Krise im Wohnungsbau: Bundesregierung muss handeln!

Die Zahl der Baugenehmigungen und Auftragseingänge im Wohnungsbau in Deutschland sinkt seit über einem Jahr kontinuierlich. Die Auswirkungen des Kanzlergipfels und die Haushaltssperre verunsichern die Branche zusätzlich. Hunderttausende Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft sind bedroht. Die Bundesregierung muss dringend Maßnahmen ergreifen, um den Wohnungsbau anzukurbeln und die Zukunft der Branche zu sichern. Eine Zinsstützung beim EH 55 Standard könnte ein erster wichtiger Schritt sein. Die neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen jedoch auch einige positive Entwicklungen im Baugewerbe.

Bremen (VBR). Die aktuellen Zahlen zu den Auftragseingängen im Wohnungsbau, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden, stellen eine besorgniserregende Entwicklung dar. Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, macht deutlich, dass die Baugenehmigungen und Auftragseingänge bereits seit über einem Jahr rückläufig sind. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden von Januar bis September fast 77.000 Wohneinheiten weniger genehmigt. Im September sanken die Aufträge um real 15 Prozent und kumulativ liegt der Rückgang bei real 23,7 Prozent.

Pakleppa kritisiert den bisherigen 14-Punkte-Plan, der beim Kanzlergipfel verabschiedet wurde, und bemängelt, dass nur wenige Maßnahmen umgesetzt wurden und diese zudem eher langfristig angelegt seien. Der Wohnungsbau benötigt jedoch dringend kurzfristige Hilfen, um einen noch dramatischeren Einbruch zu vermeiden. Ein weiteres Hindernis stellt die Haushaltssperre dar, die zu großer Verunsicherung führt und die Investitionsbedingungen im kommenden Jahr beeinträchtigt. Besonders problematisch ist der Stopp des Förderprogramms zum altersgerechten Umbau, der unmittelbare Auswirkungen auf die Bauindustrie hat.

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Es steht viel auf dem Spiel, denn hunderttausende Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft hängen von den geplanten Budgets im Klima- und Transformationsfonds (KTF) sowie dem Bau- und Verkehrsministerium ab. Schon jetzt ist es für die Wohnungsbauunternehmen aufgrund des anhaltenden Auftragsrückgangs eine enorme Herausforderung, ihr Personal zu halten. Doch genau diese Fachkräfte werden benötigt, um die dringend benötigten Wohnungen in Deutschland zu bauen.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe appelliert daher an die Bundesregierung, sich verstärkt für den Wohnungsbau einzusetzen und die geplanten Investitionsbudgets für den Bau auch im Jahr 2024 beizubehalten. Der Wohnungsbau benötigt dringend einen Impuls und keine weitere Verunsicherung. Insbesondere eine Zinsstützung beim EH 55 Standard ist von großer Bedeutung.

Laut den Daten des Statistischen Bundesamtes beliefen sich die Order im September auf insgesamt 9,4 Milliarden Euro, ein Plus von gut 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz bis September betrug knapp 80 Milliarden Euro, ein Plus von 5 Prozent nominal, jedoch ein Minus von 3,6 Prozent real.

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Die aktuelle Situation im Wohnungsbau erfordert dringendes Handeln seitens der Bundesregierung, um den weiteren Einbruch zu verhindern und die Bauindustrie zu stabilisieren. Die genannten Zahlen verdeutlichen die ernste Lage und die damit verbundenen Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft.

Quelle: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe, übermittelt durch news aktuell

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Auftragszahlen im Wohnungsbau gehen weiter abwärts: “Bundesregierung muss sich für …

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30 Antworten

  1. Leute, ich sage euch was: Warum sollten wir uns überhaupt einmischen? Lasst den Markt machen! #keineEinmischung

    1. Also, ich verstehe deinen Standpunkt, aber blindes Vertrauen in den Markt kann gefährlich sein. Es ist wichtig, dass wir uns einmischen, um sicherzustellen, dass der Markt fair und gerecht ist und nicht nur den Interessen einiger weniger dient. #GemeinsamVerantwortungübernehmen

    1. Ich verstehe deine Meinung, aber eine völlige Marktentscheidung kann zu Ungleichheit und Ausbeutung führen. Die Regierung sollte regulieren, um sicherzustellen, dass alle fair behandelt werden.

    1. Typisch egoistische Einstellung! Es geht nicht darum, im Park zu campen, sondern bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Wenn du das nicht verstehst, dann zieh doch einfach in den Park und lass die vernünftigen Menschen ihre Probleme lösen.

    1. Ach komm, immer nur meckern! Die Bundesregierung hat genug Probleme zu bewältigen. Es ist wichtig, dass sie sich um verschiedene Angelegenheiten kümmert, nicht nur um eine. Also hör auf zu nörgeln und schau dir das große Ganze an!

    1. Was für ein egoistischer und kurzsichtiger Standpunkt! Wenn jeder einfach überall bauen würde, gäbe es bald kein Platz mehr für Grünflächen, Parks oder Infrastruktur. Ein vernünftig geregelter Wohnungsbau ist notwendig, um eine ausgewogene Entwicklung unserer Städte zu gewährleisten.

  2. Also ich finds ja total übertrieben, dass die Bundesregierung da was machen soll. Jeder ist doch selbst für seine Wohnungssuche verantwortlich!

  3. Die Bundesregierung sollte sich lieber um die Krise im Bildungssystem kümmern! Prioritäten, Leute!

    1. Typisch, immer nur am Meckern! Die Bundesregierung hat viele Baustellen, da können sie nicht alles gleichzeitig lösen. Man sollte dankbar sein, dass sie sich überhaupt um die Krise im Bildungssystem kümmern.

  4. Die Bundesregierung sollte sich lieber um die Weltraumforschung kümmern, anstatt sich um Wohnungsbauprobleme zu kümmern!

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