Neues Postgesetz bedroht Zeitungszustellung: BDZV warnt vor Risiken für Medienvielfalt und Demokratie

Der BDZV warnt, dass das für den 2. Februar im Bundesrat geplante Postgesetz durch die Abschwächung des Zustellungsanspruchs für Zeitungen und die steuerliche Bevorzugung der Deutschen Post die tägliche Pressezustellung und kleinere Postdienstleister gefährden würde. Er fordert deshalb eine gesetzliche Klarstellung, damit alle Menschen pünktlich und bezahlbar ihre Tageszeitung erhalten und alle Anbieter bei der Mehrwertsteuer gleichbehandelt werden. Ohne diese Anpassungen stehe die Infrastruktur für lokale Medienvielfalt und damit die demokratische Informationsversorgung auf dem Spiel.
Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.

Inhaltsverzeichnis

Unser Nachrichtenangebot – jetzt als bevorzugte Quelle bei Google

Wer bei Google nach Vereins- oder Verbandsthemen sucht, sieht neben den Suchergebnissen oft auch eine Box mit aktuellen Schlagzeilen.

Wenn Sie Verbandsbüro als bevorzugte Quelle hinterlegen, erscheinen unsere Inhalte häufiger in Ihrer persönlichen Schlagzeilen-Übersicht – mit geprüften Informationen, praxisnahen Tipps und relevanten News für Vereine und Verbände.

BDZV warnt vor Gefährdung der Presse- und Marktvielfalt durch neues Postgesetz

Am 2. Februar entscheidet der Bundesrat über das neue Postgesetz, das aus Sicht des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) erhebliche Risiken für die Presse- und Marktvielfalt in Deutschland birgt. Der Verband appelliert eindringlich an die Landesregierungen, diesem Gesetz kritisch zu begegnen und die vielfältige Medienversorgung zu schützen. Im Fokus der Kritik stehen insbesondere zwei Punkte: Zum einen die geplante Abschwächung des Zustellungsanspruchs für Briefe und Zeitungen, zum anderen die steuerliche Benachteiligung kleinerer Postdienstleister.

Jahrzehntelang war es Teil des Universaldienstes der Deutschen Post, dass alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ihre Presseprodukte täglich am Erscheinungstag und zu einem erschwinglichen Preis erhalten können. Der BDZV fordert deshalb eine klare Regelung im Gesetz, um diesen Anspruch zu sichern: „Die tägliche Lieferung von Presse durch die Deutsche Post darf kein teurer Sonderservice für Eliten werden.“ Neben der Zustellpflicht kritisiert der Verband auch die steuerliche Sonderbehandlung der Deutschen Post AG, die „von der Mehrwertsteuer für gewerbliche Kunden befreit wird – während kleinere und regionale Wettbewerber weiterhin die volle Steuer zahlen müssten.“ Diese Ungleichbehandlung gefährde den Wettbewerb und den Erhalt einer lebendigen Medienlandschaft, weshalb der BDZV eindringlich auf eine steuerliche Gleichbehandlung pocht: „Um den Markt nicht zu zerstören.“ Der Verband sieht die Infrastruktur zur gesicherten Zustellung von Zeitungen in Gefahr und hofft darauf, dass der Bundesrat die notwendigen Korrekturen vornimmt.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Postgesetz: BDZV bittet Bundesländer um Unterstützung / Presse- und Marktvielfalt …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

11 Kommentare

  1. Ich hoffe wirklich, der Bundesrat kümmert sich darum, dass wir weiterhin jeden Tag unsere Zeitungen bekommen.

  2. Warum müssen die kleinen Postdienste die volle Steuer zahlen, während die Deutsche Post eine Ausnahme bekommt? Das ist doch unfair.

  3. Alles wird immer teurer und jetzt wollen sie uns auch die Zeitungen nicht mehr jeden Tag bringen? Unfair!

  4. Ich verstehe nicht, warum die Post nicht mehr täglich kommen muss. Was soll das bringen? Wir brauchen unsere Zeitungen jeden Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

NACHRICHTEN ZUM THEMA
Weitere aktuelle Themen aus anderen Kategorien
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge