PKV investiert in Pflege-Prävention: Mehr Mittel für das Zentrum für Qualität in der Pflege im Kampf gegen den Pflegenotstand

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Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) erhöht sein Engagement zur Prävention des Pflegenotstands und stellt dem Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) künftig 3,2 Millionen Euro pro Jahr statt bisher 2 Millionen bereit. Mit den zusätzlichen Mitteln will das ZQP pflegebedürftige Menschen durch neue Konzepte und Instrumente länger selbstständig halten, um den Anstieg der Pflegebedürftigen – von aktuell fünf auf prognostizierte sechs Millionen bis 2040 – sowie den akuten Fachkräftemangel abzufedern.

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– Die Private Krankenversicherung erhöht ihr Engagement in der Pflege-Prävention um 60 % und stellt der gemeinnützigen Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) statt bisher 2 nun 3,2 Mio. € jährlich zur Verfügung.
– Angesichts des Anstiegs der Pflegebedürftigen von aktuell 5 auf prognostizierte 6 Mio. bis 2040 und des akuten Fachkräftemangels wird Prävention als zentrales Instrument zur Schonung personeller und finanzieller Ressourcen und zur Sicherung pflegerischer Qualität angesehen.
– Das ZQP agiert als unabhängiges Wissensinstitut mit Fokus auf Forschung und Theorie-Praxis-Transfer in der häuslich-ambulanten Versorgung (u. a. Online-Lernsysteme, Gewaltprävention) und nutzt die zusätzlichen Mittel zum weiteren Ausbau präventiver Konzepte und Instrumente.

PKV-Verbands erhöht finanzielles Engagement zur Pflege-Prävention

Die Prävention von Pflegebedürftigkeit gewinnt im Kampf gegen den drohenden Pflegenotstand immer mehr an Bedeutung. In diesem Zusammenhang hat der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) beschlossen, sein finanzielles Engagement in der Pflege-Prävention zu verstärken. Die vom Verband gegründete gemeinnützige Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) erhält zukünftig 60 Prozent mehr Mittel für ihre Arbeit. Statt bisher 2 Millionen Euro pro Jahr werden nun 3,2 Millionen Euro in das ZQP investiert.

Laut Florian Reuther, dem Direktor des PKV-Verbands, ist es besonders wichtig, Pflegebedürftigkeit so weit wie möglich zu vermeiden, um personelle und finanzielle Ressourcen zu schonen. Denn die Zahl der Pflegebedürftigen wird bis zum Jahr 2040 voraussichtlich von derzeit 5 Millionen auf 6 Millionen steigen. Da bereits heute ein akuter Fachkräftemangel herrscht, der sich durch den demografischen Wandel noch verschärfen wird, ist eine qualitativ hochwertige Pflege nur durch Prävention möglich.

Der Vorstandsvorsitzende des ZQP, PD Dr. Ralf Suhr, betont die Bedeutung der Prävention als Lösung für die Pflegekrise: „Es sei dringend notwendig, Konzepte und Instrumente zu entwickeln, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, hinauszuzögern oder ihr Fortschreiten entgegenzuwirken.“ Die zusätzlichen Mittel des PKV-Verbands sieht Suhr als Würdigung für die erfolgreiche Arbeit des ZQP in den letzten 15 Jahren.

Das ZQP ist eine unabhängige, gemeinnützige und operative Stiftung, die sich als Wissensinstitut für die Pflege versteht. Ihr Fokus liegt auf der Forschung sowie dem Transfer von Theorie und Praxis. Besonders in der häuslich-ambulanten Versorgung sieht das ZQP großen Handlungsbedarf. Die Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind die Prävention in Zusammenhang mit Pflegebedürftigkeit und die Sicherheit für pflegebedürftige Menschen. Aktuell engagiert sich das ZQP unter anderem für den Aufbau eines Online-Lernsystems für professionelle Pflegekräfte sowie die Gewaltprävention in der ambulanten und stationären Pflege.

Die zusätzlichen Mittel des PKV-Verbands werden genutzt, um die Stiftungsarbeit im Bereich der Prävention weiter auszubauen. Durch diese Zukunftsinvestition möchte der Verband den Beitrag des ZQP zur Verbesserung der Pflegequalität in Deutschland weiter stärken.

Prävention als Schlüssel zur Entlastung im Pflegesystem

Die Herausforderungen im Pflegebereich wachsen kontinuierlich, geprägt durch eine alternde Bevölkerung und den damit steigenden Bedarf an qualifizierter Betreuung. Prävention rückt daher immer mehr in den Mittelpunkt, denn sie bietet Ansatzpunkte, um Belastungen für Pflegekräfte und Betroffene frühzeitig zu reduzieren und das Gesundheitssystem nachhaltig zu stabilisieren. Dabei geht es nicht nur um die Vermeidung von Erkrankungen oder gesundheitlichen Verschlechterungen, sondern auch um innovative Strategien, die Pflegebedürftigkeit vermeiden oder hinauszögern können.

Gesellschaftliche Auswirkungen des Pflegenotstands

Der Pflegenotstand wirkt sich umfassend auf die gesamte Gesellschaft aus: Pflegekräfte sind oft mit erheblichen physischen und psychischen Belastungen konfrontiert, was zu Personalmangel und einer Abnahme der Pflegequalität führen kann. Gleichzeitig steigen mit der Zahl der Pflegebedürftigen die Anforderungen an die Versorgung und das soziale Sicherungssystem. Prävention gewinnt hier an Bedeutung, da sie nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessert, sondern auch Entlastungen im gesamten Versorgungssystem ermöglicht. Durch gezielte Vorsorge könnten stationäre Aufnahmen reduziert und die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen länger erhalten werden.

Innovative Ansätze in der Pflege-Prävention

Der Blick auf neue präventive Maßnahmen zeigt vielfältige Möglichkeiten, die Situation nachhaltig zu verbessern. Digitale Lösungen, telemedizinische Angebote oder Förderprogramme für gesundheitsfördernde Lebensstile sind nur einige Beispiele, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch Pilotprojekte und Initiativen aus europäischen Ländern bieten Impulse, wie Prävention effektiv umgesetzt werden kann, um frühzeitig Risiken zu erkennen und rechtzeitig zu intervenieren. Solche Konzepte bringen neue Technologien mit sozialen Ansätzen zusammen – etwa durch vernetzte Versorgung oder Schulungen, die die Selbstmanagement-Fähigkeiten der Betroffenen stärken.

Zu den innovativen präventiven Maßnahmen gehören:

  • Einsatz von mobilen Gesundheits-Apps zur Überwachung und Förderung der Gesundheit
  • Telepflege zur Beratung und Unterstützung im häuslichen Umfeld
  • Schulungen und Programme zur Sturzprävention und Ernährungsoptimierung
  • Förderung von Bewegung und geistiger Aktivität durch betreute Gruppenangebote
  • Integration von präventiven Inhalten in die berufliche Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften

Diese Ansätze zeigen, wie Prävention zu einem integralen Bestandteil moderner Pflegekonzepte werden kann – mit positiven Effekten für Pflegekräfte, Betroffene und die Gesellschaft insgesamt.


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PKV baut Engagement in der Pflege-Prävention aus

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