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Neue Gentechnik gefährdet Bestäuber: Raps und Leindotter im Fokus

Neue Gentechnik bedroht Bienen: Aktuelle Studien zeigen, dass der Anbau genmanipulierter Pflanzen für Bestäuber wie Bienen gefährlich sein kann. Die Inhaltsstoffe von Raps und Leindotter, wie Pollen, können so verändert werden, dass sie nicht mehr als Nahrungsquelle geeignet sind. Dies könnte die Existenz der Insekten bedrohen. Erfahre mehr über die Risiken der neuen Gentechnik und warum diese Entscheidung der EU-Kommission fatale Folgen haben könnte.

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Bremen (VBR). Eine aktuelle Auswertung wissenschaftlicher Publikationen zeigt, dass der Anbau von Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT) Risiken für Bestäuber wie Bienen mit sich bringen kann. Bestäuber wie Bienen sammeln Pollen von Blütenpflanzen wie Raps und Leindotter. Doch in Pflanzen aus Neuer Gentechnik können die Inhaltsstoffe des Pollens so verändert sein, dass er als Nahrungsgrundlage für Insekten nicht mehr geeignet ist.

Bei Raps und Leindotter ist eines der Ziele des Einsatzes von Neuer Gentechnik, den Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren drastisch abzusenken. Diese Fettsäuren sind schlecht für die Herstellung von Agrosprit geeignet. Wenn der Gehalt dieser Fettsäuren in der Pflanze abgesenkt wird, sinkt auch ihre Konzentration im Pollen. Diese Fettsäuren haben jedoch wichtige Funktionen für Insekten, sie beeinflussen unter anderem deren Gehirnfunktionen und Fortpflanzung. Wenn Insekten zu wenig dieser Fettsäuren zu sich nehmen, kann das den Erhalt ihrer Populationen gefährden.

Es gibt bereits rund 50 Publikationen zu NGT-Raps und NGT-Leindotter, bei denen in vielen Fällen die Zusammensetzung des Öls verändert wird. In anderen Fällen geht es um Eigenschaften wie eine erhöhte Anzahl von Samen, was eine unkontrollierte Ausbreitung der Pflanzen begünstigen kann. Dies ist bei diesen Pflanzenarten bedenklich, da sie sich auch mit verwandten Wildpflanzen kreuzen können.

Manche dieser Eigenschaften, wie die Zusammensetzung des Öls, können auch mithilfe konventioneller Zuchtmethoden erreicht werden. Doch die Ergebnisse des Einsatzes von Neuer Gentechnik gehen über die bekannten Zuchtmerkmale hinaus. Oft kann nur nach einer eingehenden Risikoprüfung entschieden werden, welche Eigenschaften tatsächlich neu sind und möglicherweise mit Risiken verbunden sind.

Die EU-Kommission plant, die bisherigen Regelungen für den Anbau von Pflanzen aus Neuer Gentechnik aufzugeben. Das bedeutet, dass die meisten dieser Pflanzen keiner verpflichtenden Zulassungsprüfung mehr unterzogen würden. Dadurch ergeben sich unkalkulierbare Risiken für die Umwelt. Auch Risiken für die menschliche Gesundheit können nicht ausgeschlossen werden.

Der Verein Testbiotech warnt vor den Risiken des Anbaus von Pflanzen aus Neuer Gentechnik. Es gibt bereits eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen zu diesem Thema, die darauf hinweisen, dass diese und ähnliche Pflanzen mit Risiken für Bestäuber wie Bienen verbunden sein können. Die Ergebnisse des Einsatzes von Neuer Gentechnik gehen oft über die bekannten Zuchtmerkmale hinaus und können schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben. Es ist daher wichtig, dass bei der Entscheidung über den Anbau dieser Pflanzen eine eingehende Risikoprüfung stattfindet.

Quelle: Verein Testbiotech

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