Immobilienbranche 2024: Stimmungsindex zeigt Aufschwung – Branche fordert Bürokratieabbau, Digitalisierung und klare Neubau-Impulse

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Der ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex hat im Dezember 2024 mit 15,6 Punkten für die aktuelle Geschäftslage und 11,5 Punkten für die Erwartungen erstmals seit Monaten wieder positive Werte erreicht, was auf einen vorsichtigen Aufwärtstrend in der Immobilienbranche hinweist. Die Akteure fordern nun von der Politik vor allem Planungsbeschleunigung, Bürokratieabbau und digitale Bauanträge, um den neu gewonnenen Optimismus nicht durch Verzögerungen bei Förderprogrammen und Reformen zu gefährden.

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– Neueste ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex-Umfrage Dezember 2024 zeigt deutlichen Optimismus-Schub
– Geschäftslagenindex steigt auf 15,6 Punkte, Zukunftserwartungen auf 11,5 Punkte
– Branche mahnt Politik zu Planungsbeschleunigung, Bürokratieabbau und digitalisierte Bauanträge

Immobilienbranche zeigt vorsichtigen Optimismus – Politik ist nun gefragt

Nach einer schwierigen Phase erlebt die Immobilienwirtschaft wieder einen Motivationsschub und einen vorsichtigen Optimismus. Der aktuelle ZIA-IW-Stimmungsindex macht deutlich, dass sich die Stimmung innerhalb der Branche verbessert hat: Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage stieg von 5,0 auf 15,6 Punkte, die Erwartungen für die Zukunft verbesserten sich von -2,9 auf 11,5 Punkte. Diese Werte signalisieren deutlich positivere Signale als zuvor.

Iris Schöberl, die frisch gewählte Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), betont: „Es ist toll, dass die Branche einen regelrechten Motivationsschub erlebt. Gerade deshalb kommt es jetzt darauf an, dass die Politik wirklich einlöst, was längst versprochen ist.“ Trotz ermutigender Ankündigungen wie Planungsbeschleunigung und Förderprogrammen herrscht weiterhin Unsicherheit über deren Umsetzung.

„Die Taten müssen mit den politischen Zusagen Schritt halten, damit der vorsichtige Optimismus der Immobilienwirtschaft nicht im Keim erstickt wird“, warnt Schöberl. Besondere Kritik übt sie an den blockierten Förderprogrammen im Haushaltsausschuss und an ungelösten Fragen zum klimafreundlichen Neubau.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Bürokratieabbau: Fast 59 Prozent der Befragten sehen hier den dringendsten Handlungsbedarf. Schöberl fordert eine „regelrechte staatliche Entrümpelungsaktion“ und hebt hervor: „Diese penible, oft überzogene Bürokratie ist für die Immobilienbranche seit Jahrzehnten ein finsteres Thema. Auch hier gilt: Die Taten zählen.“ Positiv bewertet sie den Vorstoß der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zum Bürokratieabbau in der EU und bezeichnet ihn als „goldrichtig“.

Neben dem Bürokratieabbau stehen weitere Forderungen im Raum: ein Verzicht auf kostenerhöhende Vorgaben sowie eine bessere Digitalisierung der Verwaltung. Die geplante Änderung des Hochbaustatistikgesetzes könnte den Weg hin zu digitalen Bauanträgen und effizientereren Bauaufsichtsbehörden ebnen. Schöberl mahnt jedoch die politische Umsetzung an: „Es ist zu hoffen, dass die längst überfällige flächendeckende Ausstattung der Bauämter mit XBau-fähigen Antragsportalen nicht noch weiter verzögert wird.“ Der XBau-Standard ist entscheidend für einen reibungslosen digitalen Datenaustausch zwischen Behörden.

Ein Blick auf einzelne Gebäudeklassen zeigt unterschiedliche Stimmungen: Im Bürosektor haben sich sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen verbessert. Handelsimmobilien präsentieren ein gemischtes Bild, wobei die aktuelle Lage erneut hervorragend bewertet wird. Im Wohnbereich ist erstmals seit 2022 die Erwartungshaltung wieder positiv. Bei Projektentwicklern trübte sich die aktuelle Geschäftslage leicht ein, trotz deutlich gestiegener Erwartungen.

Seit 2020 liefert der ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex quartalsweise wichtige Einblicke in die Stimmung der Branche. Damit unterstützt er Investoren und Projektentwickler bei ihren Entscheidungen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) vertritt als Spitzenverband rund 37.000 Unternehmen und gibt der deutschen Immobilienwirtschaft eine starke Stimme auf nationaler und europäischer Ebene.

Wohin steuert die Immobilienbranche? Hintergründe und Ausblick

Die Immobilienbranche zeigt sich nach einer Phase erheblicher Belastungen durch Zinsanstieg und regulatorische Unsicherheit nun von vorsichtigem Optimismus geprägt. Erste positive Signale im ISI unterstreichen diesen Trend, während politische Versprechen wie die Planungsbeschleunigung an Bedeutung gewinnen. Neben diesen kurzfristigen Impulsen prägen vor allem strukturelle Themen wie Digitalisierung, Bürokratieabbau und nachhaltiges Bauen die Entwicklung des Marktes. Gleichzeitig stellen gesellschaftliche Herausforderungen im Bereich bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz zentrale Aufgaben dar.

Die Branche steht vor wichtigen Handlungsfeldern, die maßgeblich die Zukunft gestalten: Dazu gehören die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse und der XBau-Standard, Maßnahmen zum Bürokratieabbau und effiziente Förderprogramme sowie der Fokus auf einen klimafreundlichen Neubau bei klaren politischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund sehen sich Mieter, Eigentümer und Kommunen zunehmend in der Pflicht, digitalisierte Abläufe zu nutzen, um reibungslose Prozesse zu gewährleisten.

Unternehmen passen ihre Investitionsstrategien an die veränderten politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen an. Dadurch entsteht eine dynamische Entwicklung, die von einer frühzeitigen Implementierung digitaler Bauanträge, der Orientierung an transparenten Förderbedingungen sowie der Priorisierung nachhaltiger Baukonzepte geprägt ist. Dies ermöglicht es Bürgern und Unternehmen, sich auf die kommenden Veränderungen einzustellen und aktiv dazu beizutragen, die Zukunft der Immobilienbranche ressourcenbewusst und effizient zu gestalten.


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ZIA-Präsidentin Iris Schöberl zum IW-Stimmungsindex: „Die Taten müssen mit den …

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