Wohnungsbaukrise in Deutschland: 20 Monate Rückgang – Bauindustrie warnt vor Mangel an bezahlbarem Wohnraum

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Der deutsche Wohnungsbau steckt seit 20 Monaten in der Krise: Im November 2023 sind die realen Auftragseingänge um 6,7 % und die Wohnungsbau-Umsätze um 11,8 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, für Januar bis November steht ein Minus von 21,2 %. BAUINDUSTRIE-Chef Tim-Oliver Müller warnt vor den Folgen für Unternehmen und Wohnungssuchende und begrüßt das neue Zinsverbilligungsprogramm. Zugleich fordert er umfassende Strukturreformen – etwa die Vereinheitlichung der Landesbauordnungen und beschleunigte Genehmigungsverfahren –, um bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern.

Inhaltsverzeichnis

Über uns:
Seit über 20 Jahren sind wir im Bereich Marketing und Kommunikation tätig und unterstützen Verbände, Organisationen und Institutionen mit fundierter Praxis- und Branchenexpertise. Unsere Arbeit wird durchweg positiv bewertet – unter anderem auf Trustpilot, ProvenExpert und in Google Bewertungen.

Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Bewertung.
Große Konzerne kaufen Reichweite, wir setzen auf echte Leser. Deine positive Bewertung signalisiert dem Algorithmus Relevanz, stärkt unsere Sichtbarkeit und hilft, unabhängige Inhalte sichtbar zu halten.

Scanne den QR-Code oder klicke auf den Link. Du wirst direkt zu Google weitergeleitet.

Wohnungsbau in Deutschland: Anhaltender Rückgang und dringender Reformbedarf

Die Wohnungsbaubranche in Deutschland steckt weiterhin in einer ernsten Krise. Im November 2023 verzeichneten die Bauunternehmen erneut einen realen Auftragsrückgang von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für die ersten elf Monate des Jahres 2023 lag das reale Minus sogar bei dramatischen 21,2 Prozent. Damit erlebt die Branche bereits den zwanzigsten Monat in Folge mit rückläufigen Konjunkturindikatoren. Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, kommentiert diese Entwicklung deutlich: „Das ist nicht nur für die Bauunternehmen, sondern auch für Menschen, die dringend nach einer Wohnung suchen, beunruhigend.“

Neben den Auftragszahlen sanken im November auch die Umsätze deutlich. „Auch der Umsatz verzeichnet im November den zwanzigsten Monatsrückgang in Folge mit einem Minus von 11,8 Prozent für den Wohnungsbau und einem Minus von 10,5 Prozent für den Zeitraum von Januar bis November,“ betont Müller. Ein weiteres Alarmzeichen ist, dass das Bauhauptgewerbe sich nicht mehr durch Großprojekte in anderen Bereichen stabilisieren kann: Die gesamte Bauwirtschaft musste einen realen Auftragsrückgang von 2,7 Prozent zum Vormonat und 7,4 Prozent zum Vorjahresmonat hinnehmen. Der Umsatz sank branchenweit in den ersten elf Monaten des Jahres um 3,2 Prozent.

Trotz dieser angespannten Lage zeigt sich Müller vorsichtig optimistisch bezüglich neuer Förderansätze, mahnt aber zugleich: „Es reicht nicht, nur mehr Geld bereitzustellen. Es müssen auch Strukturen verändert werden.“ Für eine nachhaltige Wende fordert er klar: „Bund und Länder dürfen deshalb nicht nachlassen und müssen Maßnahmen ergreifen, um die 16 Landesbauordnungen zu vereinheitlichen, den digitalen Bauantrag einzuführen und bundesweit einheitliche, digitale Verwaltungsprozesse zu etablieren.“ Das Ziel dieser reformorientierten Vorschläge macht Müller deutlich: „Nur wenn alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen, kann bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden und der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert werden.“

Diese Zahlen und Statements zeichnen ein eindringliches Bild: Die deutsche Wohnungsbauindustrie steht vor einer anhaltenden Durststrecke, deren Überwindung nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch umfassende strukturelle Reformen erfordert.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
20 Monate Order- und Umsatzminus im Wohnungsbau

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mehr dazu:

Mehr zum Thema erfahren? Hier finden Sie ergänzende Artikel: , , , , , ,
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge