Düsseldorfer Tabelle 2024 verschlechtert finanzielle Situation: Unterhaltspflichtige in Bedrängnis

Die geplante Aktualisierung der Düsseldorfer Tabelle zum 1. Januar 2024 sorgt erneut für Unmut bei Unterhaltspflichtigen. Der Mindestunterhalt für Kinder steigt um weitere 9%, während der Selbstbehalt für die Unterhaltsschuldner nur leicht angehoben wird. Kritiker bemängeln, dass das Geld oft nicht wirklich bei den Kindern ankommt und fordern eine grundlegende Änderung des Systems. Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht - ISUV weist auf die steigende Abhängigkeit der Tabelle vom Sozial- und Steuerrecht hin und fordert eine Neuregelung des Kindesunterhalts. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, welche Veränderungen die aktualisierte Düsseldorfer Tabelle mit sich bringt und wie der ISUV für eine angemessene Verteilung der Geldmittel kämpft.

Bremen (VBR). Die aktualisierte Düsseldorfer Tabelle (DTB) sorgt erneut für Unmut bei Unterhaltspflichtigen. Ab dem 1. Januar 2024 tritt die neue Tabelle in Kraft und bringt für Trennungsfamilien weitere finanzielle Belastungen mit sich. Insbesondere die Mittelschicht, die knapp über dem Mindestlohn verdient, sieht sich vor große Herausforderungen gestellt. Viele Unterhaltspflichtige äußern ihre Kritik im Forum des Interessenverbandes Unterhalt u. Familienrecht – ISUV.

Der Mindestunterhalt für Kinder der mittleren Altersgruppe steigt um weitere 9 Prozent auf 551 Euro. Im Vorjahr war er bereits um mehr als 10 Prozent angehoben worden. Dieser stetige Anstieg des Unterhalts sorgt für Unverständnis und Kopfschütteln bei vielen Betroffenen. Melanie Ulbrich, die Vorsitzende des ISUV e.V., erklärt dazu: “Der Unterhalt wird in der DTB ständig weiter nach oben getrieben. Die jüngste Erhöhung um 9% zeigt, dass die Abhängigkeit der DTB vom Sozial- und Steuerrecht grundlegend falsch ist, weil dies politisch bestimmte Standards sind. Fakt ist und daran kommt niemand vorbei, es kann nur das verteilt werden, was in der Trennungsfamilie an Geldmitteln vorhanden ist. Hieran hat sich die Höhe des Kindesunterhalts zu orientieren.”

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Die Düsseldorfer Tabelle dient seit Jahrzehnten als Maßstab für die Festlegung des Kindesunterhalts. Obwohl sie kein Gesetz ist, halten sich Familiengerichte und Jugendämter sklavisch daran. In den letzten Jahren hat sich die Tabelle jedoch immer weiter von den sozialen Lagen der Trennungsfamilien entfernt. Die kritisierte Schieflage wurde mit der aktuellen Aktualisierung nicht behoben. Der geforderte Unterhalt verliert immer mehr den Bezug zum tatsächlich zur Verfügung stehenden Geld der Trennungsfamilie.

Neben dem Anstieg des Mindestunterhalts gibt es nur geringfügige Veränderungen in der Tabelle. Die unterste Gehaltsstufe wird von 1.900 Euro auf 2.100 Euro angehoben, was bei den Unterhaltsschuldnern zu einer minimalen Entlastung führt. Jedoch bleibt die grundlegende Problematik der Tabelle bestehen.

Der ISUV fordert daher eine umfassende Unterhaltsrechtsreform. Die Düsseldorfer Tabelle soll durch eine neue gesetzliche Regelung ersetzt werden, die die Verteilung der finanziellen Mittel in Trennungsfamilien prozentual festlegt. Dabei soll das Einkommen beider Trennungseltern berücksichtigt werden, nicht nur das eines Einkommensschuldners. Kindern und ehemaligen Ehepartnern soll ein fester Prozentsatz der vorhandenen Mittel zustehen, während den Schuldnern ein angemessener Selbstbehalt verbleibt.

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Die ISUV-Vorsitzende Melanie Ulbrich betont die Bedeutung einer Reform des Unterhaltsrechts und fordert eine Ausrichtung am realen Einkommen der Betroffenen: “Es wird Zeit, dass der Kindesunterhalt endlich an realen Einkommen und nicht an politisch gelenkten Bedarfen des Sozial- und Steuerrechts einseitig ausgerichtet wird.”

Der Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht – ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit verbundenen Fragen und Problemen betroffen sind. Als unabhängige Organisation setzt sich der ISUV für eine gerechte und transparente Regelung des Unterhaltsrechts ein.

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