Sur in Brüssel: Auswirkungen auf die Landwirtschaft wären verheerend

Am Mittwoch entscheidet das Europäische Parlament über die Reduktionsziele von Pflanzenschutzmitteln. Der Deutsche Raiffeisenverband warnt vor massiven Ernteeinbußen und Betriebsaufgaben, sollten die Ziele zu radikal ausfallen. Besonders der Weinbau und der Obst- und Gemüseanbau sind betroffen. Eine generelle Reduktion um 50 Prozent in Deutschland wäre nicht umsetzbar und hätte verheerende Auswirkungen. Der Verband setzt auf Innovationen statt pauschaler Verbote und fordert den Erhalt bewährter Prozesse zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln. Diese Entscheidung ist richtungsweisend und betrifft die gesamte Landwirtschaft. Lesen Sie den ganzen Artikel, um mehr zu erfahren.
Presseredaktion
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Sur in Brüssel: Auswirkungen auf die Landwirtschaft wären verheerend

Bremen (VBR). DRV-Präsident warnt vor radikaler Reduktion von Pflanzenschutzmitteln

Berlin (ots) – Der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV), Franz-Josef Holzenkamp, warnt vor zu radikalen Reduktionszielen von Pflanzenschutzmitteln. Wenn diese zu stark ausfallen, könnte es zu massiven Ernteeinbußen bei Qualität und Quantität kommen, was wiederum zu Betriebsaufgaben führen könnte. Vor allem der Weinbau und der Sonderkulturenbereich mit Obst- und Gemüseanbau wären davon betroffen.

Deutschland ist besonders von der geplanten Sustainable Use Regulation (SUR) betroffen, die eine generelle Reduktion von 50 Prozent bis zum Jahr 2030 vorsieht. Dieses Ziel, kombiniert mit einem Komplettverbot in FFH-Gebieten und anderen empfindlichen Gebieten, wäre für Deutschland, das mehr als 3,5 Millionen Hektar Land als Schutzgebiete ausgewiesen hat, nicht umsetzbar. Viele Weinberge und Obstanlagen müssten stillgelegt werden, was negative Auswirkungen auf historisch gewachsene Kulturlandschaften und den Tourismus hätte. Auch die Bewirtschaftung von Steillagen an der Mosel und am Neckar wäre nicht mehr möglich.

Holzenkamp appelliert daher an die Parlamentarier, die Fortschritte, die in den vergangenen Jahren bei der Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes gemacht wurden, anzuerkennen. Diese Fortschritte wurden vor allem durch eine ausführliche Beratung durch die Genossenschaften, den verstärkten Einsatz alternativer Unkrautbekämpfung und den Einsatz innovativer Smart-Farming-Technologien erreicht. Holzenkamp betont, dass Innovationen statt pauschaler Verbote der Schlüssel sein müssen.

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Zudem dürfen die vorgesehenen Anforderungen an die unabhängige Beratung nicht dazu führen, dass die Pflanzenbauberatung durch Genossenschaften im Landhandel eingeschränkt wird. Bewährte Prozesse, die zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln beitragen, müssen erhalten bleiben.

Der Deutsche Raiffeisenverband ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften und genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Mitgliedsunternehmen erzielen einen Umsatz von 85,6 Milliarden Euro und beschäftigen über 114.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und Eigentümer der Genossenschaften.

Pressekontakt:
Dr. Claudia Döring
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 30 856214-440
E-Mail: presse@drv.raiffeisen.de

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