Rekordtief: Apfelsaftproduktion erreicht niedrigsten Stand seit 10 Jahren

Der Markt für Apfelsaft in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Im vergangenen Jahr wurden so wenig Apfelsaft eingekeltert wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die schwache Erntemenge und erhebliche Wetterextreme setzen den Fruchtsaftherstellern zu. Besonders betroffen ist der Streuobstbereich, da die Erntemengen weiter sinken werden. Aus diesem Grund müssen alle Akteure des Marktes den gestiegenen Aufwand verstehen und akzeptieren, um die Vielfalt des deutschen Fruchtsaftmarktes langfristig zu sichern. Trotz dieser Herausforderungen ist Apfelsaft nach wie vor einer der beliebtesten Säfte der Verbraucher in Deutschland.

Bremen (VBR). Die deutsche Fruchtsaftindustrie musste im vergangenen Jahr aufgrund einer schwachen Ernte deutlich weniger Apfelsaft herstellen. Laut Klaus Heitlinger, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF), konnten nur etwa 241 Millionen Liter Apfelsaft gekeltert werden, wovon lediglich 41 Millionen Liter Bio-Apfelsaft waren. Dies sei die geringste Menge seit zehn Jahren. Die niedrige Erntemenge im Streuobstbereich habe zu diesem Rückgang geführt, während auch der Tafelobstbereich aufgrund niedriger Erntemengen keine Entlastung bieten konnte.

Früher gab es einen Wechsel zwischen ertragsreichen und ertragsarmen Erntejahren. Doch dieser Rhythmus wird in den letzten Jahren zunehmend gebrochen. Abhängig von den Witterungsbedingungen konnten die Hersteller in der Regel zwischen 250.000 und 1.000.000 Tonnen Streuobstäpfel pro Jahr verarbeiten. In den vergangenen Jahren ist der Durchschnitt jedoch auf nur noch 300.000 Tonnen gesunken, und dieser Trend setzt sich weiter fort. Dadurch wird seit Jahren weniger Apfelsaft produziert und die Lagerbestände gehen zur Neige.

Die Fruchtsaftindustrie ist zwar witterungsbedingten Ernteschwankungen und der Verfügbarkeit von Rohstoffen gewohnt, jedoch setzen die extremen Wetterbedingungen der letzten Jahre der Branche zu und erhöhen das wirtschaftliche Risiko für die Unternehmen. Besonders im Streuobstbereich verschärfen sich die Probleme, da die Erntemengen aufgrund alternder Bestände und Klimastress jährlich weiter sinken werden.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich Angebot, Preis und Nachfrage auf dem Markt für Apfelsaft in den kommenden Jahren entwickeln werden. Klaus Heitlinger betont, dass in dieser herausfordernden Marktsituation alle Beteiligten gleichermaßen gefordert sind, Verständnis und Akzeptanz für den gestiegenen Aufwand auf Seiten der Unternehmen zu zeigen. Der deutsche Fruchtsaftmarkt ist äußerst vielfältig und umfasst hunderte Unternehmen, von regionalen Keltereien bis hin zu internationalen Markenartiklern.

Apfelsaft zählt nach wie vor zu den beliebtesten Säften der Verbraucher in Deutschland. Im Jahr 2022 betrug der Pro-Kopf-Konsum 5,4 Liter Apfelsaft und 3,7 Liter Apfelsaftschorle. Daher ist Apfelsaft eines der wichtigsten Produkte der rund 300 heimischen Fruchtsaftproduzenten.

Die komplett umgeschriebene Pressemitteilung des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie finden Sie unten angegeben.


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Niedrigste Apfelsaftmenge seit zehn Jahren gekeltert

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