Pflegekosten rauf: Verbände-Bündnis verlangt Vollversicherung für alle!

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Berlin (ots) – Die steigenden Kostenbelastungen für pflegebedürftige Menschen in Heimen werden immer bedenklicher, warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband. Gemeinsam mit Sozial-, Wohlfahrts- und Pflegeverbänden sowie Gewerkschaften fordert die Organisation die Bundesregierung auf, mit einer Pflegevollversicherung entgegenzuwirken. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, betont, dass Pflege genauso selbstverständlich zur modernen Sozialstaatlichkeit gehören sollte wie die Gesundheitsversorgung. Die zunehmende Pflegebedürftigkeit entwickle sich zu einer echten Armutsfalle, da inzwischen fast ein Drittel aller Pflegebedürftigen in Heimen auf Sozialhilfe angewiesen sei.

Das Bündnis für eine solidarische Pflegevollversicherung kritisiert, dass die Pflegeversicherung ihren eigentlichen Zweck verfehlt habe und dass die Bundesregierung keine wirklichen Lösungsansätze präsentiere, trotz der jüngsten Pflegereform. Die Verbände sind der Meinung, dass nur eine Vollversicherung in der Pflege langfristig tragfähig und verlässlich ist. Diese müsse sämtliche pflegebedingten Kosten übernehmen, unabhängig davon, ob es sich um stationäre oder ambulante Pflege handelt. Die gemeinsame Forderung des Bündnisses, das vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di initiiert wurde, sieht vor, dass alle bedarfsgerechten Pflegeleistungen vollständig von den Kassen finanziert werden, ohne dass Eigenanteile von den Betroffenen geleistet werden müssen. Zu dem Bündnis gehören der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen, der Deutsche Frauenrat, der BIVA-Pflegeschutzbund, die Volkssolidarität und die AWO.

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Hintergrund: Das Bündnis für eine solidarische Pflegevollversicherung hat mit einem gemeinsamen Aufruf an die Bundesregierung appelliert, der auf www.solidarische-pflegevollversicherung.de abrufbar ist. Laut aktuellen Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die finanzielle Belastung für pflegebedürftige Menschen in Pflegeheimen erneut stark gestiegen. Die monatliche Eigenbeteiligung erhöhte sich innerhalb eines Jahres bundesweit im Durchschnitt um 348 Euro auf jetzt 2.548 Euro.

Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling
pr@paritaet.org
Tel.: 030 24636-305

Original-Content von: Paritätischer Wohlfahrtsverband, übermittelt durch news aktuell

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17 Antworten

    1. Das mag deine Meinung sein, aber eine Vollversicherung für alle könnte die Gesundheitsversorgung für jeden gewährleisten. Es ist an der Zeit, dass wir solidarisch handeln und sicherstellen, dass niemand aufgrund finanzieller Gründe von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen wird.

  1. Also ich finde diese Forderung nach Vollversicherung für alle total übertrieben! Wieso sollen wir alle für die Pflegekosten anderer aufkommen?

  2. Ich bin der Meinung, dass eine Vollversicherung für alle den Pflegekostenberg nur noch höher schraubt!

  3. Also ehrlich gesagt, ich finde diese Forderung nach einer Vollversicherung für alle total übertrieben. Warum sollen wir alle dafür zahlen?

    1. Ganz einfach: Eine Vollversicherung für alle sorgt für Chancengleichheit und schützt uns alle vor finanzieller Belastung im Krankheitsfall. Solidarität ist der Kern einer funktionierenden Gesellschaft. Also, warum nicht alle dafür zahlen?

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