Deutsche Umwelthilfe übergibt Forderung für ein Ende der Silvester-Böllerei

Protestaktion vor dem Bundesinnenministerium: Deutsche Umwelthilfe übergibt über 250.000 Unterschriften für ein böllerfreies Silvester an Nancy Faeser. Forderung: Verkauf und Verwendung von Feuerwerk durch Privatpersonen endgültig verbieten. (19 Wörter)

Bremen (VBR). Böller-Bilanz 2024: Deutsche Umwelthilfe übergibt Petition für ein böllerfreies Silvester an Bundesinnenministerin Faeser

Berlin (ots) – Eine breite Allianz von Umwelt-, Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen, Ärzteverbänden und der Gewerkschaft der Polizei hat heute vor dem Bundesinnenministerium eine Protestaktion abgehalten. Im Namen von über 250.000 Menschen und 25 zivilgesellschaftlichen Organisationen wurde ein Offener Brief für ein böllerfreies Silvester an Bundesinnenministerin Nancy Faeser überreicht. Das Aktionsbündnis, koordiniert von der Deutschen Umwelthilfe (DUH), fordert Faeser auf, den Verkauf und die Verwendung von Silvesterböllern und Feuerwerksraketen durch Privatpersonen endgültig zu verbieten. Dazu sollen zwei Ausnahmeregelungen für den Verkauf und die Verwendung von Silvesterfeuerwerk aus der 1. Sprengstoffverordnung gestrichen werden.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, betont: “Die Sondererlaubnis für hochgefährliche Böller und Raketen zum Jahreswechsel darf nicht länger bestehen. Wir fordern rauschende Feste zum Jahreswechsel – aber ohne verzweifelte Eltern, die um das Augenlicht ihrer Kinder bangen und Familien, die Haus und Hof durch Brände verlieren. Innenministerin Faeser verweigert bisher den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt vor den Folgen von Sprengstoffgebrauch zum Jahreswechsel. Unsere Forderung übergeben wir nicht nur im Namen von 25 Organisationen und mehr als einer Viertelmillion Bürgerinnen und Bürger, sondern auch stellvertretend für eine absolute Mehrheit der deutschen Bevölkerung, die sich ein Ende des archaischen Feuerwerks wünscht. Frau Faeser, beenden Sie endlich die archaische Silvester-Böllerei!”

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Die Bilanz der Böllerei zum Jahreswechsel 2024 ist erschütternd: Vier Todesopfer bei Feuerwerks-Explosionen, tausende Schwerverletzte und zahlreiche Brände an Wohnungen und Gebäuden. Einsatzkräfte wurden erneut angegriffen, und Feuerwehr und Sanitäter konnten teilweise nur unter Polizeischutz ausrücken. Berlin verzeichnete sieben weitere verletzte Polizistinnen und Polizisten im Vergleich zum Vorjahr. Millionen von Heim- und Wildtieren wurden erneut von Angst und Panik geplagt. Die Messstationen registrierten an einigen Orten eine bis zu 700-prozentige Zunahme der krankheitsverursachenden Feinstaubbelastung im Vergleich zu 2021/22. Allein in Berlin blieben über 600 Kubikmeter Silvester-Müll auf den Straßen zurück – das entspricht einem Volumen von mehr als zehn 25-Meter-Schwimmbecken.

Umfragen zeigen seit Jahren, dass eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ein Ende des archaischen Feuerwerks befürwortet. Laut einer repräsentativen Umfrage der Verbraucherzentrale Brandenburg sprechen sich aktuell 59 Prozent der Menschen für ein generelles Verbot von privatem Feuerwerk aus.

Das breite Bündnis für ein böllerfreies Silvester setzt sich neben der DUH aus 24 weiteren Organisationen zusammen, darunter die Gewerkschaft der Polizei, die Bundesärztekammer, der Bundesverband Tierschutz und der Deutsche Naturschutzring.

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Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.x.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe,
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