Was ist ein Verbandsmitglied?

Verbandswiki
Lesedauer: 2 Minuten

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Inhalt

Ein Verbandsmitglied ist eine natürliche oder juristische Person, die einem Verband oder einem Verein (hier Vereinsmitglied genannt) angehört. Die Vereinssatzung bestimmt genau, welche Personengruppe beitreten kann.

Als Beispiel: Verbandsmitglieder eines Wirtschaftsverbandes sind in der Regel Unternehmen. Vereinsmitglieder eines Tierschutzvereines sind Privatpersonen.

Verbands- und Vereinsmitglieder haben Rechte und Pflichten, die in der jeweiligen Satzung genau dokumentiert sind.

Mitglieder haben folgende Rechte:

An einer Mitgliederversammlung teilzunehmen, um u. a. einen Verbandsvorstand zu wählen – siehe Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 37 Berufung auf Verlangen einer Minderheit. Wortlaut:

(1) Die Mitgliederversammlung ist zu berufen, wenn der durch die Satzung bestimmte Teil oder in Ermangelung einer Bestimmung der zehnte Teil der Mitglieder die Berufung schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt.

(2) Wird dem Verlangen nicht entsprochen, so kann das Amtsgericht die Mitglieder, die das Verlangen gestellt haben, zur Berufung der Versammlung ermächtigen; es kann Anordnungen über die Führung des Vorsitzes in der Versammlung treffen. Zuständig ist das Amtsgericht, das für den Bezirk, in dem der Verein seinen Sitz hat, das Vereinsregister führt. Auf die Ermächtigung muss bei der Berufung der Versammlung Bezug genommen werden.

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__37.html

Als Pflichten gelten für Mitglieder u. a. die Beitragspflicht und die Treuepflicht.

Unter dem folgenden Link finden Sie den „Leitfaden zum Vereinsrecht“. https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Leitfaden_Vereinsrecht.html

Wodurch unterscheiden sich aktive und passive Verbandsmitglieder?

Innerhalb der Verbandsmitglieder kann zwischen aktiven und passiven Mitgliedern unterschieden werden. Aktive Verbandsmitglieder nehmen an Veranstaltungen, Kundgebungen und anderen Tätigkeiten teil und bringen sich im Verband auch inhaltlich in einer gewissen Form ein. Sie unterstützen den Verband bzw. den Verein auch mit Arbeitsleistung – meist in ehrenamtlicher Form.

Passive Mitglieder unterstützen den Verband oder den Verein meist durch ihren Mitgliedsbeitrag. Sie nehmen eher selten am Verbandsleben teil. Sie stehen jedoch – wie die aktiven Mitglieder – ideologisch in vollem Umfang hinter dem Sinn und Zweck der Organisation.

Welche Bedeutung haben aktive und passive Verbandsmitglieder für einen Verband?

Beide Mitgliedergruppen sind gleichermaßen existenziell für einen Verband. In vielen Fällen ist man auf die aktive Mitarbeit der Mitglieder angewiesen. Ein ehrenamtlicher, regionaler Tierschutzverband kann ohne aktiv tätige Verbandsmitglieder nicht vor Ort Tieren helfen. Ein Verband zur Rettung und Hilfe von Verletzten und Kranken kann seine Kosten für das medizinische Fachpersonal ohne die Beiträge passiver Mitglieder nicht decken.

Daher sind sowohl ein Verband als auch ein Verein auf beide Mitgliedergruppen angewiesen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Mitglied und einem Kunden?

Als Kunden bezeichnet man in der Regel natürliche oder juristische Personen, mit denen man ein Geschäft abschließt oder etwas tauscht. Mitglieder sind natürliche oder juristische Personen, welche sich einer Organisation angeschlossen haben. Kunden und Mitglieder wollen für ihr Geld oder ihre Leistung im Gegenzug etwas haben. Bei Mitgliedern eines Verbandes oder eines Vereins können derartige Leistungen u. a. ideologische oder politische Lobbyarbeit oder passive Leistungen zur Hilfe von Interessensgemeinschaften sein. In diesem Sinne ist es wichtig, Mitglieder kundenorientiert zu behandeln, um eine möglichst lange Mitgliedschaft zu garantieren.

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