Mehrwegquote in Deutschland auf Rekordtief: Experten schlagen Alarm – Forderung nach Reform des Verpackungsgesetzes und Einladung zur digitalen Pressekonferenz am 29. April

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Die Mehrwegquote bei Getränken in Deutschland ist auf nur noch 42 % gesunken, während der Anteil von Einwegdosen um 12 % gestiegen ist, so aktuelle Zahlen des Umweltbundesamtes. Die Deutsche Umwelthilfe und Partner der Mehrweg-Allianz fordern deshalb eine Überarbeitung des Verpackungsgesetzes und laden am 29. April zu einer digitalen Pressekonferenz ein, um ihre Reformvorschläge vorzustellen. Mit der Kampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ sollen Verbraucher gezielt für die Nutzung umweltfreundlicher Mehrwegflaschen gewonnen werden. Ohne politische Nachbesserungen droht Deutschland beim Ressourcenschutz weiter zurückzufallen.

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– German reusable packaging rate in beverage sector fell to 42%, cans increased 12%.
– Mehrweg-Allianz fordert bei digitaler Pressekonferenz am 29. April Verpackungsgesetz-Überarbeitung und effektivere EU-Regeln.
– Kampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ startet zur Förderung regionaler, umweltfreundlicher Mehrwegflaschen bei Verbrauchern.

Dramatischer Rückgang der Mehrwegquote und Alarmierender Anstieg von Einwegdosen in Deutschland

Die Nachhaltigkeit im Getränkesektor Deutschlands steht vor einer ernsten Herausforderung. Die Quote für Mehrwegverpackungen ist dramatisch gesunken: Aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes zufolge liegt sie jetzt bei lediglich 42 Prozent. Parallel dazu registrierte das letzte Jahr einen alarmierenden Anstieg von umweltschädlichen Getränkedosen um 12 Prozent, was den Bemühungen um Ressourcenschonung und Abfallvermeidung entgegenläuft.

Diese Entwicklung wirft ein kritisches Licht auf die Wirksamkeit der neuen EU-Verpackungsordnung, die trotz europäischer Bemühungen bislang kaum Wirkung zeigt. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. hat deshalb gemeinsam mit der „Mehrweg-Allianz“ zu einer digitalen Pressekonferenz am 29. April eingeladen, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und Lösungsansätze vorzustellen. Im Fokus steht die dringende Aufforderung zur Überarbeitung des deutschen Verpackungsgesetzes, um die Mehrwegvorgaben endlich effektiv umzusetzen.

Expertinnen und Experten wie Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe sowie Dr. Jens Oldenburg von der Stiftung Initiative Mehrweg betonen: „Trotz europäischer Bemühungen, den Mehrweganteil zu steigern, scheinen die Maßnahmen in Deutschland kaum Wirkung zu zeigen.“ Ebenso fordern sie eine grundlegende Änderung im Verpackungsgesetz, besonders mit Blick auf Umweltministerin Lemke.

Mit der Kampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ soll zudem eine gezielte Verbrauchermobilisierung erfolgen, um die Nutzung von regionalen und umweltfreundlichen Mehrwegflaschen zu fördern. Diese Initiative ist ein entscheidender Schritt, um dem Trend zu Einwegverpackungen entgegenzuwirken und das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu stärken.

Die anstehende Pressekonferenz bietet für alle Interessierten eine Gelegenheit, aus erster Hand über den aktuellen Stand, die Hintergründe und geplanten Maßnahmen informiert zu werden und die Dringlichkeit der Situation zu diskutieren. „Die Teilnahme und die Möglichkeit für Interviews bieten nicht nur Einblicke in die geplanten Initiativen, sondern auch die Chance, die breite Öffentlichkeit für die Dringlichkeit des Themas zu sensibilisieren.“ Die Deutsche Umwelthilfe und ihre Partner positionieren sich damit klar an der Spitze des Engagements für eine nachhaltigere Getränkeindustrie.

Wende in der Verpackungsfrage: Warum Mehrweg jetzt entscheidend ist

Die aktuellen Entwicklungen auf dem Verpackungssektor markieren einen Wendepunkt von großer Bedeutung – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Gesellschaft und Wirtschaft. Der Rückgang von Einwegverpackungen zugunsten von Mehrweg ist mehr als eine kurzfristige Modeerscheinung: Er signalisiert eine mögliche Trendwende hin zu nachhaltigerem Konsum und ressourcenschonender Produktion. Mehrweg-Systeme sind dabei ein zentraler Baustein, um die Klima- und Ressourcenziele wirksam zu erreichen. Denn während Einwegverpackungen große Mengen an Plastikmüll und CO₂-Emissionen verursachen, bietet Mehrweg die Chance, diese Belastungen erheblich zu reduzieren.

Mehrweg im europäischen Vergleich

Ein Blick auf andere europäische Länder unterstreicht den Handlungsbedarf: Wo Mehrweg-Systeme bereits stärker etabliert sind, zeigt sich ein deutlich geringerer Verbrauch von Einwegverpackungen und damit eine spürbare Entlastung für Umwelt und Rohstoffverbrauch. Die Erfahrungen etwa aus Skandinavien oder Frankreich verdeutlichen, wie konsequente gesetzliche Vorgaben und das Engagement der Gesellschaft den Wandel beschleunigen können. Im Vergleich dazu hinkt Deutschland in einigen Bereichen noch hinterher, was Chancen und Verpflichtungen gleichermaßen mit sich bringt.

Die Rolle der Verbraucher und der Politik

Die Umstellung auf ein funktionierendes Mehrweg-System scheitert vielerorts an fehlender Akzeptanz, unzureichenden Infrastrukturen oder an zwiespältigen politischen Rahmenbedingungen. Verbraucherinnen und Verbraucher stehen vor der Herausforderung, ihr Konsumverhalten zu ändern und aktive Entscheidungen für wiederverwendbare Verpackungen zu treffen. Zugleich ist die Politik gefragt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Ausbau und die Nutzung von Mehrweg attraktiv machen – etwa durch verbindliche Quoten, transparente Kennzeichnung oder finanzielle Anreize.

Eine verstärkte Förderung von Mehrweg hätte weitreichende gesellschaftliche Folgen:

  • Reduzierung von Verpackungsmüll und damit auch weniger Belastung für Städte und Natur
  • Schutz der Ressourcen durch weniger Plastik- und Rohstoffverbrauch
  • Klimaschutz durch weniger Treibhausgasemissionen
  • Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe und nachhaltiger Geschäftsmodelle
  • Stärkung eines bewussten Verbraucherhandelns und gesellschaftlicher Verantwortung

Der Trend zur Wiederverwendung von Verpackungen bietet damit nicht nur ökologische, sondern auch soziale und ökonomische Potenziale. Im Sinne einer künftigen Gesellschaft, die verantwortungsbewusster mit Ressourcen umgeht, ist dieser Wendepunkt eine Chance, das Konsumverhalten dauerhaft umzusteuern und nachhaltige Strukturen zu etablieren.


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Einladung: Immer weniger Mehrweg und keine Unterstützung durch …

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