Digitale und analoge Präsenz steigern: Wie Vereine und Verbände ihre Sichtbarkeit erhöhen

Digitale Kommunikation für Vereine – Tipps und Tricks für mehr Sichtbarkeit
Inhaltsübersicht

Ein Verein lebt und fällt mit seinen Mitgliedern und ist zugleich auch immer mehr als nur die Summe seiner Teiler. Insbesondere in den letzten Jahren erlebten viele Vereine dabei ein regelrechtes Ausdünnen ihres Mitgliederstammes. Eine Ursache hierfür liegt in der Konkurrenz, die durch kommerzielle Angebote aufkommt. So leiden etwa Sportvereine unter der zunehmenden Popularität von Fitnessstudios. Dadurch verschwinden nicht nur soziale Räume des Zusammenfindens, sondern auch ganze vereinliche Existenzen sehen sich bedroht. Umso wichtiger ist es gegenwärtig für Vereine aller Art, Präsenz zu zeigen und auf ihre Angebote aufmerksam zu machen.

Konventionelle und unkonventionelle Wege gehen: Sichtbarkeit auf allen Kanälen?

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Eine geeignete Vorgehensweise für eine erhöhte Sichtbarkeit von Vereinen ist in vielen Fällen eine wesentlich komplexere Frage als erwartet. Naheliegend ist hier erstmal die Strategie “Viel bringt viel”. Die Präsenz nach außen wird auf alle erdenklichen Wege quantifiziert und beansprucht dadurch einen enormen Ressourcenaufwand. Dies ist allerdings nicht immer notwendig oder gar zielführend. Gerade weil die pure Masse an Möglichkeiten zur Sichtbarkeitssteigerung sehr viel zeitliche und finanzielle Mittel in Anspruch nehmen kann, ist es besonders für die Anfänge ratsamer, eine sparsame Strategie zu fahren.

Vereine können so ziemlich jede erdenkliche Natur annehmen: Sportvereine, Musikvereine, gemeinnützige Vereine, Tier- und Naturschutzvereine, Kinder- und Jugendvereine oder Hobbyvereine sind nur eine kleine Auswahl dessen, was möglich ist. Alle vereint jedoch in Bezug auf ihre Sichtbarkeit ein Problem: Die Umsetzung einer Strategie ist abhängig von ihrer jeweiligen Zielgruppe. Die wahllose Verteilung von Informationsflyern an Passanten in der städtischen Fußgängerzone greift nicht zwangsläufig die Menschen ab, die über ein grundlegendes Interesse an der Vereinsarbeit verfügen. Jede Spezialisierung eines Vereins schränkt zugleich die Personen ein, die mitwirken möchten oder mitwirken können. Auch die beste Werbeanzeige überzeugt einen Menschen ohne jegliches Taktgefühl nicht zum Eintritt in eine Blaskapelle.

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Aus diesem Grund ist die bloße Maximierungs-Strategie zur Steigerung der Sichtbarkeit eines Vereins nicht die effizienteste Lösung. An erster Stelle steht die Identifizierung der eigenen Zielgruppe. Auf diese Weise kann bereits vorab eine Selektion vorgenommen werden, die die Erfolgschancen erhöht. Hier gilt es, grundlegende Fragen zu klären: Welche Eigenschaften besitzt das typische Vereinsmitglied? Gibt es eine bestimmte Altersgruppe, die vorwiegend anzutreffen ist? Gibt es Orte, an denen besonders interessierte Personen gefunden werden können? Eine Zielgruppe im demografisch älteren Segment wird sich im Umkehrschluss nicht unbedingt auf sozialen Medien finden lassen, während gerade junge Personen kaum noch Zeitungen lesen.

Über das gedruckte Wort

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Ist die Frage nach der Zielgruppe geklärt und die Umsetzung von Print-Präsenz als angemessen empfunden, so bieten sich gleich mehrere konkrete Verwirklichungsoptionen an. Konventionelle Plakate und Flyer können eine Möglichkeit sein, die Vereinsarbeit in der Bevölkerung zu verbreiten. Da Gestaltung, Druck und Verteilung allerdings durchaus aufwändig sind, ist auch hier die Frage einer klugen Strategie äußerst bedeutsam. Etwa können Aushänge in öffentlichen Einrichtungen sinnvoll sein. Ein Buchklub findet in Bibliotheken Lesefreunde, doch auch Rathäuser, Schulen oder Universitäten können mögliche zentrale Ort sein, um gleich eine große Menge an möglichen passenden Interessenten zu finden.

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Eine weitere Option ist der Rückgriff auf lokale gedruckte Medien wie Stadtanzeiger. Überregionale Angebote sind dabei nicht zu empfehlen. Meistens fallen einerseits die Kosten für das Schalten von Anzeigen höher aus, andererseits ist die erreichte Population zu vage und ungenau. Neben kostenpflichtigen Anzeigen gibt es jedoch auch andere Möglichkeiten, in Zeitungen als Verein Präsenz zu zeigen. Hierfür bietet sich etwa das Verfassen von Pressemeldungen an. Diese informieren grundlegend über Ereignisse im Rahmen des Vereinsgeschehen, etwa die Veranstaltung einer Feier oder die Austragung eines Sportturnieres und dessen Ergebnisse. Die Meldung über das Ergebnis wird dann an die Redaktionen der lokalen Medien versendet, in der Regel per Mail und mit etwas Glück abgedruckt. Die Entscheidung über den Druck obliegt den jeweiligen Journalisten. Diese sind in der Regel sehr dankbar für eingereichte Pressemeldungen, weil sie ihnen weiterführende Recherche ersparen. Besonders fruchtbar sind dabei Pressemeldungen, die bereits über einen journalistischen Schreibstil und redaktionelle Anforderungen verfügen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Pressemeldungen ohne Verbesserungen durch die Redakteure abgedruckt werden.

Angekommen im digitalen Zeitalter

Print-Präsenz kann für viele Vereine ein durchaus wirksames Mittel sein, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, insbesondere bei einer älteren Zielgruppe. Doch wer jüngere Menschen erreichen und langfristig am Zahn der Zeit bleiben möchte, muss sich früher oder später auch mit den digitalen Möglichkeiten auseinandersetzen.

Das Internet ist mittlerweile ein breit gefächertes Netzwerk, das Sichtbarkeit auf verschiedenen Ebenen ermöglicht und verlangt. Die wohl offensichtlichste Komponente hierbei ist die Vereinswebsite. Oftmals verfolgen Vereine hierbei den Gedanken, dass eine Website ohne weiteres zutun bereits ausreicht und sie schon irgendwie gefunden wird. In der Realität ist dies allerdings gar nicht so einfach. Gerade in Feldern großer Konkurrenz verschwinden Vereinswebsites häufig auf hinteren Seiten der Suchergebnisse. Dabei gibt es eine ganze Disziplin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie Websites im Internet leichter gefunden und weit oben in den Suchergebnissen angezeigt werden. Es geht um die Suchmaschinenoptimierung. Durch das Einbinden von zielgruppenspezifischen Keywords und verschiedenen technischen Anpassungen können Vereine bereits mit minimalem Aufwand bessere Sichtbarkeit erzielen.

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Auch im Internet gilt es, sich der Zielgruppe anzunähern. Dies ist auch auf anderen Wegen möglich, die auf den ersten Blick kaum auffallen.

Eine weitere Option ist das Schalten von Inseraten auf Anzeigeportalen wie Viva Kleinanzeigen. Die Seite verfügt über stark spezifizierte Kategorien, die von Tieren über Sportangebote bis hin zu Musikinstrumenten reichen. Internetnutzer, die sich in diesen Bereichen bewegen, kann ein grundlegendes Interesse an den jeweiligen Gebieten unterstellt werden. Das können sich auch Vereine zunutze machen. Anzeigen zum Angebot über vereinsinterne Reitstunden oder Fußballunterricht können etwa in der Sport & Fitness-Kategorie platziert werden, Gesuche nach Mitgliedern für einen Musikverein unter Musikinstrumente & Noten.

Insbesondere junge Zielgruppen erreichen Vereine bestmöglich über soziale Medien wie Instagram oder TikTok. Das regelmäßige Hochladen von Vereinsupdates, Veranstaltungsankündigungen, Einblicke aus dem Vereinsalltag oder sonstigen interessanten Inhalte können dabei nicht nur neue Mitglieder anwerben, sondern auch im Allgemeinen für eine positive Außendarstellung sorgen.

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