Wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt schwach im Winterhalbjahr 2023/24

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt schwach, doch es gibt erste Lichtblicke. Das Bruttoinlandsprodukt ist im letzten Quartal gesunken, der Einzelhandel verzeichnete Rückgänge und die Industrieproduktion setzte ihren abwärts gerichteten Trend fort. Doch die Exporte stiegen im November erstmals seit Monaten wieder und auch der Arbeitsmarkt zeigte sich robust. Die Inflationsrate stieg zum Jahresende aufgrund eines Basiseffekts an. Es wird erwartet, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung im Laufe dieses Jahres verbessern wird.

Bremen (VBR). Wirtschaftliche Schwäche setzt sich im Winterhalbjahr 2023/24 fort

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt auch zum Jahreswechsel 2023/24 schwach. Aktuelle Frühindikatoren deuten darauf hin, dass keine rasche Erholung in Sicht ist. Allerdings könnten im Laufe des Jahres zentrale Belastungsfaktoren wie die sinkende Inflation, steigende Reallöhne und eine allmähliche Belebung der Weltwirtschaft zu einer binnenwirtschaftlich getragenen Erholung führen.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe setzt ihren abwärts gerichteten Trend fort. Im November ging die Produktion um 0,7 Prozent zurück, mit Rückgängen in der Industrie und im Baugewerbe, während der Bereich Energie ein deutliches Plus verzeichnete. Die Auftragseingänge aus dem Inland stabilisieren sich langsam, während die schwache Auslandsnachfrage weiter belastet. Eine Erholung der Industriekonjunktur ist erst im weiteren Verlauf des Jahres zu erwarten, wenn es zu einer binnenwirtschaftlichen Belebung und wieder anziehenden Exporten kommt.

Im Einzelhandel sind die realen Umsätze im November gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken, nachdem sie im Oktober noch gestiegen waren. Trotz einer tendenziell verbesserten Konsumstimmung bei den privaten Haushalten wird die Geschäftslage im Einzelhandel als unbefriedigend bewertet.

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Die Inflationsrate ist im Dezember voraussichtlich aufgrund eines Basiseffekts gestiegen, bleibt aber mit 3,7 Prozent hoch. Die Inflation wird im weiteren Verlauf des Jahres voraussichtlich durch verschiedene Faktoren gedämpft, wie sinkende Erzeuger- und Importpreise, eine straffe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, angemessene Tarifabschlüsse und eine Normalisierung der Gewinnmargen.

Der Arbeitsmarkt hat sich saisonüblich entwickelt, mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresende, aber auch einer Zunahme der Erwerbstätigkeit. Die Frühindikatoren deuten noch nicht auf eine grundsätzliche Trendwende hin, aber eine Besserung der Aussichten ist ab dem Frühjahr zu erwarten.

Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen ist im Oktober gesunken, liegt aber immer noch über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg der Insolvenzzahlen könnte sich auch dieses Jahr fortsetzen.

Die deutsche Wirtschaft kämpft weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen, aber im Laufe des Jahres könnten sich einige Faktoren verbessern und zu einer Erholung führen. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis eine nachhaltige Trendwende erreicht wird.


Quelle: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 20241

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