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Neue Ära im Tierschutz: Bundesregierung ernennt erste Tierschutzbeauftragte

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„Frau Kari, jetzt gilt es!“ – Erste Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung berufen

Die Bundesregierung hat endlich eine Tierschutzbeauftragte berufen, die sich um das Wohl der Tiere in Deutschland kümmern soll. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Ernennung von Ariane Kari und bietet ihr jede Unterstützung an.

Obwohl das Amt formal im Bundministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eingegliedert wurde, betont der Deutsche Tierschutzbund, dass der Tierschutz als Staatsziel eine Querschnittsaufgabe ist und in allen Ministerien konsequent mitgedacht und umgesetzt werden muss.

„Wir gratulieren Ariane Kari herzlich und wünschen ihr den größtmöglichen Erfolg. Ihre Fachexpertise und der gesellschaftliche Rückenwind sind gute Voraussetzungen dafür, den Tierschutz im Regierungshandeln massiv voranzubringen. Dabei kann Frau Kari auf unsere Unterstützung setzen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Die neue Tierschutzbeauftragte soll den für Tierschutz zuständigen Minister beraten. Tierschutz-relevante Fragen, von denen das Wohlergehen und der Schutz von Tieren abhängen, spielen aber auch in anderen Ministerien eine Rolle. Die Fragen von doppelstöckigen Tiertransportfahrzeugen und deren Zulassung liegen beispielsweise im Bundesverkehrsministerium, im Forschungsministerium die Fragen nach Tierversuchen, das Thema Ehrenamt im Familienressort oder das Fundtierrecht im Justizministerium.

„Der Tierschutz ist eine klassische Querschnittaufgabe und gilt als Staatsziel für alle Ministerien. Daher hätten wir uns ein eigenes Ressort mit Kabinettszugang gewünscht. Frau Kari muss jetzt den Mut haben, weit über das BMEL hinaus zu wirken und benötigt dafür den Freiraum von Bundesminister Cem Özdemir“, so Schröder.

Das Amt der Tierschutzbeauftragten endet mit Zusammenstellung des neuen Bundestages und wird dann neu besetzt. Die Chance, über eine Legislaturperiode hinaus konstant und unabhängig von der jeweiligen Hausfarbe des BMEL zu wirken, entfällt damit.

Die Ampel-Koalition hatte in ihrem Koalitionsvertrag versprochen, das Amt einer oder eines Tierschutzbeauftragten zu schaffen. Der Deutsche Tierschutzbund informiert mit seiner aktuellen Kampagne „Jetzt mehr Tierschutz!“ darüber, welche Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag die Ampel-Regierung bereits angegangen hat und wo es bisher nur leere Versprechungen gibt.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

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