– ProVeg-Studie auf Internorga Hamburg (11. März 2024) dokumentiert Wachstum pflanzenbasierter Restaurantangebote
– Mexikanische Kette Enchilada führt Ranking 2024 mit pflanzenbasierten Tacos, Burritos und Fajitas an
– Flexitarier (rund 50 % der Deutschen) treiben pflanzliche Angebote in Systemgastronomie voran
ProVeg-Ranking 2024: Neues Gesicht der pflanzlichen Systemgastronomie in Deutschland
Das kulinarische Landschaftsbild in Deutschland zeigt ein zunehmend vielseitiges Antlitz, geprägt durch eine wachsende Zahl an Restaurantketten, die pflanzliche Gerichte in ihre Speisekarten integrieren. Dieser Wandel spiegelt nicht nur die sich verändernden Verbraucherpräferenzen wider, sondern zollt auch den Bemühungen um eine nachhaltigere Ernährung Anerkennung. Die dynamische Entwicklung wurde eindrucksvoll in einer Studie dokumentiert, die ProVeg in Kooperation mit dem Branchenmagazin „foodservice“ durchgeführt hat. Die Ergebnisse wurden am 11. März 2024 während der Internorga in Hamburg, einer internationalen Leitmesse für die Gastronomie, vorgestellt.
An der Spitze des diesjährigen Rankings steht überraschend die mexikanische Restaurantkette Enchilada. Bekannt für klassisch fleischlastige Gerichte wie Tacos, Burritos und Fajitas, zeigt der Betrieb, wie vielfältig und funktional pflanzliche Varianten umgesetzt werden können. „Enchilada ist der Nachweis: Pflanzliche Gerichte funktionieren in jeder kulinarischen Richtung problemlos“ – dieser Satz bringt die Kernbotschaft prägnant auf den Punkt und verdeutlicht die Chancen für Gastronomiebetriebe, sich breiter aufzustellen und einer diversifizierten Kundschaft gerecht zu werden.
Die Studie verfolgt das Ziel, den Wandel in der Systemgastronomie im Hinblick auf pflanzliche Angebote zu beleuchten. Seit der Erstauflage des Rankings im Jahr 2018 lässt sich eine erkennbare Abnahme des Fleischkonsums in Deutschland beobachten, begleitet von einem wachsenden Bewusstsein für Fleischreduktion. „Mit dem Ranking wollen wir unmissverständlich zeigen, was für ein großes pflanzbasiertes Angebot 2024 in der Systemgastronomie möglich und nötig ist“, heißt es dazu aus dem ProVeg-Team. Besonders angesprochen werden dabei Flexitarier, deren Anteil in der deutschen Bevölkerung aktuell bei rund 50 Prozent liegt.
Ein weiterer bemerkenswerter Akzent der aktuellen Bewertung liegt auf der Innovationskraft der Gastronomie-Branche: So hat es mit „The Ash“, einem Steakhaus, das sich stark auf pflanzenbasierte Gerichte konzentriert, erstmals ein solcher Betrieb in die Top 10 geschafft. Dieses Novum unterstreicht, dass die Umstellung auf pflanzliche Gerichte weit mehr als ein Trend ist. Sie reagiert auf das wachsende Bewusstsein für die ökologischen und gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung und zeigt, dass alternative Proteine als Katalysator für vielfältige Speiseoptionen dienen – vom Starter bis zum Dessert.
Restaurantketten, die ihr Angebot kontinuierlich weiterentwickeln und zunehmend auf eine diversifizierte Kundschaft eingehen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Ernährungswende und sichern sich zugleich einen Wettbewerbsvorteil. Die Ergebnisse von ProVeg und „foodservice“ liefern wertvolle Einblicke in diese Entwicklung und ermutigen die Gastronomiebetriebe, den Weg der kulinarischen Vielfalt weiter zu beschreiten.
Warum pflanzliche Küche in der Systemgastronomie Zukunft hat
Die Systemgastronomie steht vor einem grundlegenden Wandel, angetrieben durch die wachsende Bedeutung pflanzlicher Gerichte. Insbesondere Flexitarier prägen diese Entwicklung maßgeblich: Immer mehr Menschen reduzieren ihren Fleischkonsum bewusst, ohne auf Genuss zu verzichten. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach abwechslungsreichen, pflanzenbasierten Angeboten, die sowohl gesund als auch nachhaltig sind.
Restaurants profitieren von dieser Entwicklung auf gleich mehreren Ebenen. Wirtschaftlich eröffnet die Integration pflanzlicher Speisen neue Kundengruppen und damit Umsatzpotenziale. Kulturell stärkt sie das Image als innovativer und umweltbewusster Anbieter. Die steigende Sensibilität für Nachhaltigkeit und Gesundheitstrends gibt Restaurants die Möglichkeit, ihre Speisekarten zukunftsfähig zu gestalten und sich so von der Konkurrenz abzuheben. Gleichzeitig fördert die Flexibilität bei der Menügestaltung die Kreativität und treibt Innovationen in der Branche voran.
Gesellschaftliche Veränderungen wirken dabei als starke Treiber:
- Das Bewusstsein für ökologische Auswirkungen der Ernährung steigt
- Die Nachfrage nach bewusster, gesunder Ernährung nimmt zu
- Neue Essgewohnheiten verändern nachhaltige Konsumpraktiken
- Flexibilität in der Ernährung gilt als Ausdruck eines modernen Lebensstils
Diese Impulse führen zu einer grundlegenden Veränderung der Esskultur, in der pflanzliche Küche nicht nur Nische, sondern zunehmend Standard wird. Das eröffnet der Systemgastronomie vielfältige Chancen, sich als Vorreiter in einem zukunftsorientierten Markt zu positionieren.
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Viel Dynamik im ProVeg-Ranking der Restaurantketten – Von Mexikanisch bis Steakhaus: …
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