Deutsche Umwelthilfe: Datenlücken bei Überwachung – Bundesländer versagen

Deutsche Umwelthilfe enthüllt: Bundesländer versagen bei Überwachung der Kühlgeräteentsorgung – Datenlücken aufgedeckt. Unsachgemäße Entsorgungspraktiken gefährden das Klima. Die DUH fordert strengere Kontrollen.
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Bremen (VBR). Die Überwachung des Kühlgeräterecyclings in Deutschland hat massive Lücken und öffnet unsachgemäßen und klimaschädlichen Entsorgungspraktiken Tür und Tor. Dies ist das Ergebnis einer neuen Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter den Bundesländern. In vielen Ländern herrscht Unkenntnis über die Menge zur Entsorgung anfallender Kühlgeräte, deren Verbleib in Entsorgungsanlagen sowie konkrete Entnahmemengen extrem klimaschädlicher Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder F-Gase. Die DUH fordert deshalb von Bundesumweltministerin Steffi Lemke umgehend die Festlegung von Vollzugsvorgaben für eine lückenlose Datenerhebung, unabhängige behördliche Kontrollen und Nachmessungen beim Kühlgeräterecycling in der Behandlungsverordnung.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, äußerte sich besorgt über die mangelhafte Überwachung der Kühlgeräteentsorgung: „Die Überwachung der ordnungsgemäßen Kühlgeräteentsorgung in Deutschland ist leider mehr Schein als Sein. Es ist erschreckend, dass die zuständigen Bundesländer nicht wissen, was mit den gesammelten Kühlgeräten passiert, obwohl die darin enthaltenen Stoffe bis zu 10.000 Mal klimaschädlicher sind als CO2. Stattdessen verlassen sich die Behörden auf Gutachten, die von den Entsorgern selbst in Auftrag gegeben werden. Nur durch eine lückenlose Datenerhebung, unabhängige behördliche Kontrollen und viel strengere Vollzugsregeln kann die unnötige Klimabelastung durch unsachgemäße Kühlgeräteentsorgung verhindert werden. Diese Vollzugsvorgaben müssen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke verbindlich in der Behandlungsverordnung vorgegeben werden.“

Die Umfrage der DUH zeigt, dass viele deutsche Recyclinganlagen technisch nicht auf dem neuesten Stand sind und keine 90 Prozent der FCKW aus alten Kühlgeräten herausholen. Lediglich drei Bundesländer konnten vollständig angeben, wie viele Kühlgeräte in den dortigen Entsorgungsanlagen behandelt und wie viele Schadstoffe dabei zurückgewonnen wurden.

Thomas Fischer, DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft, betonte die alarmierenden Praktiken beim Kühlgeräterecycling: „Die Überwachungspraktiken beim Kühlgeräterecycling sind alarmierend. So gibt es derzeit keine einzige akkreditierte zugelassene Messstelle für die Prüfung der Rückgewinnungsqualität von FCKW aus alten Kühlgeräten. Auch werden die Kontrollen durch die Entsorgungsanlagen selbst beauftragt und bezahlt, wodurch die Prüfer alles andere als unabhängig sind. Statt blind zu vertrauen, müssen die Bundesländer hier dringend selbst aktiv werden. Dazu braucht es eine bessere Datenerfassung, unangekündigte Kontrollen und unabhängige Nachmessungen durch die Vollzugsbehörden.“

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Die den Behörden zur Verfügung stehenden Daten sind in den meisten Bundesländern unvollständig und teilweise unplausibel, sodass eine unabhängige Überprüfung der Entsorgung praktisch unmöglich ist. Die DUH fordert seit Jahren, dies gesetzlich in der sogenannten Behandlungsverordnung vorzuschreiben. Bisher sind die Recyclingvorgaben für Kühlgeräte in der Verwaltungsvorschrift (TA-Luft) festgelegt, die den Ländern jedoch viel Spielraum für Ausnahmeregelungen und lange Übergangsfristen lässt.

Die DUH weist darauf hin, dass jährlich etwa drei Millionen Kühl- und Gefrierschränke in Deutschland zur Entsorgung anfallen, von denen etwa 40 Prozent noch immer stark klimawirksame Gase wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder F-Gase enthalten. Eine korrekte Entsorgung dieser Elektrogeräte ist wichtig, da die Treibhausgase die Ozonschicht schädigen und bis zu 10.000 Mal so klimaschädlich wie CO2 sind.

Die DUH hat bereits mehrere Pressekontakte für weitere Informationen bereitgestellt. Die Organisation setzt sich seit Jahren für den Schutz der Umwelt und eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen ein.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.

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Deutsche Umwelthilfe deckt Datenlücken auf: Bundesländer versagen bei Überwachung …

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