Gewalt gegen Einsatzkräfte: DFV-Präsident fordert juristische Konsequenzen

In der Silvesternacht wurden Feuerwehrleute trotz effektiver Schutzkonzepte angegriffen und verletzt. Nun fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands eine konsequente Nutzung der juristischen Möglichkeiten und warnt vor einer Einstellung der Verfahren aus "mangelndem öffentlichen Interesse". Eine neue Umfrage unter ehrenamtlichen Einsatzkräften zeigt zudem ein erschreckendes Ausmaß an Beleidigungen und Bedrohungen. Der Bericht enthüllt die alarmierenden Angriffe und appelliert an die Gesellschaft, den Respekt vor den Feuerwehrangehörigen zu wahren.

Bremen (VBR). Gewalt gegen Einsatzkräfte: Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands fordert juristische Maßnahmen

Berlin (ots) – Trotz Schutzkonzepten wurden Feuerwehrangehörige in der Silvesternacht angegriffen und zum Teil verletzt. Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), Karl-Heinz Banse, fordert daher, dass die juristischen Möglichkeiten bei einer Verurteilung voll ausgeschöpft werden. Verfahren dürfen nicht wegen angeblich “mangelndem öffentlichen Interesse” eingestellt werden.

Banse äußerte sich besorgt über die Vorfälle und erwartet von der deutschen Justiz, dass sie hart gegen die Täter vorgeht. “Die Schutzkonzepte haben vielerorts Schlimmeres verhindert. Dennoch wurden Feuerwehrmänner und -frauen angegriffen und zum Teil verletzt. Dieses Verhalten darf nicht toleriert werden”, betonte Banse.

Die Angriffe auf Feuerwehrleute während der Silvesternacht waren schockierend. In Laatzen (Niedersachsen) bewarfen 40 Personen ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr mit Steinen und Eisenstangen, was zu Beschädigungen führte und den Einsatz abbrach. In Bremerhaven (Bremen) wurde die Freiwillige Feuerwehr während eines Brandeinsatzes mit Pyrotechnik beschossen, wobei zwei Feuerwehrkameraden verletzt wurden. In Hannover (Niedersachsen) wurden Feuerwehrkräfte bei einem Papiercontainerbrand mit Feuerwerkskörpern beworfen und ein Feuerwehrangehöriger verletzt.

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Die Vorfälle in Frankfurt am Main (Hessen) sowie in Solingen (Nordrhein-Westfalen) verdeutlichen ebenfalls die Gewalt, der Feuerwehrleute ausgesetzt sind. In Frankfurt wurden Feuerwehrmänner mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen, wobei zwei von ihnen verletzt wurden. In Solingen wurden Feuerwehrkräfte, die zu einem Brand gerufen wurden, sofort mit Böllern, Raketen, Flaschen und Steinen attackiert.

Der Deutsche Feuerwehrverband veröffentlichte kurz vor dem Jahreswechsel die Ergebnisse einer Umfrage unter ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen, die belegen, dass knapp die Hälfte der Teilnehmer in den letzten zwei Jahren im Einsatz beleidigt, bedroht oder sogar körperlich angegriffen wurden. Diese Umfrage verdeutlichte die Notwendigkeit von Maßnahmen, um die Einsatzkräfte besser zu schützen.

Der DFV betont außerdem, dass viele Feuerwehren bereits Aufklärungsarbeit leisten, um ihre Arbeit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Sie zeigen dabei, dass hinter der Schutzausrüstung ganz normale Menschen stecken, die ihre Arbeit professionell und engagiert ausüben. Banse unterstreicht, dass es wichtig ist, dass die Einsatzkräfte immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.

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Der Deutsche Feuerwehrverband setzt sich dafür ein, dass solche Angriffe auf Einsatzkräfte nicht toleriert werden und dass die Täter vor Gericht gestellt werden. Gewalt gegen Feuerwehrleute sollte nicht als Kavaliersdelikt angesehen werden, sondern als schwere Straftat mit entsprechenden juristischen Konsequenzen.

Pressekontakt:
Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Oestreicher
Telefon: 030-28 88 48 823
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Pressemeldung:Gewalt gegen Einsatzkräfte: DFV-Präsident fordert juristische Konsequenzen

4 Antworten

  1. Ich finde es wichtig, dass Einsatzkräfte geschützt werden. Juristische Konsequenzen können abschreckend wirken.

  2. Ich finde es gut, dass der DFV-Präsident juristische Konsequenzen fordert. Gewalt gegen Einsatzkräfte geht gar nicht!

  3. Manche Einsatzkräfte provozieren Gewalt durch ihr Verhalten. Beide Seiten müssen Verantwortung übernehmen.

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