Bremen (VBR). Die Zeitarbeitsbranche setzt sich verstärkt für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ein und fordert eine Änderung im Aufenthaltsgesetz, um diese Integration weiter voranzutreiben. Dies wurde kürzlich in einer gemeinsamen Erklärung des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e. V. (BAP) und des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. (iGZ) betont.
In der Erklärung betonten Sebastian Lazay, Präsident des BAP, und Christian Baumann, Bundesvorsitzender des iGZ, die Bedeutung belastbarer Partnerschaften für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration. Die Zeitarbeitsbranche spielt dabei eine entscheidende Rolle und kann als „Integrationsturbo“ dienen. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Zeitarbeit nicht nur ein zuverlässiger Partner ist, sondern auch eine treibende Kraft für die nachhaltige Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt.
Um dieses Engagement zu unterstreichen, haben der BAP und der iGZ eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Diese verdeutlicht das Engagement ihrer Mitgliedsunternehmen und der gesamten Branche. Die Zeitarbeitsbranche hat bewiesen, dass sie nicht nur in der Lage ist, Geflüchtete erfolgreich zu integrieren und im Umgang mit ausländischen Arbeitskräften erfahren ist, sondern auch die nötige Flexibilität bietet, um den Herausforderungen des sich wandelnden Arbeitsmarktes zu begegnen.
Allerdings wird die Branche derzeit trotz ihrer Erfolge ausgebremst, da ihr die Beschäftigung von Personen aus Drittstaaten (§40 AufenthG) verboten ist. Dies stellt eine Barriere dar, die es zu beseitigen gilt. Zusätzlich ist es problematisch, dass die Zeitarbeitsbranche nach derzeitiger Rechtslage nur solange zur Integration der Geflüchteten beitragen kann, wie diese sich auf einen befristeten kriegsbedingten Aufenthaltstitel berufen können. Auch nach Ablauf dieser Aufenthaltserlaubnis sollte eine Arbeitsmarktintegration über Zeitarbeit möglich sein.
Die Abschaffung des §40 Aufenthaltsgesetzes für die Zeitarbeitsbranche ist daher der logische Schritt, um eine erfolgreiche und nachhaltige Arbeitsmarktintegration zu gewährleisten. Dies passt auch zu dem politischen Ziel, Zuwanderung in den Arbeitsmarkt über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz zu steuern und ungeregelte Migration einzudämmen. Die Zeitarbeitsbranche kann aufgrund ihrer Expertise eine führende Rolle bei dieser Umsteuerung einnehmen. Die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt durch Personaldienstleister zeigt, dass das Misstrauen gegenüber dieser Branche unbegründet ist.
Um den „Jobturbo“ gemeinsam zu zünden, fordert die Zeitarbeitsbranche gleiche Möglichkeiten wie jede andere Branche in Deutschland zu haben.
Die Forderungen der Zeitarbeitsbranche gehen weit über ihren eigenen Bereich hinaus. Eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten hat Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Integration von Menschen mit Potenzial können langfristig Personalengpässe gelöst und der Fachkräftemangel bekämpft werden. Informationen über die Zeitarbeitsbranche sind über die Websites des BAP und des iGZ zugänglich.
Es bleibt abzuwarten, ob die Forderungen der Zeitarbeitsbranche Gehör finden und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt weiter zu fördern. Es ist klar, dass hier noch Handlungsbedarf besteht, um das volle Potenzial der Zeitarbeit für eine nachhaltige und erfolgreiche Arbeitsmarktintegration zu nutzen.
Quelle: Pressemeldung des iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. (20.11.2023)
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Zeitarbeit: ein kraftvoller Motor für die nachhaltige Arbeitsmarktintegration
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