Leiharbeit darf nicht zur finanziellen Überforderung der Einrichtungen führen

Neue Maßnahmen zur Eindämmung der Leiharbeit in der Pflege stehen zur Prüfung durch den Bundesrat an. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) warnt vor den negativen Folgen dieses Systems und fordert eine vollständige Abschaffung. In einer aktuellen Mitteilung betont der Verbandspräsident Bernd Meurer, dass die Leiharbeit Millionenbeträge aus der Pflege abfließen lässt, ohne die Versorgung zu verbessern. Zudem belaste sie die Stammbesetzungen der Einrichtungen und führe zu einer finanziellen Überforderung. Sollte die Bundesregierung die Leiharbeit nicht vollständig stoppen, schlägt der Bundesrat einen Gehaltsdeckel für Zeitarbeitsfirmen vor, um eine Entlastung der Einrichtungen und der Pflegeversicherung zu ermöglichen. Die Details zu diesem aktuellen Thema werden im Folgenden näher beleuchtet.

Bremen (VBR). Bundesrat überprüft Maßnahmen zur Eindämmung von Leiharbeit in der Pflege

Berlin (ots) – Der Bundesrat hat heute eine Entscheidung zur Prüfung von Maßnahmen zur Eindämmung von Leiharbeit in der Pflege getroffen. Der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer, äußerte dazu: “Leiharbeit lässt Millionenbeträge aus der Pflege abfließen, ohne dass sich die Versorgung dadurch verbessert. Im Gegenteil: Die Leiharbeit macht den Alltag für die Stammbesetzungen der Einrichtungen unattraktiver und komplizierter.”

Meurer betonte weiterhin, dass der Einsatz von Leiharbeit nur gerechtfertigt sein sollte, um die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen sicherzustellen. Dabei dürfe die Nutzung von Leiharbeit nicht zu einer finanziellen Überforderung der Einrichtungen führen, indem Leiharbeitsfirmen die Notlage durch überhöhte Preise ausnutzen. Ein solches System sollte in der Pflege eigentlich nicht existieren.

Falls die Bundesregierung die Leiharbeit in der Pflege nicht vollständig stoppt, sieht Meurer den von Bundesrat vorgeschlagenen Gehaltsdeckel für Zeitarbeitsfirmen als schnellsten Weg, um die Einrichtungen zu entlasten und eine weitere finanzielle Überforderung der Pflegeversicherung zu verhindern.

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Die Entscheidung des Bundesrates zur Prüfung von Maßnahmen gegen die Leiharbeit in der Pflege wird als entscheidender Schritt angesehen, um dem Problem entgegenzuwirken. Durch die Einschränkung von Leiharbeit in der Pflege könnte die Qualität der Versorgung verbessert und die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen attraktiver gestaltet werden. Diese Maßnahmen könnten auch dazu beitragen, die finanzielle Belastung der Pflegeversicherung zu reduzieren.

Die Problematik der Leiharbeit in der Pflege betrifft nicht nur die betroffenen Organisationen und Einrichtungen, sondern hat auch Auswirkungen auf die Gesellschaft. Ein Mangel an fest angestelltem Personal und die hohe Abhängigkeit von Leiharbeit führen zu einer Unsicherheit in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Dies kann zu einer Verunsicherung bei den Betroffenen und deren Angehörigen führen und das Vertrauen in die Pflegeeinrichtungen schwächen.

Es ist daher wichtig, dass die Bundesregierung und die entsprechenden Verbände Maßnahmen ergreifen, um die Leiharbeit in der Pflege einzuschränken und alternative Lösungen zu finden. Dadurch kann die Pflegebranche gestärkt und die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen nachhaltig verbessert werden.

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Pressekontakt:
Für Rückfragen: Norbert Grote, bpa-Hauptgeschäftsführer, Tel.: 030/30 87 88 60, www.bpa.de

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