Filmförderung in Deutschland: Private Medien kritisieren Medienregulierung und fordern Steueranreizmodell

VAUNET, der rund 160 private TV-, Radio-, Web- und Streaminganbieter vertritt, kritisiert das Reformpaket der Bundesregierung scharf: Es verpflichte Anbieter zu hohen Investitionen und starren Kontingenten für Kinofilme, unabhängige Produktionen und Rechteverteilung, wodurch ihre Angebotshoheit eingeschränkt und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit gefährdet werde. Statt strenger Regulierung schlägt der Verband ein intelligentes Steueranreizmodell vor, das Investitionen gezielt fördert und zusätzliche Bürokratie – etwa durch Einschränkungen steuerbegünstigter Filmfinanzierungen oder die Abschaffung effektiver Medialeistung bei Filmwerbung – vermeidet. Entscheidend bleibe, die Programmgestaltung konsequent an den Wünschen der Zuschauer auszurichten, um die Vielfalt im hart umkämpften Medienmarkt zu erhalten.
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– VAUNET kritisiert das BKM-Reformpaket als unausgewogen: hohe Investitionsverpflichtungen und Unterkontingente für Kinofilme, unabhängige Produktionen und Rechteteilung beschränken die Angebotshoheit, mindern Vielfalt und gefährden die wirtschaftliche Nachhaltigkeit privater Anbieter.
– Statt zusätzlicher Regulierung setzt der Verband Privater Medien auf ein intelligentes Steueranreizmodell, das gezielte Investitionen fördert, bürokratische Hürden abbaut und die Programmgestaltung an den Wünschen der Zuschauer orientiert, während Maßnahmen wie Einschränkungen steuerbegünstigter Filmfinanzierungen oder Abschaffung der Medialeistung bei Filmwerbung abgelehnt werden.
– Ein Blick auf europäische Modelle zeigt die Wirksamkeit flexibler steuerlicher Anreize (z. B. Spanien) im Gegensatz zu festen Quoten (z. B. Frankreich), weshalb eine flexible Steueranreizlösung als zukunftsfähiger Ansatz zur Förderung lokaler Produktionen ohne Marktverzerrung empfohlen wird.

VAUNET kritisiert Reformpaket der Bundesregierung für Kultur und Medien

VAUNET stellt sich klar an die Seite privater Medienanbieter und lehnt das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vorgestellte Reformpaket ab. Das Konzept zwinge zu einer Kombination aus hoher Investitionsverpflichtung und zahlreichen Unterkontingenten, beispielsweise für Kinofilme, unabhängige Produktionen oder Rechteteilung. Nach Ansicht des Verbands greifen diese Vorgaben tief in die Angebotshoheit der Anbieter ein und gefährden die wirtschaftliche Nachhaltigkeit in einem hart umkämpften Wettbewerbsmarkt. Statt auf strenge Regulierungen setzt VAUNET auf ein intelligentes Steueranreizmodell, das Investitionen gezielt fördern soll. Geplante Regulierungsmaßnahmen, die zusätzliche Bürokratie verursachen würden – wie die Einschränkung steuerbegünstigter Filmfinanzierungen oder die Abschaffung effektiver Medialeistung bei Filmwerbung – würden nach Auffassung des Verbands gute Ideen ersticken. Für VAUNET ist entscheidend, die Programmgestaltung konsequent an den Wünschen der Zuschauer und Nutzer auszurichten, um so die Vielfalt im Angebot zu erhalten. Der Verband Privater Medien, der rund 160 TV-, Radio-, Web- und Streaminganbieter in Deutschland vertritt, engagiert sich sowohl national als auch europäisch für die Interessen der Branche und hebt ihre gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung hervor.

Medienregulierung: Vielfalt, Innovation und die Zukunft der Filmförderung in Deutschland

Filmförderung und regulatorische Maßnahmen spielen eine zentrale Rolle für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen rund um den Filmstandort Deutschland. Sie beeinflussen maßgeblich, wie vielfältig das Angebot ist, wie innovativ Produktionen gestaltet werden können und wie viele Arbeitsplätze in der Branche gesichert werden. Eine stärkere Regulierung kann dabei sowohl Chancen als auch Risiken bergen: Einerseits kann sie die Qualität und Vielfalt der Filmproduktionen sichern und öffentliche Interessen schützen. Andererseits besteht die Gefahr, dass zu rigide Vorgaben Innovationsprozesse hemmen und Investitionen in kreative Projekte erschweren.

Ein Blick auf internationale Modelle zeigt verschiedene Ansätze, wie Länder die Filmbranche unterstützen und zugleich attraktiv für Investitionen bleiben. Besonders flexible steuerliche Anreize haben sich vielfach bewährt, um sowohl ein breites Angebot an Inhalten zu fördern als auch private Investoren anzuziehen. Hierbei entstehen oft positive Effekte für das lokale Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung. Zugleich müssen solche Modelle so gestaltet sein, dass sie nicht zulasten der kulturellen Vielfalt gehen und wirklich nachhaltige Impulse setzen.

Wie andere Länder Vielfalt und Investitionen fördern

Viele Länder setzen auf steuerliche Förderprogramme, die gezielt Investoren ansprechen und gleichzeitig einen breiten Markt mit diversen Filmangeboten gewährleisten. Diese Modelle zeichnen sich durch eine gewisse Flexibilität aus, die es Produzent*innen erlaubt, innovative und unterschiedliche Projekte umzusetzen. Durch diese Ausgestaltung wird nicht nur die Branche gestärkt, sondern auch die wirtschaftliche Relevanz des Filmsektors als Arbeitgeber und Standortfaktor erhöht.

Zukunftsperspektiven für den Filmstandort Deutschland

Vor diesem Hintergrund stehen politische Entscheidungsträger vor der Herausforderung, die Balance zwischen Regulierung und Förderung zu finden. Die Zukunft des Filmstandorts Deutschland wird davon abhängen, wie gelungen es gelingt, die Vielfalt der Filmangebote zu erhalten, Innovationen zu ermöglichen und gleichzeitig wirtschaftliche Stabilität zu schaffen. Die Frage, wie filmwirtschaftliche Rahmenbedingungen weiter flexibilisiert werden können, stellt sich dabei ebenso wie die Überlegung, welche neue Impulse durch gezielte Förderungen gesetzt werden sollten. Es gilt, Arbeitsplätze zu sichern, kreative Potentiale auszuschöpfen und Deutschland als attraktiven Filmstandort zu positionieren.

Original-Content von: VAUNET – Verband Privater Medien, übermittelt durch news aktuell


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Chance auf Stärkung des Filmstandorts Deutschland vorerst nicht genutzt – Vorschläge …

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