Deutscher Olympischer Sportbund kämpft gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport

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Ratgeber: Engagement gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport stärken

Wie der DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) mitteilte, ist Rechtsextremismus die größte Bedrohung für unsere Demokratie. Diese Ansicht wird nicht nur von Bundesinnenministerin Nancy Faeser geteilt, sondern auch von der Deutschen Sportjugend (dsj) und dem DOSB. Beide Organisationen haben betont, dass sich der organisierte Sport in Deutschland für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft einsetzt und sich gegen antidemokratische, rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien, Gruppierungen und Akteure positioniert.

Um diese Haltung auch im sportlichen Alltag mit Leben zu füllen und demokratische Werte sowie Kinder- und Menschenrechte zu schützen, hat das Bundesministerium für Inneres und Heimat (BMI) ein neues Bundesprogramm für den Sport auf den Weg gebracht. Dieses Programm unterstützt erstmals konkrete Projekte zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport.

In unserer Gesellschaft sind Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, queer-Feindlichkeit und andere Formen der Diskriminierung ein großes Problem. Gewalt gegen Geflüchtete und Menschen mit ausländischer Herkunft nimmt zu und rechtsextreme Parteien haben hohe Zustimmungswerte in Umfragen. Der organisierte Sport mit seinen über 27 Millionen Mitgliedschaften bietet die Möglichkeit, als größter zivilgesellschaftlicher Akteur Menschen zu erreichen – auch über seine eigenen Reihen hinaus. Allerdings existieren auch innerhalb der Sportstrukturen rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen. Es liegt also auf der Hand, dass Sportverbände und -vereine wichtige Partner im Kampf gegen Rechtsextremismus und für die Stärkung der Demokratie sind.

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Daher ist es positiv zu bewerten, dass im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung ein “Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport” verankert wurde. Im Sommer 2023 wurde das Bundesprogramm mit einem konkreten Konzept durch das BMI hinterlegt und es wurden finanzielle Mittel für dieses Jahr freigegeben. Jetzt nimmt das Bundesprogramm endlich Fahrt auf. Die dsj und das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) wurden als Zentralstellen für die festgelegten Fördersäulen eingesetzt. Das konkrete Ziel des Programms ist es, Sportvereinen, Sportverbänden und Fanprojekten den Ausbau ihrer Aktivitäten gegen Rechtsextremismus und für Demokratiebildung zu ermöglichen. Es werden auch Schnittstellen zu bestehenden Bundesprogrammen im Themenfeld berücksichtigt.

Für die restlichen Monate des Jahres 2023 stehen der dsj nun 1,2 Millionen Euro für die Förderung von Projekten gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Sportvereinen, -verbänden und Fanprojekten zur Verfügung. Trotz der kurzfristigen Antragsfrist haben die antragsberechtigten Organisationen gezeigt, wie viele Ideen sie haben und wie schnell sie diese umsetzen wollen und können. Die dsj erhielt 102 Anträge mit einem Volumen von über 2,5 Millionen Euro. Die Vielfalt der Anträge ist beeindruckend: Sie kommen aus ganz Deutschland und aus zahlreichen Sportarten – von kleinen ehrenamtlich geführten Vereinen über migrantische Sportvereine bis hin zu großen Sportverbänden auf Landes- oder Bundesebene. Auch die Bandbreite der Themen ist riesig: Manche planen Maßnahmen gegen Rassismus oder Sexismus, andere gegen Antisemitismus im Sport. Es gibt auch Vorschläge für Maßnahmen zur NS-Erinnerungsarbeit sowie Fortbildungsmaßnahmen zum Thema Rechtsextremismus für Haupt- und Ehrenamtliche. Es ist klar, dass Sportvereine, Sportverbände und Fanprojekte sich konkret gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit engagieren wollen. Der Bedarf für eine Förderung ist enorm.

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Leider sieht der Haushaltsentwurf für 2024 nur 1 Million Euro für das Bundesprogramm vor, während 2023 noch 1,5 Millionen Euro zur Verfügung standen. Zudem ist für 2024 ein größerer Betrag für die Forschungssäule des Programms eingeplant, der nicht für die Projektförderung von Sportorganisationen verwendet wird. Wie wir jedoch während der Antragsphase feststellen konnten, ist der Bedarf nach einer dauerhaften Förderung der Praxis wesentlich höher. Wenn das Bundesprogramm mittel- und langfristig nicht ausreichend finanziert

Quelle: Der Deutsche Olympische Sportbund

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10 Antworten

    1. Linksextremismus ist genauso inakzeptabel wie Rechtsextremismus. Der Sportbund sollte gegen jede Form von Extremismus vorgehen. Es geht um Toleranz und Fairness, nicht um politische Agenda.

  1. Ich finde es übertrieben, dass der Sportbund sich in politische Angelegenheiten einmischt. Lasst den Sport Sport sein!

  2. Ich finde es lächerlich, dass der Sportverband gegen Rechtsextremismus vorgehen muss. Kein Problem im Sport!

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