das ist eine egoistische und kurzsichtige Einstellung. Lebensmittelverschwendung hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt und führt zu Hunger und Armut. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und nachhaltig zu handeln.

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