Wiesbaden, 20. Juni 2023 – Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 17. Juni 2023 in Heidelberg neue Beschlüsse für den Tierschutz in der Heimtierbranche verabschiedet. Mit den überarbeiteten Heidelberger Beschlüssen setzt der ZZF konkrete Selbstbeschränkungen und Qualitätsstandards für das Tierwohl um.
Neufassung der Heidelberger Beschlüsse für den Tierschutz
Die neuen Beschlüsse des ZZF sind eine Reaktion auf veränderte Absatzkanäle und neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Bereits 1991 wurden die Heidelberger Beschlüsse formuliert, die nun an die aktuellen Bedürfnisse und Erkenntnisse angepasst wurden. Die Mitgliederbetriebe des ZZF verpflichten sich nach wie vor, über geeignete Heimtiere zu informieren, tiergerechte Versorgung sicherzustellen und unüberlegte Anschaffungen zu verhindern.
Qualitätsstandards und Selbstbeschränkungen für den Tierhandel
Die neuen Beschlüsse beinhalten fachgruppenübergreifende Qualitätsstandards für alle ZZF-Mitglieder. Diese umfassen unter anderem die Ablehnung von Qualzuchtmerkmalen, die Unterstützung von Nachzuchtprojekten und die Einhaltung von Zielen des Natur- und Artenschutzes. Zudem gibt es Empfehlungen zur Hygiene im Umgang mit Heimtieren sowie zur Aufzucht von Kleinsäugern und Vögeln.
Veränderte Absatzkanäle und differenzierte Bewertung
Die Beschlüsse des ZZF berücksichtigen die veränderten Absatzkanäle und komplexeren Kaufgewohnheiten der Tierhalter. Anstelle pauschaler Definitionen gibt es nun eine Negativliste, in der fachlich begründet wird, warum eine Art nicht als Heimtier geeignet ist. Beispielsweise wurde der Versand mit Tieren an Endkunden differenzierter bewertet und neue Bedingungen formuliert.
Politische Forderungen für den Tierschutz
Der ZZF hat auch politische Forderungen in seinen Beschlüssen festgehalten. Dazu gehört unter anderem eine bundes- oder EU-weite einheitliche Regelung zu Gift- und Gefahrtieren. Zudem fordert der ZZF eine Ausweitung und Aufnahme von Handelsdaten über Tierimporte aus Drittländern und der EU in eine frei zugängliche Datenbank.
Heidelberger Beschlüsse als Negativlisten und Checkliste
Die Anhänge der Heidelberger Beschlüsse dienen als Negativlisten, die der Erweiterte Vorstand ohne Delegiertenversammlung jederzeit ergänzen kann. Sie geben Auskunft darüber, welche Tiere nicht im Zoofachhandel präsentiert werden sollten, welche Tiere eine besondere Beratung erfordern und mit welchen Tieren der Zoofachhandel nicht handelt. Zudem gibt es eine Checkliste für Heimtierbedarfsartikel, die als ungeeignet eingestuft werden.
Der ZZF und seine Heidelberger Beschlüsse
Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. verfolgt im Rahmen seines Grundsatzprogramms das Ziel, Verantwortung für Tiere und das Wohl der Heimtiere an erste Stelle zu setzen. Die Heidelberger Beschlüsse sind dabei eine bindende Voraussetzung für die Mitgliedschaft im ZZF und dienen als Leitlinien für den Tierhandel.
Über den ZZF
Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. vertritt die Interessen der gesamten deutschen Heimtierbranche. Zu den Mitgliedern zählen Zoofachhandelsbetriebe, Großhandelsunternehmen, Züchter, Heimtierpfleger und Hersteller von Heimtierbedarf.
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ZZF
Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.
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www.zzf.de
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ZZF_pmf 1223_Neufass~ger Beschlüsse.docx
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