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DOSB und Jugendverbände treten aus „Bündnis für die junge Generation“ aus

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DOSB und Jugendverbände treten aus dem Bündnis für die junge Generation aus
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Arbeitsgemeinschaften treten aus „Bündnis für die junge Generation“ aus

Am Donnerstag haben sechs bedeutende Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe in einem gemeinsamen Brief an Bundesjugendministerin Lisa Paus ihren Austritt aus dem „Bündnis für die junge Generation“ erklärt. Die Träger der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), der Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit (BAG OKJA), der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), der Deutschen Sportjugend (dsj) und der Gemeinsamen Initiative der Träger Politischer Jugendbildung (GEMINI) reagieren damit auf geplante Kürzungen bei der Kinder- und Jugendarbeit im Bundeshaushalt. Das Bündnis habe es bisher versäumt, den Belangen junger Menschen ausreichend Priorität einzuräumen, so Stefan Raid, 1. Vorsitzender der Deutschen Sportjugend.

Der Austritt der sechs genannten Organisationen ist jedoch nicht der einzige. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und mehrere Jugendverbände haben ihre Vertreter*innen aus dem „Bündnis für die junge Generation“ zurückgezogen. DOSB-Präsident Thomas Weikert betont, dass ein solches Bündnis nur dann einen Mehrwert biete, wenn es seine Zusagen auch einhalte. Die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt bei der Jugendarbeit und den Freiwilligendiensten seien jedoch ein Widerspruch zu den Zielen des Bündnisses.

Seit der Gründung im Dezember 2022 hatte das „Bündnis für die junge Generation“ keine spürbare Wirkung entfaltet. Trotz prominenter Unterstützung aus Medien, Kultur, Wissenschaft und Politik seien die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht ausreichend berücksichtigt worden. Die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt sind ein weiteres Zeichen für die fehlende Priorisierung der Kinder- und Jugendpolitik.

Die Träger der Kinder- und Jugendhilfe wollen weiterhin konstruktiv mit dem Bundesjugendministerium zusammenarbeiten und hoffen auf eine echte Koalition aller relevanten Akteur*innen, die sich für die Belange junger Menschen einsetzt.

Das „Bündnis für die junge Generation“ wurde im Dezember 2022 von Bundesjugendministerin Lisa Paus gegründet, um die Anliegen junger Menschen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Es sollte ein Netzwerk schaffen, das im gesellschaftlichen und politischen Diskurs für Veränderungen sorgt. Weitere Informationen über das Bündnis sind auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu finden.

Der Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) ist die wichtigste Finanzierungsquelle für jugendpolitische Maßnahmen auf Bundesebene. Im Jahr 2023 stehen dem KJP 239,1 Millionen Euro zur Verfügung. Der Regierungsentwurf für 2024 sieht jedoch eine Kürzung um 19% auf 194,5 Millionen Euro vor.

Die Entscheidung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), der Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit (BAG OKJA), der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), der Deutschen Sportjugend (dsj) und der Gemeinsamen Initiative der Träger Politischer Jugendbildung (GEMINI) aus dem „Bündnis für die junge Generation“ auszutreten, zeigt, dass die Belange junger Menschen in der aktuellen politischen Landschaft nicht ausreichend Beachtung finden. Es bleibt abzuwarten, wie das Bundesjugendministerium auf diese Kritik reagieren wird und ob es in Zukunft gelingt, eine echte Koalition für junge Menschen zu schaffen, die sich für ihre Interessen und Bedürfnisse einsetzt. (Quelle: DOSB, dsj)

Quelle: Der Deutsche Olympische Sportbund

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