Neue Parodontitistherapie retten! Vertreterversammlung kämpft für prävention

"Politik und Gesundheitswesen: Warum die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung vor der aktuellen Entwicklung warnt und dringenden Handlungsbedarf sieht. Lesen Sie hier, warum die Patientenversorgung auf dem Spiel steht."

Bremen (VBR). Hinsichtlich der derzeitigen politischen Lage im Gesundheitswesen fordert die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) ein Umdenken der Bundesregierung, um weiteren Schaden für die Patientenversorgung abzuwenden. In einer Rede, die Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, hielt, wurde betont, dass die Politik einen Systemwandel vorantreibt, der die Selbstverwaltung außen vor lässt. Dies hätte gravierende Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten in Deutschland.

Seit Jahrzehnten trägt eine präventionsorientierte Ausrichtung der Zahnheilkunde und eine hochwertige zahnärztliche Versorgung zu einer erheblichen Verbesserung der Mundgesundheit in der Bevölkerung bei. Deutschland nimmt hierbei sogar international eine Vorbildfunktion ein. Leider setzt die gegenwärtige politische Stoßrichtung der Bundesregierung diese Erfolge aufs Spiel und gefährdet die bewährten Eckpfeiler des deutschen Gesundheitssystems, insbesondere die Freiberuflichkeit, die Selbstverwaltung und die bewährten inhabergeführten Praxisstrukturen, die eine flächendeckende Versorgung sicherstellen.

Ein besonders gravierendes Beispiel für diese politische Entwicklung ist die strikte Budgetierung, die mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz wieder eingeführt wurde und vor allem die neue, präventionsorientierte Parodontitistherapie bedroht. Die Auswirkungen dieses Gesetzes auf die Mund- und Allgemeingesundheit der Bevölkerung waren bereits verheerend, wie in einem Bericht der KZBV in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie betont wurde. Martin Hendges appellierte daher an die Politik, die Parodontitistherapie noch in diesem Jahr aus der Budgetierung herauszunehmen.

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Eine Gesundheitspolitik, die sich ausschließlich auf kurzfristige Kostendämpfung konzentriert, ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich mit höchstem Engagement für die Versorgung einsetzen, sondern führt zwangsläufig auch zu Leistungskürzungen und einer Verschlechterung der Patientenversorgung, wie Hendges betonte.

Des Weiteren wies Hendges in seiner Rede auf eine zunehmende Tendenz zur Zentralisierung und Verstaatlichung des Gesundheitssystems hin, wie sie in den bereits verabschiedeten und geplanten Gesetzen der Ampel-Koalition erkennbar ist. Er forderte dringendes politisches Handeln, um der Ausbreitung versorgungsfremder Investoren entgegenzuwirken, Bürokratie abzubauen und die Digitalisierung praxisorientiert umzusetzen.

Hendges rief die gesamte Zahnärzteschaft dazu auf, gemeinsam mit Nachdruck gegen die derzeitige Entwicklung anzugehen und notwendige Änderungen herbeizuführen. Bewährte Strukturen dürften nicht weiter zerstört werden.

Die Vertreterversammlung der KZBV ist das wichtigste Selbstverwaltungsorgan der rund 63.000 Vertragszahnärzte in Deutschland. Als oberstes Entscheidungsgremium setzt sie sich für die Interessen der Zahnärzteschaft ein. Weitere Informationen zu den Reden des Vorstands und den Beschlüssen der Vertreterversammlung sind auf der Website der KZBV verfügbar.

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Die KZBV startete außerdem die Kampagne “Zähne zeigen”, um gemeinsam mit anderen zahnärztlichen Verbänden und Kammern die Patienten über die negativen Auswirkungen der Budgetierung auf die Patientenversorgung aufzuklären. Auf der Website zaehnezeigen.info werden die Folgen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes erläutert und dazu aufgerufen, sich direkt an politische Entscheidungsträger auf Landes- und Bundesebene zu wenden, um Veränderungen herbeizuführen.

Die KZBV betont in ihrer Pressemitteilung, dass eine auf kurzfristige Kosteneinsparungen ausgelegte Gesundheitspolitik keinen Nutzen für die Patientenversorgung bringt und dringend beendet werden muss.

Pressekontakt:
Christof Weingärtner
Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Vanessa Hönighaus
Stellv. Leiterin Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 030 – 280 179 27
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9 Antworten

    1. Das ist absoluter Unsinn! Parodontitistherapie ist entscheidend für die Mundgesundheit. Zahnbürstenverbot? Bist du verrückt? Ohne richtige Mundhygiene bekommt man Karies und verliert Zähne. Das ist keine kontroverse Meinung, das ist schlichtweg falsch!

  1. Ich verstehe nicht, warum wir für eine Parodontitistherapie kämpfen, wenn wir lieber Prävention fördern sollten?

    1. Das ist eine ziemlich kurzsichtige Sichtweise. Parodontitis ist eine ernsthafte Erkrankung, die unbehandelt zu Zahnverlust führen kann. Kariesvorsorge ist wichtig, aber vernachlässige nicht die Gesundheit deines Zahnfleisches.

  2. Diese Parodontitistherapie ist doch nur Geldverschwendung! Lieber präventiv handeln und Gesundheit fördern.

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