IG Metall startet Warnstreiks in Holz- und Kunststoffindustrie

Die Warnstreiks in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie sind gestartet. Die IG Metall fordert 8,5 Prozent mehr Geld und eine soziale Komponente. Warnstreiks gab es bisher nur in Rheinland-Pfalz. Ein Fertighausbauer in Simmern legte die Arbeit nieder. Auch andere Betriebe zeigen Solidarität. Die Beschäftigten kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen.

Bremen (VBR). Die IG Metall hat Warnstreiks in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie gestartet und fordert 8,5 Prozent mehr Geld sowie eine soziale Komponente, wie zum Beispiel eine Inflationsausgleichsprämie. Zudem sollen die Vergütungen für Auszubildende überproportional steigen. Bisher gab es Warnstreiks nur in Rheinland-Pfalz, während in den anderen Tarifgebieten noch bis Samstag Friedenspflicht herrscht.

Am Freitag legten rund 150 Beschäftigte bei der Deutschen Fertighaus Holding (DFH) in Simmern im Hunsrück die Arbeit nieder. Die komplette Produktion bei DFH in Simmern/Rheinland-Pfalz ist draußen zum Warnstreik. Auch aus der Verwaltung beteiligten sich viele Mitarbeiter. Die IG Metall unterstützt die Streikenden und berichtet über die Tarifverhandlungen in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie, die bereits seit Ende November laufen. Die Arbeitgeber haben ein erstes Angebot vorgelegt, welches von den Gewerkschaftsmitgliedern jedoch als unzureichend empfunden wird. Die Beschäftigten fordern eine höhere prozentuale Lohnerhöhung sowie ein besseres Angebot zur Inflationsausgleichsprämie.

Die letzte Tariferhöhung in der Holz- und Kunststoffindustrie liegt schon zwei Jahre zurück und die steigenden Zinsen haben der Bauwirtschaft einen Dämpfer verpasst. DFH hat bereits viele Beschäftigte abgebaut und immer mehr Mitarbeiter kündigen von sich aus. Dies bereitet dem Betriebsrat große Sorge bezüglich der zukünftigen Arbeitskräfte. Aus Solidarität haben auch Delegationen von anderen Betrieben an den Streiks teilgenommen.

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Auch beim Prüm Türenwerk in Weinsheim in der Eifel fand bereits ein Warnstreik statt. Die Beschäftigten versammelten sich nach einer Betriebsversammlung vor dem Werk und legten die Arbeit nieder. Die Geschäftsführer wurden aufgefordert, ein besseres Angebot vorzulegen, andernfalls wird die freiwillige Mehrarbeit eingestellt. Das Prüm Türenwerk musste zusätzliche Schichten einführen, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden.

Am Samstag läuft auch in den anderen Tarifgebieten die Friedenspflicht aus und weitere Warnstreiks sind geplant. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen beginnt am 22. Januar. Die Beschäftigten hoffen auf eine Einigung, um ihre Forderungen durchzusetzen und bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen.


Quelle: Warnstreiks in der Holz- und Kunststoffindustrie

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