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Wohnungsnot spitzt sich zu: Baugenehmigungen im Rekordtief

Berlin, 18. Juni 2024 – 09:32 Uhr – Die Wohnungsbaukrise in Deutschland spitzt sich weiter zu: Seit Mai 2022 zeigt die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen einen anhaltenden Abwärtstrend, der im April eine neue Tiefmarke erreichte. Laut Tim Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, hat der kontinuierliche Rückgang – nunmehr über 24 Monate – das Genehmigungsniveau aus dem Jahr 2013 wieder erreicht. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung Deutschlands kontinuierlich, was die Schaffung von Wohnraum dringend erforderlich macht. Doch überbordende staatliche Vorschriften und langwierige Genehmigungsprozesse belasten die Bauwirtschaft zusätzlich. Ein Umsteuern ist dringend erforderlich, um einer drohenden Wohnungsnot entgegenzuwirken.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die deutsche Bauwirtschaft schlägt Alarm: Seit zwei Jahren zeigen die Baugenehmigungszahlen nur in eine Richtung – steil nach unten. Diese Entwicklung kommentierte Tim Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie nachdrücklich. „Wenn wir nicht schnellstens gegensteuern, wird die Wohnungsnot im Bundestagswahljahr 2025 das beherrschende Thema sein.“ Hintergrund seiner Besorgnis sind die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die einen düsteren Trend bestätigen.

Im April wurden deutschlandweit nur noch 17.600 Wohnungen genehmigt. Das bedeutet ein Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Noch drastischer ist der Rückgang gegenüber April 2022: Hier wurde sogar ein Rückgang um 44 Prozent verzeichnet. Ein solch massiver Abfall der Genehmigungen sei zuletzt 2007 beobachtet worden, bemerkte Müller beunruhigt.

Warum diese alarmierenden Zahlen? Die Bevölkerung Deutschlands ist in den letzten Jahren um 3,7 Millionen Menschen gewachsen. Dies schafft zusätzlichen Druck auf den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, fordert Müller mehr Freiräume und weniger Bürokratie für die Bauwirtschaft. “Nur durch effizienteres, kostengünstigeres und innovativeres Bauen können wir den notwendigen Wohnraum schaffen“, so Müller weiter.

Ein Gutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zeigt deutlich, woran es hapert: Lange Planungs- und Genehmigungsphasen, überbordende Umweltschutzprüfungen und eine Trennung von Planung und Bau behindern den Fortschritt. Unterschiedliche Landesbauordnungen und die fehlende Digitalisierung verschärfen die Problematik noch zusätzlich. Diese Hindernisse führen laut IW nicht nur zu Verzögerungen, sondern verteuern Baumaßnahmen auch erheblich oder verhindern sie sogar vollständig.

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Müller betont: „Wir als Bauindustrie stehen bereit, unseren Beitrag zu leisten. Mit Hilfe von Digitalisierung und industriellen Verfahren können Bauprozesse optimiert werden. Dies ermöglicht Skaleneffekte, wodurch schneller und kosteneffizienter gebaut werden kann.“ Doch um diese Verbesserungen umzusetzen, bedarf es der Unterstützung der öffentlichen Hand. Staatliche Vorgaben und Hemmnisse müssen abgebaut werden.

Diese Entwicklung hat weitreichende gesellschaftliche Implikationen. Wohnungspolitik betrifft jeden Einzelnen, denn bezahlbarer Wohnraum ist ein Grundbedürfnis. Der Rückgang der Baugenehmigungen gefährdet nicht nur den sozialen Frieden, sondern könnte auch politische Verwerfungen nach sich ziehen. Die Politik muss daher schnell handeln und Lösungen finden, um diesen Trend zu stoppen und umzukehren.

Für weitere Informationen sind die Studien des Instituts der Deutschen Wirtschaft und des Allensbach-Instituts empfehlenswert. Beide bieten tiefere Einblicke in die strukturellen Probleme und mögliche Lösungsansätze für die deutsche Bauwirtschaft.

Die Verantwortlichen im Bauwesen verfügen über enorme Erfahrung und Fachwissen. Ihre Stimme sollte Gehör finden, um den Wohnungsmarkt nachhaltig zu stabilisieren.

Britta Frischemeyer vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie steht dazu gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Baugenehmigungen: 24 Monate im Minus

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Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
  • Tim Oliver Müller (Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie)
  • Statistisches Bundesamt
  • Institut der Deutschen Wirtschaft (IW)
  • BAUINDUSTRIE
  • Britta Frischemeyer (Leitung Presse & Kommunikation beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.)

Weblinks:

Meldung einfach erklärt

  • Datum und Uhrzeit: 18.06.2024 – 09:32 Uhr
  • Veröffentlicht von: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.

Überschrift:
Rückgang hält auch im April an – Wohnungspolitik ohne Wachstumsimpulse

Worum geht es in diesem Beitrag?
Seit Mai 2022 sind die Zahlen für Baugenehmigungen von Wohnungen in Deutschland ständig gefallen. Es geht immer weiter abwärts. Tim Oliver Müller, der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, sagt, dass wir jetzt wieder so wenig Genehmigungen haben wie Anfang 2013.

Wichtige Fakten:

  • Seit Mai 2022 sinken die Zahlen der Baugenehmigungen.
  • In den letzten 24 Monaten gab es keinen Anstieg, oft sogar starke Rückgänge.
  • Verglichen mit dem Vorjahr (April 2023) gibt es 17 Prozent weniger Genehmigungen.
  • Vergleicht man es mit April 2022, sind es sogar 44 Prozent weniger.
  • Gleichzeitig ist die Bevölkerung in Deutschland um 3,7 Millionen Menschen gestiegen. Das bedeutet, es gibt mehr Menschen, die Wohnungen brauchen.

Warum ist das ein Problem?
Wenn nicht schnell etwas getan wird, könnte Wohnungsnot im Jahr 2025 ein großes Thema bei den Bundestagswahlen werden. Es gibt einfach zu wenige neue Wohnungen.

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Was hindert den Bau neuer Wohnungen?

  • Zu viele staatliche Regeln und Vorgaben machen das Bauen schwierig.
  • Lange Planungs- und Genehmigungszeiten.
  • Strenge Umweltschutzprüfungen.
  • Trennung von Planung und Bau erschwert Abläufe.
  • Ständige Änderungen bei den Bauvorgaben.
  • Unterschiedliche Bauordnungen in den Bundesländern.
  • Fehlende Digitalisierung im Bauwesen.

Was braucht die Bauwirtschaft?

  • Mehr Freiräume zum effizienteren, günstigeren und innovativen Bauen.
  • Unterstützung von staatlicher Seite, um genannte Hindernisse abzubauen.

Wie kann das Problem gelöst werden?

  • Durch Digitalisierung und industrielle Verfahren können Bauprozesse optimiert werden.
  • Dies ermöglicht schnelleres und kostengünstigeres Bauen.

Hast du noch Fragen?

  • Warum steigen die Bevölkerungszahlen in Deutschland?
    • Die Bevölkerung wächst unter anderem durch hohe Zuwanderung.
  • Was ist eine Genehmigung?
    • Eine Genehmigung ist eine offizielle Erlaubnis, etwas zu bauen oder umzugestalten.
  • Was sind Skaleneffekte?
    • Skaleneffekte bedeuten, dass bei größeren Bauprojekten oft günstiger und effizienter gebaut werden kann.

Zusätzliche Informationen:

  • Weitere Details gibt es in einem Bericht des Instituts der Deutschen Wirtschaft.
  • Kontaktperson beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie:
    Britta Frischemeyer, Leitung Presse & Kommunikation, Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin, Telefon 030 21286-229, britta.frischemeyer@bauindustrie.de, www.bauindustrie.de

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