GaLaBau trotzt Wirtschaftsflaute: Stabilität trotz Kostensteigerungen – Klimaschutz als Schlüssel zur Zukunft

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) meldet eine stabile Auftragslage im GaLaBau trotz schwächelnder Bauwirtschaft und anhaltend hoher Kostensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig drücken die steigenden Ausgaben die Gewinnmargen, und die geplante Mautpflicht für Werkverkehre steht im Widerspruch zu den Entlastungsforderungen für kleine und mittlere Betriebe, für die der Verband Ausnahmeregelungen fordert. Der BGL betont außerdem, dass grün-blaue Infrastrukturen und das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz unverzichtbar sind, um Kommunen klimafest zu machen und die Lebensqualität in Städten langfristig zu sichern.
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– Stabile Auftragslage im GaLaBau trotz schwacher Bauwirtschaft und steigender Kosten.
– Hohe Kostensteigerungen belasten Gewinnmargen; Branche fordert Ausnahmeregelungen bei Werkverkehrsmaut.
– Dringender Ausbau grün-blauer Infrastruktur als notwendige Maßnahme gegen Klimawandel und für urbane Lebensqualität.

Aktuelle Lage im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau: Stabilität trotz Herausforderungen

In einer Zeit, die von wirtschaftlichen Unsicherheiten und einem nach wie vor angespannten Konsumklima geprägt ist, zeigt sich die Branche des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus (GaLaBau) überraschend robust. Trotz der Auswirkungen einer schwächelnden Bauwirtschaft und steigender Kosten bleibt die Auftragslage stabil. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) fasst die Situation in einem aktuellen Überblick so zusammen: Die Rückmeldungen deuten darauf hin, dass die Zuversicht unter den Branchenangehörigen zwar etwas nachgelassen hat, verglichen mit dem Vorjahr allerdings eine stabile Auftragslage verzeichnen kann – eine Entwicklung, die umso bemerkenswerter ist, bedenkt man die generelle Wirtschaftslage und die Situation vor der Corona-Pandemie.

Die Branche sieht sich jedoch mit anhaltend hohen Kostensteigerungen konfrontiert, die zunehmend die Gewinnmargen belasten. Der Verband bringt die Situation mit klaren Worten auf den Punkt: Die Kostenbelastung im GaLaBau ist besorgniserregend.

Zudem besteht innerverbandlich Kritik an politischen Entwicklungen. So steht die von FDP-Chef Lindner geforderte Entlastung kleiner und mittlerer Betriebe im Widerspruch zur geplanten Mautpflicht für Werkverkehre im GaLaBau. Banzhaf appelliert an das Verkehrsministerium: Es solle „Vernunft walten lassen und Ausnahmeregelungen für die Branche schaffen.“

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen betont der Verband die Bedeutung der Anpassung an den Klimawandel. Die Entwicklung von grün-blauen Infrastrukturen bezeichnet Banzhaf als eine dringliche Notwendigkeit. Dies, so betonte er, sei „kein Luxus, sondern lebensnotwendig“ und eine strategische Aufgabe, die auch in finanziell schwierigen Zeiten nicht aus den Augen verloren werden darf. Dabei müsse das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung „energisch weitergeführt werden, um die Lebensqualität in unseren Städten zu sichern.“

GaLaBau zwischen Krisenresistenz und künftigen Herausforderungen

Die Landschafts- und Tiefbaubranche beweist derzeit eine bemerkenswerte Robustheit der Auftragslage und gewinnt damit an gesellschaftlicher Bedeutung. Doch wie hängt die Entwicklung in GaLaBau mit den übergreifenden Themen Bauwirtschaft, Klimawandel und politischem Handeln zusammen? Und welche Rolle wird die Branche künftig im urbanen Raum und ländlichen Gebiet spielen?

Warum ist grün-blaue Infrastruktur so wichtig? Grünes und blaues Stadtbild – also Anlagen mit Pflanzen und Wasser – sind weit mehr als reine Verschönerungen. Sie verbessern das Mikroklima, verringern Hitzeeffekte, fördern die Biodiversität und wirken als natürliche Wasserspeicher. Angesichts der Klimakrise gewinnen solche nachhaltigen Stadtentwicklungskonzepte enorm an Relevanz. Gleichzeitig entstehen daraus neue Anforderungen an GaLaBau-Profis, die nicht nur Technik beherrschen, sondern auch ökologische und soziale Aspekte integrieren müssen.

Die Branche steht daher für eine Vielzahl an Aufgaben, die für Städte und Gemeinden aktuell unverzichtbar sind:

  • Planung und Umsetzung klimastabiler Freiräume
  • Entwicklung multifunktionaler grüner Infrastruktur
  • Anpassung an nachhaltiges Wassermanagement
  • Erhaltung und Förderung der Biodiversität im urbanen Raum
  • Infrastrukturmaßnahmen unter Berücksichtigung neuer Umweltauflagen

Ausblick: Wie kann die Branche künftig bestehen? Die Zukunft des GaLaBau hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Branche auf ökologische Herausforderungen, Digitalisierung und sich wandelnde politische Rahmenbedingungen reagiert. Ein enger Dialog zwischen Politik, Bauwirtschaft und den Fachbetrieben ist notwendig, um zukunftsweisende Projekte zu realisieren. Dabei werden nicht nur Fachwissen und Innovationen gefragt sein, sondern auch ein verstärktes Engagement für nachhaltiges und resilient gestaltetes urbanes Leben.

Der Ansatz, ökologisches Know-how mit wirtschaftlicher Stabilität zu verbinden, bestimmt die zukünftige Ausrichtung der Branche. Der zukunftsfähige GaLaBau trägt maßgeblich dazu bei, dass Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber Krisen werden und gleichzeitig lebenswert bleiben – eine Aufgabe, die in Zeiten des Wandels wichtiger denn je ist.

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Konjunktur im GaLaBau weiterhin stabil / Ergebnis der BGL-Frühjahrsumfrage 2024: …

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