Videobehandlung: Ergänzung, aber kein Ersatz für wohnortnahe Versorgung!

Vereins- und Verbandsnachrichten vom 15.08.2023
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Berlin, den 15. August 2023 – Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) hat sich in einer neusten Stellungnahme gegen eine vollständige Freigabe von Videosprechstunden ausgesprochen. Der Bundesvorsitzende Gebhard Hentschel betonte, dass psychotherapeutische Videobehandlungen sich individuell am Bedarf der Patient*innen orientieren sollten und es möglich sein müsse, je nach Indikation zwischen Präsenzterminen und Videokontakten zu wechseln. Die DPtV fordert eine Absicherung der psychotherapeutischen Versorgung durch Vertragspsychotherapeut*innen, sowie Qualitätskriterien wie eine Diagnostik, Indikationsstellung und Behandlungsplanung in Präsenz, um eine patientensichere ambulante Psychotherapie gewährleisten zu können.

Individuelle Indikationen erfordern persönlichen Kontakt

Psychotherapeut*innen bleiben als zentrale Anlaufstelle wohnortnah und in Präsenz verfügbar, obwohl psychotherapeutische Videositzungen als eine sinnvolle Ergänzung betrachtet werden. Es gibt psychotherapeutische Techniken, die sich nicht gleichermaßen per Video umsetzen lassen, und die diagnostische Einschätzung wird in Präsenzkontakten als deutlich zuverlässiger angesehen. Die DPtV betonte, dass Patient*innen in unterversorgten Gegenden nicht ausschließlich auf eine “virtuelle Versorgung” angewiesen sein dürfen. Auch die AOK teilt diese Befürchtung.

Kritik an reinen Video-Therapie-Anbietern

Die DPtV kritisiert auch reine Video-Therapie-Anbieter wie “Minddoc”. Bei solchen Programmen findet das Erstgespräch in Präsenz statt, danach erfolgen die weiteren Sitzungen mit einer anderen Psychotherapeut*in, die man nie persönlich getroffen hat. Dr. Enno Maaß, stellvertretender DPtV-Bundesvorsitzender, betont, dass Psychotherapeut*innen in akuten Krisen jederzeit persönlich eingreifen können müssen, was bei einer reinen Fernbehandlung nicht möglich ist. Auch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) sieht solche Konstrukte einer fragmentierten Behandlung kritisch und verweist auf Berufs- und Vertragsarztrecht.

Für weitere Informationen und Interview-Anfragen können Sie sich an Hans Strömsdörfer, den Pressesprecher und Leiter der Kommunikation der DPtV, wenden. Die Kontaktdaten lauten wie folgt:

Hans Strömsdörfer
Pressesprecher / Leiter Kommunikation
DPtV Deutsche PsychotherapeutenVereinigung
Am Karlsbad 15
10785 Berlin
Tel. 030 235 009-27
Fax 030 235009-44
Mobil 0157 73744828
presse@dptv.de
www.dptv.de

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