IG Metall treibt Transformationsnetzwerke in der Automobilindustrie voran

Die Mobilitätsbranche steht vor großen Herausforderungen: Neue Geschäftsmodelle müssen entwickelt und Produktionen umgestellt werden, um ab 2035 klimaneutrale Fahrzeuge anzubieten. Doch vor allem kleine Betriebe fehlen oft die Mittel dazu. Die IG Metall setzt sich daher für regionale Transformationsnetzwerke ein, die den Unternehmen helfen, neue Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln. In diesem Jahr haben 27 Netzwerke, mit einer Förderung von 136 Millionen Euro, ihre Arbeit aufgenommen. Doch die Transformation steht noch am Anfang und der stockende Hochlauf der E-Mobilität zeigt, dass noch viel zu tun ist. Daher hat die IG Metall konkrete Vorschläge entwickelt, wie die Transformation ökologisch, demokratisch und sozial gestaltet werden kann, und fordert die Politik auf, diese umzusetzen.

Bremen (VBR). IG Metall setzt sich für Transformation in der Mobilität ein

Die IG Metall, Deutschlands größte Gewerkschaft im Metall- und Elektrosektor, hat sich dafür eingesetzt, dass die Transformation in der Mobilitätsbranche ökologisch nachhaltig, demokratisch und sozial gestaltet wird. Angesichts des stockenden Hochlaufs der E-Mobilität warnte die Gewerkschaft davor, dass die Transformation keineswegs ein Selbstläufer sei. Sie entwickelte daher Vorschläge und Forderungen, mit denen sie auf die Politik zugeht.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit der IG Metall liegt auf der Förderung regionaler Transformationsnetzwerke. Gerade kleinere Betriebe in der Automobilindustrie haben oft nicht die finanziellen Mittel, um ihre Produktion umzustellen und neue Produkte zu entwickeln. Daher hat die IG Metall 27 regionale Transformationsnetzwerke ins Leben gerufen, die den Betrieben dabei helfen sollen, neue Geschäftsmodelle und Produkte zu finden. Diese Netzwerke werden mit 136 Millionen Euro vom Bund gefördert.

Ein weiteres Anliegen der IG Metall ist die Förderung von Beschäftigung für Menschen mit Behinderung. Die Gewerkschaft hat lange Zeit eine vierte Stufe der Ausgleichsabgabe gefordert, um Betriebe zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu bewegen. Mit dem Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes wurde diese Forderung nun umgesetzt. Unternehmen, die trotz Beschäftigungspflicht keinen Menschen mit Behinderung beschäftigen, müssen nun Ausgleichsabgaben zahlen. Die dadurch gewonnenen Mittel werden ausschließlich für Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt genutzt.

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Die IG Metall setzt sich zudem für eine inklusive und vielfältige Arbeitswelt ein. Eine Befragung unter ihren Mitgliedern hat ergeben, dass 29 Prozent der Beschäftigten in den Branchen der IG Metall einen Migrationshintergrund haben. Die Gewerkschaft betont die Bedeutung von Teilhabe und engagiert sich für die gleichberechtigte Mitbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in der Arbeitswelt.

Auch in Sachen Rente und Gesundheit ist die IG Metall aktiv. Sie wartet gespannt auf das Rentenpaket der Bundesregierung, das eine dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus und die Einführung eines Generationenkapitals vorsieht. In Bezug auf das Gesundheitssystem fordert die Gewerkschaft die Einführung einer Bürgerversicherung, um die Finanzierung auf eine breitere Basis zu stellen.

Die IG Metall hat zudem erfolgreich für Tariferhöhungen in verschiedenen Branchen gekämpft, darunter im Textil- und Bekleidungssektor, im Kfz-Handwerk und in der Leiharbeit. Besonders hart war der Konflikt beim Windradbauer Vestas, bei dem die Beschäftigten 123 Tage gestreikt haben, um erstmals Tarifverträge durchzusetzen.

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Die IG Metall setzt sich also in vielerlei Hinsicht für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein und kämpft für eine gerechtere und nachhaltigere Arbeitswelt. Die aktuellen Maßnahmen und Forderungen der Gewerkschaft zeigen, dass sie weiterhin eine wichtige Rolle in der deutschen Gewerkschaftslandschaft spielt.

Quelle: Machs gut, 2023! Das war das Jahr der IG Metall

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