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Wohnungsbau weiter in der Krise: Keine Trendumkehr in Sicht

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Presse /news Verbandsnachrichten

Berlin, 25.10.2023 – 08:43

Der Wohnungsbau in Deutschland erholte sich im August nicht wie erhofft, wie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) berichtet. Laut den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes gingen die Auftragseingänge im Wohnungsbau im Vergleich zum Vorjahr nominal um 3,3% und real um 6,5% zurück. Obwohl diese Rückgänge auf den bereits rückläufigen Trend im letzten Jahr zurückzuführen sind, verharrt das Niveau der Auftragserteilung weiterhin auf einem bedenklich niedrigen Stand. Der Wohnungsbau befindet sich somit weiterhin “auf der Intensivstation” und steht kurz vor dem Kollaps, warnt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB.

Die Bundesregierung hatte ursprünglich 14 Punkte zur Förderung zusätzlicher Investitionen angekündigt, die jedoch schnellstmöglich umgesetzt werden müssen, um den Wohnungsbau wieder auf Kurs zu bringen. Pakleppa fordert konkret eine beschleunigte Vergabe von Baugenehmigungen, eine Senkung der Grunderwerbsteuer, zinsvergünstigte Kredite sowie die Förderung des EH 55-Standards als Mindestmaßnahmen, um den dringend benötigten Wohnungsbau anzukurbeln.

Die Anzahl der Baugenehmigungen im August lag um 30% niedriger als im Vorjahr, insgesamt fehlen bis August verglichen mit dem Vorjahr Genehmigungen für 69.000 Wohnungen. Alleinige Ankündigungen reichen nicht mehr aus, es bedarf eines konkreten Aktionsplans, um den dringenden Bedarf an Wohnraum in Deutschland zu erfüllen.

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Obwohl die bestehenden Aufträge noch abgearbeitet werden, ist die Reichweite der Order im Laufe des Jahres deutlich gesunken und beträgt nun weniger als vier Monate. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Wert noch bei knapp einem halben Jahr lag, ist eine Unterauslastung absehbar, die die Unternehmen zunehmend unter Handlungsdruck setzt. Die ZDB fordert daher umgehend investive Impulse, um den Beschäftigungsstand dauerhaft zu sichern und potenziell auszubauen, um beispielsweise die benötigten 400.000 Wohnungen in den nächsten Jahren zu bauen.

Während die Gesamtauftragseingänge im August nominal um etwa 22% und real um etwa 18% gestiegen sind, sind die Gründe hierfür vor allem in Großaufträgen für den kommunalen öffentlichen Nahverkehr und die Energieinfrastruktur im gewerblichen Tiefbau zu finden. Kumulativ liegen die gesamten Order nominal um etwa 2% über und real um 8% unter dem Vorjahresniveau.

Der Umsatz der Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten erreichte bis August 69,2 Milliarden Euro, was einem nominalen Plus von 5,4% entspricht, jedoch einem realen Rückgang von etwa 4%. Besonders der gewerbliche Tiefbau konnte mit einem nominalen Plus von über 16% und einem Umsatz von 13,5 Milliarden Euro zum Umsatzwachstum beitragen. Die Umsätze im Wohnungsbau erreichten knapp 17 Milliarden Euro, was nominal einem Rückgang von 2,5% und real einem Rückgang von 11% entspricht.

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Der ZDB betont die dringende Notwendigkeit, den Wohnungsbau in Deutschland wieder anzukurbeln, da das aktuelle Niveau nicht ausreicht, um den steigenden Bedarf an Wohnraum zu decken. Die Umsetzung der angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung ist entscheidend, um den Zusammenbruch des Wohnungsmarktes zu verhindern.

Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
E-Mail rabe@zdb.de

Original-Content von: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe, übermittelt durch news aktuell

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel Keine Trendumkehr: Wohnungsbau bleibt auf der Intensivstation
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14 Responses

  1. Was für eine naive Einstellung! Zelte sind keine langfristige Lösung für ein so grundlegendes Problem wie die Wohnungskrise. Es ist an der Zeit, dass wir ernsthafte Maßnahmen ergreifen, um bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Dein Vorschlag ist einfach nur lächerlich.

    1. Da muss ich dir widersprechen! Die Wohnungskrise ist real und betrifft viele Menschen. Nur weil es in einigen Gegenden genug Wohnungen gibt, heißt das nicht, dass es kein Problem gibt. Wir müssen Lösungen finden, anstatt die Situation zu bagatellisieren.

    1. Das ist eine naive und kurzsichtige Sichtweise. Tiny Houses sind keine Lösung für die Wohnungsprobleme in der Stadt. Wir brauchen vernünftige und nachhaltige Lösungen, um die steigende Nachfrage nach Wohnungen zu decken.

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