Zahlungsmethoden im Fundraising: Was wirklich zählt

Zahlungsmethoden sind längst kein Nebenthema mehr. Im digitalen Fundraising entscheidet oft der letzte Schritt darüber, ob aus Zustimmung tatsächlich eine Spende wird.

Inhaltsverzeichnis

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Seit über 20 Jahren sind wir im Bereich Marketing und Kommunikation tätig und unterstützen Verbände, Organisationen und Institutionen mit fundierter Praxis- und Branchenexpertise. Unsere Arbeit wird durchweg positiv bewertet – unter anderem auf Trustpilot, ProvenExpert und in Google Bewertungen.

Es gibt Momente im Fundraising, in denen nicht mehr die Botschaft entscheidet, sondern der letzte Schritt.

Jemand ist auf der Spendenseite. Das Interesse ist da. Die Bereitschaft auch. Vielleicht kam der Impuls über Social Media, über einen Newsletter oder über eine Kampagne. Bis hierhin hat vieles funktioniert. Und dann kommt der Punkt, an dem aus Zustimmung eine tatsächliche Spende werden soll.

Genau dort wird das Thema Zahlungsmethoden im Fundraising plötzlich größer, als viele Organisationen lange angenommen haben.

Wir von Verbandsbüro sehen in der Fundraising Studie 2026 von RaiseNow genau dafür ein starkes Signal. Denn die Daten zeigen sehr klar: Zahlungsarten sind längst kein bloßes Technikdetail mehr. Sie beeinflussen, ob eine Spende bequem wirkt, ob sie Vertrauen auslöst und ob der Abschluss tatsächlich passiert. Für Vereine, Verbände und NGOs ist das keine Randfrage. Es ist Teil der Fundraising-Performance.

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Zahlungsmethoden im Fundraising: Was wirklich zählt

Der Bezahlmoment ist sensibler, als viele denken

Im Fundraising wird oft viel Energie in Kampagnen, Inhalte und Reichweite investiert. Verständlich. Ohne gute Ansprache kommt niemand bis zum Formular.

Aber gerade digital entscheidet sich erstaunlich viel erst ganz am Ende. Wenn eine Person spenden will, soll es schnell gehen. Verständlich. Vertraut. Ohne Unsicherheit. Ohne unnötige Hürden. Genau deshalb sind Payment-Prozesse für Online-Spenden so wirksam.

Die Studie zeigt das sehr deutlich, vor allem mit Blick auf die bevorzugten Verfahren in unterschiedlichen Währungsräumen. Im EUR-Bereich führt PayPal 2025 mit 44,7 Prozent des digitalen Spendenvolumens. In CHF liegt TWINT mit 77,6 Prozent klar vorne.

Allein diese beiden Zahlen sagen schon viel. Menschen nutzen bevorzugt das, was sie kennen und was ihren Alltag nicht unterbricht. Je vertrauter der Zahlungsvorgang, desto natürlicher wirkt der Abschluss.

Bequemlichkeit ist kein Nebenaspekt mehr

Früher konnte man Zahlung oft als letzten technischen Schritt verstehen. Heute ist Convenience selbst ein Teil der Spendenlogik.

Das klingt zunächst kleiner, als es ist. Denn Bequemlichkeit wird schnell unterschätzt. Sie wirkt unauffällig. Aber sie entscheidet genau dort, wo Zustimmung in Handlung kippt oder eben nicht.

Wenn eine Organisation eine passende Zahlungsart anbietet, passiert etwas Wichtiges: Die Spende fühlt sich nicht wie ein zusätzlicher Aufwand an, sondern wie die natürliche Fortsetzung eines Impulses. Fehlt diese Passung, entsteht Reibung. Und Reibung kostet Abschluss.

Für die Praxis ist das besonders relevant, weil Reibung oft gar nicht laut auffällt. Niemand schreibt hinterher, dass die Spende an einer unbequemen Zahlungsmethode gescheitert ist. Die Person springt einfach ab. Genau deshalb bleibt dieses Problem intern oft lange unsichtbar.

Der EUR-Raum tickt anders als der CHF-Raum

Die Studie macht deutlich, wie unterschiedlich Zahlungsgewohnheiten je nach Markt ausfallen können.

Hier der Blick auf 2025:

ZahlungsartEURCHF
führendes VerfahrenPayPal 44,7 %TWINT 77,6 %
bankbasierte Verfahren28,2 %Einzahlungsschein 11,2 %
Kreditkarte23,8 %6,5 %

Quelle: Fundraising Studie 2026.

Gerade für Organisationen mit internationaler oder grenzüberschreitender Ausrichtung ist das wichtig. Es gibt nicht die eine beste Zahlungsmethode für alle. Es gibt nur passende Methoden für den jeweiligen Nutzungskontext.

Für deutschsprachige Verbände, NGOs oder Vereine mit Spenderinnen und Spendern in verschiedenen Märkten heißt das: Payment darf nicht pauschal gedacht werden. Was in einem Umfeld perfekt funktioniert, kann in einem anderen deutlich an Wirkung verlieren.

PayPal ist im EUR-Raum mehr als nur eine Option

Mit 44,7 Prozent des digitalen Spendenvolumens ist PayPal 2025 die führende Zahlungsmethode bei Spenden in EUR.

Das ist deshalb so relevant, weil PayPal aus Sicht vieler Nutzerinnen und Nutzer mehrere Dinge gleichzeitig erfüllt: Es ist bekannt, schnell, niedrigschwellig und emotional wenig riskant. Die Zahlungsabwicklung fühlt sich vertraut an. Gerade bei spontanen Spenden ist das ein entscheidender Vorteil.

Für Organisationen bedeutet das nicht automatisch, dass alles auf PayPal ausgerichtet werden muss. Aber es bedeutet sehr wohl, dass man die Rolle von PayPal nicht als austauschbar behandeln sollte. Wer im EUR-Raum Spenden mobilisieren will, kommt an dieser Zahlungsrealität nur schwer vorbei.

Gerade bei digitalen Spendenformularen wirkt eine gängige, schnell erfassbare Zahlungsoption häufig stärker als jede kleine textliche Optimierung am Formular.

In CHF führt an TWINT kaum ein Weg vorbei

Noch klarer wird das Bild in CHF. TWINT erreicht 2025 einen Anteil von 77,6 Prozent des digitalen Spendenvolumens.

Das ist nicht einfach ein Vorsprung. Es ist Dominanz.

Für Organisationen, die in der Schweiz oder im CHF-Kontext Fundraising betreiben, ist das kaum zu übersehen. TWINT ist dort kein nettes Extra, sondern Teil der Realität digitaler Spenden. Wer diesen Zahlungsweg nicht berücksichtigt, baut sehr wahrscheinlich an den Gewohnheiten der eigenen Zielgruppe vorbei.

Gerade in diesem Punkt zeigt die Studie schön, warum Zahlungsarten für Spenden strategisch gelesen werden sollten. Es geht nicht nur darum, technische Vielfalt abzubilden. Es geht darum, jene Verfahren bereitzustellen, die im jeweiligen Alltag tatsächlich genutzt werden.

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Zahlungsmethoden im Fundraising: Was wirklich zählt

Kreditkarte und bankbasierte Verfahren bleiben wichtig, aber anders

Auch wenn PayPal und TWINT die Schlagzeilen verdienen, heißt das nicht, dass andere Zahlungsarten bedeutungslos geworden wären.

Im EUR-Raum liegen bankbasierte Verfahren 2025 bei 28,2 Prozent, Kreditkarten bei 23,8 Prozent. Im CHF-Bereich bleiben Einzahlungsschein und Kreditkarte ebenfalls relevant, wenn auch deutlich hinter TWINT.

Das zeigt: Nicht jede Person will gleich zahlen. Und nicht jede Organisation sollte auf eine einzige Methode setzen.

Die wichtigere Frage lautet deshalb nicht: Welche Zahlungsart ersetzt alle anderen? Sondern: Welche Kombination passt zum eigenen Publikum, ohne den Prozess unnötig aufzublähen?

Denn auch das gehört zur Wahrheit: Mehr Auswahl ist nicht automatisch besser. Zu viele Optionen können verwirren, den Abschluss verzögern oder den Fokus verwässern. Gute Payment-Logik ist nicht maximale Vielfalt, sondern kluge Priorisierung.

Wallets wachsen. Leise, aber deutlich

Besonders interessant ist auch der Blick auf Wallets. Apple Pay steigt in der Studie auf 4,9 Prozent Nutzung, wenn es angeboten wird. Google Pay wächst ebenfalls, wenn auch langsamer.

Diese Zahlen sind kleiner als die von PayPal oder TWINT. Aber sie zeigen eine Richtung. Wallet-basierte Bezahlformen sind längst im Spendenkontext angekommen.

Warum das wichtig ist, liegt auf der Hand: Wallets verkürzen Wege. Sie reduzieren Eingaben. Sie machen den Abschluss schneller. Gerade im mobilen Umfeld ist das enorm relevant, weil dort jede zusätzliche Hürde stärker wirkt.

Für viele Vereine, Verbände und NGOs ist das ein Punkt, der schnell übersehen wird. Wallets erscheinen oft wie ein modernes Extra. Tatsächlich sind sie ein Hinweis darauf, wie sehr Nutzerinnen und Nutzer heute an unmittelbare, reibungsarme Prozesse gewöhnt sind.

Genau deshalb ist der Schritt zu Mobile First im Fundraising: Warum Formulare entscheiden auch inhaltlich naheliegend.

Der häufigste Fehler ist nicht Technik. Es ist Unterschätzung.

Nur wenige Organisationen sagen offen: Zahlungsarten sind uns egal. Der häufigere Fehler ist subtiler. Payment wird zwar eingerichtet, aber nicht als strategischer Hebel verstanden.

Dann passiert intern oft Folgendes:

  • Das Formular wird als erledigt betrachtet, sobald irgendeine Zahlung funktioniert.
  • Abschlussraten werden eher auf Kommunikation als auf Payment zurückgeführt.
  • Nutzergewohnheiten werden zu wenig mitgedacht.
  • Reibung im letzten Schritt bleibt analytisch unsichtbar.

Gerade bei Online-Spenden für Vereine, aber auch bei Verbänden und NGOs, ist das riskant. Denn wenn die eigentliche Hürde erst im Checkout entsteht, verpufft ein Teil der vorgelagerten Arbeit. Gute Inhalte, gute Reichweite, gute Kampagnenlogik helfen nur begrenzt, wenn die Spende im letzten Schritt unbequem wird.

Ein kurzer Blick in die Praxis

Nehmen wir eine NGO oder einen Verband mit sauberer Kampagne und guter Resonanz. Die Spendenseite wird aufgerufen, das Interesse ist da, die Kommunikation hat funktioniert. Trotzdem bleiben die Abschlüsse hinter den Erwartungen zurück.

Der erste Reflex geht oft Richtung Botschaft. War der Appell stark genug? War die Dringlichkeit hoch genug? War die Zielgruppe richtig gewählt?

Manchmal liegt die Antwort aber viel später im Prozess.

Vielleicht fehlt genau die Zahlungsart, die im Alltag der Zielgruppe am selbstverständlichsten wäre. Vielleicht ist der Abschlussweg unnötig umständlich. Vielleicht entsteht an einer eigentlich simplen Stelle genau die kleine Unsicherheit, die zum Abbruch führt.

Das ist kein spektakulärer Fehler. Gerade deshalb bleibt er oft so lange unentdeckt.

Warum der letzte Klick oft über den Erfolg entscheidet

Für uns ist die wichtigste Erkenntnis aus diesem Teil der Studie ziemlich klar: Zahlungsmethoden im Fundraising gehören nicht in die technische Ecke. Sie gehören mitten in die strategische Betrachtung digitaler Spendenprozesse.

PayPal im EUR-Raum, TWINT im CHF-Raum, wachsende Wallet-Nutzung und die anhaltende Rolle klassischer Verfahren zeigen zusammen, wie stark Payment auf Nutzerverhalten reagiert. Wer Fundraising heute ernsthaft verbessern will, sollte nicht nur die Ansprache optimieren, sondern auch den Abschluss.

Denn am Ende entscheidet nicht nur, ob Menschen spenden wollen. Sondern auch, ob sie ohne Reibung spenden können.

FAQ: Zahlungsmethoden im Fundraising richtig einordnen

Warum sind Zahlungsmethoden im Fundraising so wichtig?

Weil sie direkt beeinflussen, ob eine Spende bequem, vertraut und schnell abgeschlossen werden kann. Gerade digital entscheidet der letzte Schritt oft darüber, ob ein Impuls tatsächlich zur Spende wird.

Welche Zahlungsmethode ist im EUR-Raum am wichtigsten?

Laut Studie führt PayPal 2025 mit 44,7 Prozent des digitalen Spendenvolumens in EUR.

Welche Zahlungsmethode dominiert bei Spenden in CHF?

TWINT liegt 2025 mit 77,6 Prozent des digitalen Spendenvolumens klar vorne.

Sind Kreditkarte und Bankeinzug inzwischen unwichtig?

Nein. Sie bleiben relevant, auch wenn schnellere und vertrautere Verfahren wie PayPal oder TWINT stärker dominieren. Entscheidend ist die passende Mischung, nicht nur die modernste Option.

Welche Rolle spielen Apple Pay und Google Pay?

Sie gewinnen an Bedeutung, vor allem im mobilen Umfeld. Apple Pay steigt in der Studie auf 4,9 Prozent Nutzung, wenn es angeboten wird.

Was ist der häufigste Fehler beim Thema Payment?

Zahlungsarten nur technisch zu betrachten und nicht als Teil der Conversion-Logik. Dann bleiben unnötige Hürden im Abschlussprozess oft lange unsichtbar.

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11 Kommentare

  1. In neutraler tonlage: der artikel trifft punkte, aber mir fehlen mehr daten zu demografien, nutzen jüngere eher wallet oder payPal, ältere bankeinzug, diese segmente sind wichtig für zielgruppen strategie, verlinkung zu /case-studies/twint-erfolg und /faq/zahlungsmethoden wäre nützlich, kann jemand vergleichswerte für verschiedene länder posten?

    1. Gute frage von Wanda, ich arbeite mit lokalen vereinen, beobachte das jüngere nutzer more mobile und wallet bevorzugen, ältere gern bankeinzug, aber kulturunterschied matter, testet kleine segmentierte kampagnen und messt abbruch, nutzt /ressourcen/spendenformular-tipps als startpunkt, wer will ergebnisse teilen?

  2. Neutral meinung: Bequemlichkeit ist kein nebensache, stimmt, aber organisationsstruktur spielt mit, oft fehlt ressourcen um mehrere zahlmethoden einzubauen, wer hat empfehlung für kostengünstige integrationen, evtl. opensource oder partner, schaut auch /ressourcen/spendenformular-tipps, frage an vereine: wie priorisiert ihr paymentauswahl?

    1. Wir sind kleiner verein und haben zuerst PayPal eingesetzt, war einfach und steigerte spenden, aber gebühren nerven, später wallet ergänzt, integration war nicht sooo schwer, empfehlenswerte schritte sind dokumentation lesen auf /fundraising-studie-2026 und dann ein pilot run, wer hat bessere kosten vergleiche?

    2. Ich find das thema auch wichtig, vorallem trust element ist gross, wenn zahlung vertraut wirkt spenden mehr, aber technik allein reicht nicht, kommunikation zum zahlvorgang helfen, zB kurze erklärung neben button, siehe /blog/payment-optimierung, hat das schon jemand umgesetzt mit messbaren effekten?

  3. Kurz und knapp, studie is hilfreich aber nicht alles, wichtig wär auch rechtliche seiten, datenschutz bei PayPal und wallet, sowie gebühren bei kreditkarte, wenn man spenden sammeln will muss man auch spendenprozesse prüfen, siehe /methods/paypal-twint fur details, hat jemand zahlen zu abbruchraten vor nach implementierung?

  4. Neutral gesehen, das thema zahlungsarten ist wichtig oke, aber der text wirkt manchmal wie marketing, PayPal und TWINT sind nur teil der lösung, bankeinzug und kreditkarte bleiben relevant, frage an andere: wie handhabt ihr optionalität ohne formulare zu verkomplizieren, link zu /faq/zahlungsmethoden kann helfen, würde gern mehr praxisbeispiele sehen.

    1. Ich hab erfahrung aus einer NGO, wir haben 3 optionen angeboten und die conversion stieg leicht, doch zu viele optionen verwirrt, wallet wie Apple Pay half mobil, wir nutzten /blog/payment-optimierung als guide, wer hat tips wie man AB tests sauber macht, bitte kurz beschreiben.

  5. Interessant artikel über Zahlungsmethode im Fundraisng aber ich find das etwas zu technik lastik geraten, PayPalist wichtig klar, TWINTist auch gross, aber mehr fokus auf nutzergewohnheit wär sinnvoll, habt ihr daten zu mobile first tests? Mehr info auf /fundraising-studie-2026 oder /blog/payment-optimierung wär hilfreich, frage: wie messt ihr reibung im checkout genau?

    1. Guter punkt von Ottilie, ich merk auch oft das die leute abbrechen beim letzten schritt, die studie zeigt wallet wachstum, aber sind die tests repräsentativ, und wie wird conversion wirklich berechnet, evtl. fehlende A/B tests? sehe auch tipps auf /ressourcen/spendenformular-tipps die helfen können, danke fürs teilen.

    2. Dank für die rückmeldung, trotzdem fehlt mir konkretes beispiel wie man TWINT integriert, in CH ist das ja dominat, vielleicht ein case auf /case-studies/twint-erfolg zeigen, ist es teuer technisch, und wie wirkt das auf Vertrauen der spender, wer hat da erfahrung, bitte teilen?

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