Zehn Schritte für nachhaltiges Wachstum 2025

Berlin (ots) – Angesichts drängender Herausforderungen präsentiert der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) einen ambitionierten Zehn-Punkte-Plan, der die kommende Bundesregierung dazu auffordert, Wachstumsimpulse zu setzen und gleichzeitig die planetaren Grenzen zu achten. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des BNW, betont: „Die Lösungen für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik liegen auf dem Tisch: Wachstum bei gleichzeitiger Modernisierung, Klimaschutz und sozialem Ausgleich.“ Besondere Schwerpunkte des Plans sind die Förderung der Kreislaufwirtschaft, klare politische Signale für den Mittelstand sowie die Abschaffung fossiler Subventionen zugunsten neuer Technologien. Der BNW fordert nachhaltige Schritte, um sowohl die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit als auch soziale Gerechtigkeit voranzutreiben.
Eine Hand hält winzige Bodenfläche, darauf keimt eine Pflanze

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Bremen (VBR).

Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem die kommende Bundesregierung die deutsche Marktwirtschaft ankurbeln kann, ohne dabei die planetaren Grenzen zu überschreiten. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des BNW, betont: „Die Lösungen sind da – jetzt geht es darum, sie zu stärken“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung). Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes haben bereits bewiesen, dass in Bereichen wie Kreislaufwirtschaft und Erneuerbare Energien großes Potenzial liegt.

Ein zentrales Thema ist die Notwendigkeit von klaren politischen Signalen für den Mittelstand, um notwendige Investitionen zu fördern. Planungssicherheit sei entscheidend, um Investitionen in klimafreundliche Technologien zu ermöglichen. Zudem wird eine schrittweise Abschaffung fossiler Fehlanreize gefordert. Der BNW kritisiert Doppelstrukturen im staatlichen Fördersystem: Während die Steuerzahler:innen fossile und CO2-intensive Technologien subventionieren, sollte das Geld stattdessen in zukunftsorientierte Technologien fließen.

Sozialer Klimaschutz ist ein weiteres Schlüsselelement des Plans. Nach dem Vorbild Österreichs will der BNW Modelle propagieren, bei denen insbesondere Geringemittenten profitieren. Wer wenig emittiert, soll am Ende finanziell besser gestellt sein. Die Fortsetzung des CO2-Preises und des Zertifikathandels werden als etablierte, bürokratiearme Lösungen gelobt. Ein Preis von 65 EUR pro Tonne müsse aus Sicht der BNW garantiert werden, um emissionsarme Technologien zu fördern.

Besonders prägnant hebt der BNW die Chancen der zirkulären Wirtschaft hervor. Mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sollen bis 2030 rund 117.000 neue Arbeitsplätze und zwölf Milliarden Euro an Wertschöpfung jährlich geschaffen werden. Dies sei ein direkter Vorteil für Unternehmen, die durch Effizienz Wettbewerbsvorteile erlangen können. „Deutschland darf hier nicht als Bremser auftreten“, mahnt Felix Arnold, BNW-Referent für Kreislaufwirtschaft (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Letztlich fordern Experten des Verbandes die zukünftige Regierung auf, sich eindeutig für Umwelt- und Klimaschutz sowie eine nachhaltige Wirtschaft auszusprechen. Mit ihren zehn Strategiepunkten skizzieren sie einen Weg zu einer klimaresilienten und wirtschaftsstarken Zukunft. "Der europäische Binnenmarkt ist für die deutsche Industrie elementar," erklärt Reuter. "Hier liegt Zukunft und Wachstum" (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).


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Bundestagswahl 2025: Zehn Punkte für den Koalitionsvertrag

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Zukunftsinvestitionen: Ein Blick auf Deutschlands nachhaltige Wirtschaftsziele

Der Aufruf des Bundesverbandes Nachhaltige Wirtschaft (BNW) zur raschen Implementierung zukunftsorientierter Maßnahmen im kommenden Koalitionsvertrag steht in einem breiteren europäischen und globalen Kontext. In Zeiten, in denen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung vorrangige Handlungsschwerpunkte sind, wird der Druck auf Regierungen weltweit größer, innovative Lösungen zu finden, die wirtschaftliches Wachstum mit ökologischer Verantwortung verbinden.

Deutschland hat bereits einige Fortschritte gemacht, insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien, die inzwischen einen beträchtlichen Anteil am Energiemix haben. Doch um die ehrgeizigen Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen noch mehr Sektoren transformiert werden. Hierbei muss der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft intensiver einbezogen werden. Planungssicherheit und politische Signale sind essenziell, um Investitionen in emissionsarme Technologien zu fördern. Gerade der Vorschlag des BNW, fossile Subventionen schrittweise abzubauen, könnte hier eine doppelte Dividende bieten: Einsparungen im öffentlichen Haushalt und Anreize für den Technologie- und Innovationssektor.

Besonders hervorzuheben ist das Konzept des "Klimageldes", das soziale Gerechtigkeit mit Umweltschutz verbindet. Dieses Modell orientiert sich an Best Practices anderer europäischer Länder, wie Österreich, und könnte helfen, sicherzustellen, dass Klimaschutzmaßnahmen alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen unterstützen, besonders jene, die bisher weniger emittieren. Die fortgesetzte Einbeziehung weiterer energieintensiver Sektoren in das bestehende CO2-Handelssystem ist ebenfalls ein Schritt in Richtung einer ganzheitlicheren Klimapolitik.

Doch nationale Politik allein reicht nicht aus. Die europäische Dimension spielt eine entscheidende Rolle. Mit dem Europäischen Green Deal hat die EU eine klare Vision für einen klimaneutralen Kontinent bis 2050 vorgegeben. Diese Pläne erfordern eine stärkere Integration und Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Deutschland hat die Chance, erneut zum Vorreiter für eine umweltfreundliche Industriepolitik innerhalb Europas zu werden, insbesondere in Bereichen wie Kreislaufwirtschaft und Recycling. Die Vorstellung, jährlich 12 Milliarden Euro neue Wertschöpfung und 117.000 weitere Arbeitsplätze durch die Etablierung eines zirkulären Wirtschaftsmodells zu schaffen, sollte nicht nur ein Plan bleiben, sondern aktiv vorangetrieben werden.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die geschilderten zehn Punkte des BNW nicht nur als Forderung zu verstehen sind, sondern auch als Realitätstest für politisches Handeln. Eine zukünftige Bundesregierung muss diese Herausforderungen und Chancen beherzt angehen, um sowohl nationale als auch internationale Verpflichtungen einzuhalten und als globaler Vorreiter im Umweltschutz zu agieren. Die deutsche Industrie, bekannt für ihren Erfindergeist und ihre Innovationskraft, kann und sollte diesen Wandel anführen – zum Wohl von Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen.


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