Chance auf Stärkung des Filmstandorts Deutschland vorerst nicht genutzt – Privatmedien kritisieren unausgewogene Vorschläge

Berliner Verband privater Medien sieht Vorschläge der BKM kritisch: Privatmedienanbieter fühlen sich bei Gesetzesentwurf zur Förderung des Films nicht ausreichend berücksichtigt. Die geplante Investitionsverpflichtung und die Einführung von Subquoten könnten zu einer Gefährdung der Vielfalt führen. VAUNET fordert stattdessen ein intelligentes Steueranreizmodell. Zudem wird vor Belastungen für Rundfunkanbieter gewarnt. Der Verband setzt sich für die Interessen und die wirtschaftliche Bedeutung der audiovisuellen Medienbranche ein.

Bremen (VBR). Berlin (ots) – Der Spitzenverband der privaten audiovisuellen Medien in Deutschland, VAUNET, hat die Vorschläge der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) kritisiert. Die vorgestellten Entwürfe seien unausgewogen und berücksichtigten die Anliegen der privaten Medienanbieter nicht ausreichend, hieß es in einer Pressemitteilung.

Besonders auf Sender- und Streaming-Seite bestehe die Gefahr einer Einschränkung der Vielfalt, wenn Anbieter ihre Investitionen in einem hochintensiven Wettbewerbsmarkt nicht mehr wirtschaftlich nachhaltig gestalten könnten. VAUNET schlug stattdessen vor, den Markt durch ein intelligentes Steueranreizmodell zu gestalten. Die geplante Kombination mit einer hohen Investitionsverpflichtung und zahlreichen Unterkontingenten für Kinofilme, unabhängige Produktionen oder Rechteteilung greife tief in die Angebotshoheit der betroffenen Anbieter ein und bringe den Filmstandort Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern nicht voran.

VAUNET betonte, dass die Ausrichtung der Angebote der privaten Medienanbieter stets nach den Wünschen der Zuschauer und Nutzer erfolge. Eine Investitionslenkung mit mehr Bürokratie und Regulierung sei kontraproduktiv und ignoriere die Marktrealitäten. Das Risiko, gute Ideen durch die Investitionsverpflichtung zu ersticken, müsse im weiteren Gesetzgebungsverfahren ausgeräumt werden.

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Des Weiteren sprach sich VAUNET gegen zusätzliche Belastungen der Rundfunkanbieter aus, welche die eigene Finanzierung von steuerbegünstigten Filmprojekten begrenzen oder die effektive Medialeistung zur Bewerbung von Kinofilmen abschaffen würden.

VAUNET ist ein Verband, der die Interessen der privaten audiovisuellen Medien in Deutschland vertritt. Er besteht aus rund 160 Mitgliedern, die TV-, Radio-, Web- und Streamingangebote betreiben. Der Verband engagiert sich auf nationaler sowie europäischer Ebene für die Entwicklung der audiovisuellen Medien und strebt eine hohe Akzeptanz für die Belange der Branche an. Zudem möchte er die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der Branche im digitalen Zeitalter ins Bewusstsein rücken.

Pressekontakt:
Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T: +49 30 3 98 80-101, E: hs@schultz-kommunikation.com

VAUNET – Verband Privater Medien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles – Büro Brüssel
T: +49 30 3 98 80-0, F: +49 30 3 98 80-148
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