Groß- und Außenhandel: Auch 5. Tarifrunde in Schleswig-Holstein und …

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Lübeck, 7. November 2023 – Die Tarifverhandlungen für den Groß- und Außenhandel in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern treten in die fünfte Runde ein, ohne einen Abschluss zu erzielen. Der AGA Unternehmensverband zeigt erneute Kompromissbereitschaft und ist bereit, das bisherige Angebot zur Erhöhung der niedrigeren Einkommen anzupassen.

Kompromisslosigkeit auf beiden Seiten

Die Gewerkschaft Verdi bleibt jedoch beharrlich bei ihren Forderungen, was zu äußerst zähen Verhandlungen führt. Der AGA bietet eine Entgelterhöhung in zwei Stufen um insgesamt 8 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten an, jedoch wird dieser Vorschlag von Verdi abgelehnt. Die Gewerkschaft fordert stattdessen bei einer Laufzeit von 12 Monaten eine Tariferhöhung von 13 Prozent sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 250 Euro.

Ausblick und Hintergrundinformationen

Trotz der festgefahrenen Verhandlungssituation bekräftigt der AGA Unternehmensverband sein Bekenntnis zur Tarifautonomie und lotet weiterhin Möglichkeiten zur Einigung aus. Im schleswig-holsteinischen Groß- und Außenhandel sind rund 57.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 1.500 Auszubildende tätig, während es in Mecklenburg-Vorpommern etwa 15.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und rund 400 Auszubildende sind.

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Kontaktdaten

Für weitere Informationen steht Carolin Stehr, Leiterin Strategische Kommunikation des AGA Unternehmensverbandes, unter der Telefonnummer (040) 30801-154 oder per E-Mail unter carolin.stehr@aga.de zur Verfügung. Weitere Informationen sind auch auf der Website www.aga.de abrufbar.

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17 Antworten

  1. Eigentlich ist es schon Zeit für die Verhandlung 2024. Angepasst auf die Situation sollten nun 26 % gefordert werden bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten. 13% im Ersten Jahr ab 1.Mai 2023 und weitere 13% ab 1. Mai 2024. Eine Inflationsausgleichszahlung von 5000-6000 € sollte auch möglich sein. Gabs für Politiker ja auch… 2500 fürs Erste Jahr und 2500 fürs Zweite. Wie gestaffelt das aufteilt wird muss natürlich geklärt werden. Andere Gewerkschaften die deutlich unwichtiger sind wie zum Beispiel Metall oder unsere öffentlichen Verkehrsmittel die Versagen bekommen es doch auch hin… Von der Post will ich gar nicht anfangen. Der Handel sollte mal einen längeren Streik planen und das gebündelt alle Bundesländer gleichzeitig, alle Läden dicht machen für 3-4 Wochen mal schauen wie schnell dann eine Einigung erzielt werden kann. Dann sieht man das die Grundversorgung von Lebensmittel und Güter doch wichtig zu sein scheint. Aber wird ja eh nur alles künstlich klein gehalten so wie die Menschen auch 🙂

    1. Naja, jeder hat seine Prioritäten. Aber Tarifrunden sind für viele Arbeitnehmer von großer Bedeutung. Fußball ist nur ein Spiel, während es bei Gehaltsverhandlungen um ihre Existenzgrundlage geht. Aber jedem das Seine, nicht wahr?

    1. Sorry, aber deine Meinung finde ich ziemlich kurzsichtig. Tarifverhandlungen sind entscheidend, um faire Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung zu gewährleisten. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Würde und Respekt für die Arbeitnehmer.

    1. Na ja, ich finde deine Meinung ziemlich kurzsichtig. Tarifrunden sind wichtig, um faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne für alle zu gewährleisten. Ohne sie wären Arbeitnehmerrechte in Gefahr. Aber hey, jedem das Seine.

  2. Es ist mehr als traurig, dass sich verdi hier nicht ein stückweit bewegt.

    Ihnen muss doch klar sein, dass die Maximalforderung nicht erreichbar ist – also nach 5 Verhandlungsrunden immer noch darauf zu bestehen, ist unverständlich – man setzt doch immer hoch an, um Verhandlungsspielraum zu haben. So wie ich es mitbekommen habe, wäre die Arbeitgeberseite für eine Lohnerhöhung von 10% unter Umständen bereit. Ich wäre mit 10% ehrlich gesagt zufrieden, wenn es zu einer schnellen Einigung kommt und diese Anpassung noch für´s Weihnachtsgeld zieht.

    Mein Vorschlag wäre 10% Lohnerhöhung (6% dieses Jahr und 4% im kommenden), Laufzeit 18 Monate als Kompromiss und einen Inflationsaufgleich von 1500€ (gesplittet auf Abschlußmonat und Januar 2024). Damit sollten Alle zufrieden sein und das wäre ein gängiger Weg für beide Seiten – ohne das Gesicht zu verlieren.

    Je länger auf diesen noch fehlenden 3% rumgeritten wird, um so mehr Geld geht den Arbeitnehmern eigentlich verloren – prima wäre es doch, wenn noch was VOR Weihnachten im Geldbeutel ankäme. Je mehr weitere Nullrunden, um so verwässert werden die 3 Prozent, wie man noch mit Gewalt durchdrücken will.

    Also kommt, Freunde – reisst Euch beide mal zusammen und einigt euch endlich!

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