Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am 1. September 2023 mitteilte, hat die Bundesregierung wichtige Zukunftsentscheidungen erneut aufgeschoben. Die Mitglieder der Allianz pro Brückenstrompreis bewerten die Ergebnisse der Klausurtagung in Meseberg als enttäuschend. Die Allianz fordert die Bundesregierung daher auf, schnell einen zeitlich befristeten Brückenstrompreis zu beschließen, da Investitionsentscheidungen entweder unmittelbar bevorstehen oder ausbleiben. Jede weitere Verzögerung wäre für viele Unternehmen zu spät. Es steht viel auf dem Spiel: Die Wettbewerbsfähigkeit geht verloren, die grüne Transformation ist gefährdet und Arbeitsplätze sind bedroht. Die gesamte industrielle Wertschöpfungskette in Europa droht nachhaltig geschädigt zu werden. Ohne einen Brückenstrompreis ab dem 1. Januar 2024 sind weiterhin Arbeitsplätze und ganze Standorte gefährdet.
Die Allianz pro Brückenstrompreis, ein Zusammenschluss aus Verbänden und Industriegewerkschaften der energieintensiven Industrien, plant, ihre Kräfte zu bündeln und den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Die Allianz vertritt insgesamt 1,1 Millionen Beschäftigte in 8.000 energieintensiven Betrieben.
Vertreter der Allianz pro Brückenstrompreis äußerten sich ebenfalls zu den Ergebnissen der Klausurtagung. Die Mitglieder fordern von der Bundesregierung, sich intensiv mit dem Thema Stromkosten auseinanderzusetzen und Maßnahmen zur Sicherstellung eines wettbewerbsfähigen Strompreises einzuleiten, um die Abwanderung industrieller Wertschöpfung zu verhindern. Sie betonen, dass Meseberg den Weg für wettbewerbsfähige Strompreise hätte ebnen können und dass eine weitere Schwächung der energieintensiven Industrien dringend vermieden werden muss. Die Unsicherheit, mit der Beschäftigte und Unternehmen konfrontiert sind, wird als grob fahrlässig bezeichnet.
Die Vertreter der Allianz pro Brückenstrompreis betonen zudem, dass es dringend notwendig ist, ein klares Zeichen für den Industriestandort Deutschland zu setzen. Sie fordern einen Brückenstrompreis für die energieintensive Industrie und eine Beibehaltung des Spitzenausgleichs bei der Stromsteuer. Für die Glasindustrie ist es bereits “5 vor 12” und sie benötigt kurzfristig einen Brückenstrompreis, um die aktuelle Krise zu bewältigen und die Transformation voranzutreiben. Langfristige Maßnahmen sind zwar begrüßenswert, aber die Unterstützung wird jetzt benötigt, da ein Brückenstrompreis sofortige Wirkung entfalten würde und den Unternehmen die Entscheidung für Investitionen in eine klimaneutrale Zukunft erleichtern würde.
Der DGB fordert die Bundesregierung auf, entschiedene Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die industrielle Produktion im Land zu erhalten. Ein vergünstigter Industriestrompreis, der gute Arbeit, Wertschöpfung und Transformation fördert, sollte schnellstmöglich eingeführt werden, um die Zeit bis zum ausreichenden Ausbau regenerativer Energien zu überbrücken. Eine weitere Verzögerung wäre laut DGB unverantwortlich, da zu viel auf dem Spiel steht.
Auch die Wirtschaftsvereinigung Stahl betont, dass eine weitere Schwächung der energieintensiven Industrie dringend vermieden werden muss, da die Stahlindustrie einen erheblichen Beitrag zur klimaneutralen Zukunft leisten kann. Die Unternehmen müssen wettbewerbsfähig sein, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, und der Strompreis spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Politische Maßnahmen zur Abpufferung der hohen Stromkosten sind daher notwendig und sollten schnell umgesetzt werden.
Quelle: Brückenstrompreis: Später ist zu spät – Wir brauchen jetzt eine Entscheidung
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4 Antworten
Haha, Energiewende? Was für ein Quatsch! Lasst uns lieber auf Atomkraft setzen!
Also ich finde, wir sollten einfach alle aufhören Strom zu benutzen. Problem gelöst!
Ich finde es lächerlich, dass wir überhaupt über Brückenstrompreise diskutieren. Energiewende ist ein Witz!
Sorry, aber das ist einfach nur ignorant. Die Energiewende ist eine wichtige Maßnahme, um unsere Umwelt zu schützen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Brückenstrompreise sind Teil dieses Prozesses. Informiere dich besser, bevor du solche Kommentare abgibst.