Wohnungsbaukrise 2024: Dramatischer Einbruch in Genehmigungszahlen

In einer alarmierenden Mitteilung warnt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie vor einem historisch schwachen Jahresstart im Wohnungsbau. Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, veröffentlicht am 18. März 2024, offenbaren einen dramatischen Einbruch: Mit lediglich 16.800 genehmigten Wohnungen im Neu- und Umbau, ein Rückgang von 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, steuert Deutschland auf eine Wohnkrise zu. Besonders der Eigenheimbau ist mit einem Rückgang von 37,8 Prozent bei Ein- und Zweifamilienhäusern stark betroffen. Der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes, Tim-Oliver Müller, warnt vor langfristigen Folgen und fordert dringend politische Maßnahmen, um den negativen Trend umzukehren und die Krise in der Wohnungspolitik abzuwenden.

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Bremen (VBR). In einem Jahr, das mit düsteren Aussichten für den Wohnungsbau beginnt, offenbaren die neuesten Genehmigungszahlen die Herausforderungen, mit denen der Sektor konfrontiert ist. Im Januar 2024 erreichten die Genehmigungen für Neu- und Umbauten mit nur 16.800 Wohnungen einen Tiefpunkt, den die Branche seit elf Jahren nicht gesehen hat. Dies markiert einen besorgniserregenden Rückgang um 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei der Eigenheimbau noch stärker getroffen wurde: Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichnen einen dramatischen Genehmigungsrückgang von 37,8 Prozent.

Tim-Oliver Müller, der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, legt ungeschönt die Daten vor, die das Statistische Bundesamt kürzlich veröffentlicht hat. „Der Jahresstart 2024 im Wohnungsbau zeigt an, wohin die Reise geht“, so Müller. Er betont, dass ohne politisches Eingreifen der Traum vom Eigenheim für viele Deutsche in weite Ferne rückt. Auch im Sektor des Mietwohnungsbaus sieht es nicht rosig aus, mit einem Rückgang von 20,0 Prozent.

Nach Müllers Einschätzung wird es im laufenden Jahr nur noch die Fertigstellung von 220.000 bis 230.000 Wohnungen geben. Eine Trendwende sei dringend nötig, um im Wahljahr 2025 nicht auf lediglich 200.000 fertiggestellte Wohnungen zurückzufallen. Dies wäre ein deutliches Zeichen des Scheiterns der aktuellen Wohnungspolitik der Bundesregierung, warnt er. Müller richtet seinen Appell jedoch nicht nur an die Bundesregierung, sondern auch an die Bundesländer. Diese seien gefordert, am 22. März dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zum Wachstumschancengesetz zuzustimmen. Die Einführung der degressiven AfA (Absetzung für Abnutzung) könne einen wichtigen Stimulus liefern.

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Doch Müllers Forderungen gehen über finanzielle Anreize hinaus. Er erinnert daran, dass das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen bereits im Jahr 2015 einen Abbau der als überzogen wahrgenommenen Vorschriften und Vorgaben angemahnt hat – ein Ruf, der bisher ungehört blieb. „Den vollmundigen Worten müssen nun endlich Taten folgen“, fordert Müller.

Diese Entwicklung verdeutlicht nicht nur die Herausforderungen, denen sich die Bauindustrie aktuell gegenübersieht, sondern sie hat auch weitreichende soziale und ökonomische Implikationen für die Gesellschaft. Ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum wirkt sich direkt auf die Lebensqualität vieler Bürgerinnen und Bürger aus und könnte langfristig die soziale Stabilität gefährden. Die Forderungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie unterstreichen die Dringlichkeit politischer und regulatorischer Reformen, um den Wohnraummangel in Deutschland effektiv zu bekämpfen.

In einer Zeit, in der die Bevölkerung wächst und der Bedarf an lebenswertem, erschwinglichem Wohnraum steigt, muss die Branche mit innovativen Lösungen und politischer Unterstützung reagieren. Die Situation erfordert ein gemeinsames Handeln von Regierungen, Industrie und Gesellschaft, um eine nachhaltige Entwicklung des Wohnungsbaus zu gewährleisten.

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Baugenehmigungen im Januar 2024 – Negativer Trend geht ungebremst weiter

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