AOK präsentiert neues Konzept für sektorenunabhängige Versorgung: Gesundheitsregionen stärken ambulante Gesundheitsversorgung

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Angesichts leerer Hausarztpraxen, überfüllter Notaufnahmen und Nachwuchsproblemen in der ambulanten Versorgung hat der AOK-Bundesverband das Positionspapier „Gesundheitsregionen: Sektorenunabhängige Versorgung gestalten“ vorgelegt. Darin fordert er einen flexiblen Rechtsrahmen, der Gesundheitsregionen und Primärversorgungszentren als dezentrale, sektorenübergreifende Anlaufstellen einbindet und alle regionalen Akteure zu Vertragspartnern macht. Ziel ist es, 70 Prozent der regionalen Versorgungsstrukturen in die Regelversorgung zu integrieren und so die lokale Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken.

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– Gesetzesentwürfe streichen innovative Gesundheitsregionen und Primärversorgungszentren.
– AOK-Papier fordert RegioSV-Vertragsrahmen für regionale sektorenübergreifende Versorgung.
– RegioSV ermöglicht dezentrale interprofessionelle Primärversorgungszentren und 70 % Marktabdeckung.

Gesundheitsversorgung vor Ort stärken: Wege aus der Krise der ambulanten Versorgung

Die ambulante Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen, die sich durch lange Wartelisten, überfüllte Notaufnahmen und einen Mangel an attraktiven Angeboten für den ärztlichen Nachwuchs zeigen. Dabei sind innovative Ansätze, etwa die Entwicklung von Gesundheitsregionen und Primärversorgungszentren zur sektorenunabhängigen Versorgung, derzeit aus den Gesetzgebungsverfahren gestrichen worden – obwohl sie dringend benötigt würden.

Der AOK-Bundesverband macht in seinem Positionspapier „Gesundheitsregionen: Sektorenunabhängige Versorgung gestalten“ deutlich, wie die Kommunen gestärkt werden könnten. „Das Ziel müsse es sein, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die dezentrale und flexible Lösungen vor Ort ermöglichen und somit eine verlässliche Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.“ Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die schaffung eines flexiblen Rechtsrahmens: „Ein flexibler Rechtsrahmen könnte bedeuten, dass alle wichtigen regionalen Akteure zu Vertragspartnern werden und somit eine Marktabdeckung von 70 Prozent erreichen, wodurch diese Versorgungsverträge Teil der Regelversorgung werden könnten.“

Das vom AOK-Bundesverband entwickelte RegioSV-Konzept sieht vor, nicht nur bestehende Versorgungsstrukturen einzubeziehen, sondern auch neue, interprofessionelle Primärversorgungszentren zu unterstützen und auf diese Weise die regionale Versorgung maßgeblich zu verbessern. „Das AOK-RegioSV-Konzept soll nicht nur an bestehende Versorgungsstrukturen anschlussfähig sein, sondern auch neue Versorgungselemente wie interprofessionelle Primärversorgungszentren unterstützen und die regionale Versorgung insgesamt verbessern.“

Damit positioniert sich der Verband klar gegen Überregulierung und für mehr Gestaltungsspielraum bei der gesundheitlichen Versorgung vor Ort: „Damit positioniert sich der AOK-Bundesverband deutlich gegen den Trend der Überregulierung und für mehr lokale Gestaltungsfreiheit im Gesundheitswesen.“ Neue gesetzliche Weichen sollen helfen, die ambulante Versorgung langfristig zu sichern und den heutigen Herausforderungen effektiv zu begegnen.

Weitere Details zum Konzept sind online verfügbar: AOK präsentiert Konzept zur sektorenunabhängigen Gesundheitsversorgung .

Wie lokale Modelle die Gesundheitsversorgung grundlegend verändern könnten

Das deutsche Gesundheitssystem steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: Lange Wartezeiten, überlastete Fachärzte und ein spürbarer Mangel an ärztlichem Nachwuchs erschweren eine flächendeckende und zeitnahe Versorgung. Diese strukturellen Defizite führen dazu, dass viele Patientinnen und Patienten oft weite Wege zur Behandlung in Kauf nehmen müssen – ein Zustand, der gerade in ländlichen Regionen die gesundheitliche Versorgung verschlechtert. Vor diesem Hintergrund gewinnen regionale, sektorenübergreifende Versorgungsmodelle zunehmend an Bedeutung.

Das Konzept des RegioSV-Modells setzt hier an und bietet einen möglichen Ausweg. Indem es die Versorgung auf lokaler Ebene neu organisiert, bündelt es Ressourcen und Kompetenzen verschiedener Gesundheitsakteure – von Hausärzten über Spezialisten bis zu ambulanten Diensten – und schafft so eine integrierte Versorgung. Diese regionalen Ansätze sind nicht nur national relevant, sondern fügen sich auch in internationale Entwicklungen ein, die zeigen, wie durch flexible Gesundheitsmodelle bessere Ergebnisse für Patienten erzielt werden können.

Neue Wege in der Regionalversorgung

Die Verknüpfung von ambulanten und stationären Leistungen in einer gemeinschaftlichen Infrastruktur kann die ärztliche Versorgung näher an den Wohnort der Menschen rücken. Für Betroffene bedeutet das konkret:

  • Kürzere Wartezeiten auf Termine und Behandlungen
  • Gesteigerte Versorgungsnähe, besonders in bislang unterversorgten Gebieten
  • Eine bessere Einbindung von regionalem Nachwuchs durch attraktive Arbeitsbedingungen und teamorientierte Versorgungsstrukturen

Sind flexible Gesundheitsmodelle die Zukunft?

Im internationalen Vergleich lassen sich Beispiele finden, wie nachhaltige Lösungen gestaltet werden können: Länder mit gut funktionierenden lokalen Versorgungsnetzwerken zeigen, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Versorgungssektoren nicht nur ökonomisch sinnvoll ist, sondern vor allem die Versorgungssicherheit erhöht. Im Dialog zwischen Politik, Gesundheitswirtschaft und Gesellschaft wird es darauf ankommen, diese Konzepte auch hierzulande weiterzuentwickeln und zu etablieren.

Die gesellschaftlichen Folgen eines solchen Wandels sind weitreichend: Neben einer besseren Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger kann auch die kommunale Entwicklung profitieren, wenn Gesundheitsangebote vor Ort bleiben und gestärkt werden.

Denkbare Vorteile und Risiken regionaler Versorgungsmodelle lassen sich so zusammenfassen:

  • Vorteile:

    • Verbesserte Erreichbarkeit und schnellere Behandlungszeiten
    • Stärkung des lokalen Gesundheitssystems und Erhalt von Fachkräften
    • Erhöhte Patientenzufriedenheit durch koordinierte Versorgung
  • Risiken:

    • Erhöhter Koordinationsaufwand und komplexere Organisationsstrukturen
    • Mögliche finanzielle Belastungen für Kommunen und Leistungserbringer
    • Gefahr von Versorgungsdisparitäten bei ungleicher Ressourcenausstattung

Insgesamt zeichnet sich ab, dass lokale und vernetzte Versorgungsmodelle die Versorgung revolutionieren könnten, wenn sie politisch unterstützt und gesellschaftlich getragen werden. Die laufende Debatte wird zeigen, wie flexibel und nachhaltig das deutsche Gesundheitssystem auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren kann.


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