Wohnungsbau unter Druck: 6% Auftragsrückgang im Q1 2024

Berlin (ots) – Die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts verdeutlichen eine alarmierende Entwicklung in der Bauwirtschaft. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), kommentiert die aktuelle Lage kritisch: "Die Stabilität der Baubranche steht auf wackeligen Beinen." Besonders der Wohnungsbau, traditionell ein wesentlicher Impulsgeber, leidet unter einer massiven Nachfrageschwäche. Die kürzlich durchgeführte Branchenumfrage bestätigt diesen Negativtrend: Über 60 Prozent der Wohnungsbaubetriebe bewerten ihre Geschäftslage als schlecht, während im Vorjahr nur ein Drittel zu diesem Urteil gelangte. Politische Maßnahmen und gezielte Förderprogramme seien dringend notwendig, um den akuten Rückgang der Auftragseingänge zu stoppen und einen neuen Aufschwung einzuleiten, so Pakleppa.

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Bremen (VBR). Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts zeichnen ein düsteres Bild für die Bauindustrie, insbesondere den Wohnungsbau. Dies hat Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), klar und unmissverständlich kommentiert. Im Jahresverlauf 2023 haben die Aufträge im Wohnungsbau signifikant abgenommen, und das erste Quartal 2024 zeigt keine Verbesserung: Ein weiterer Rückgang um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Branchenumfrage des ZDB bestätigt diesen negativen Trend. Während vor einem Jahr noch zwei Drittel der Unternehmen eine gute oder befriedigende Geschäftslage meldeten, sind es jetzt nur noch knapp die Hälfte. Besonders prekär ist die Situation im Wohnungsbau, wo über 60 Prozent der Betriebe die Lage als schlecht bewerten – ein Anstieg gegenüber den 55 Prozent vom Herbst 2023.

Der Wirtschaftshochbau steht kaum besser da. Einst optimistische Einschätzungen weichen zunehmend pessimistischen Erwartungen. Nur der Tiefbau liefert etwas positivere Nachrichten: Hier sind die Einschätzungen nahezu ausgeglichen, wobei ebenfalls deutliche Unsicherheiten bestehen bleiben.

Eklatant ist der Mangel an neuen Aufträgen, der mittlerweile der Hauptgrund für Baubehinderungen ist. Zwar bleibt der Fachkräftemangel ein dauerhaftes Problem, aber die Unternehmen halten ihre Belegschaften in Erwartung einer besseren Nachfrage stabil. Diese Strategie birgt jedoch finanzielle Risiken, besonders für kleinere und mittlere Wohnungsbauunternehmen.

Pakleppa betont die Dringlichkeit neuer Förderprogramme. Die Ankündigungen reichen nicht aus; konkrete Umsetzungen müssen schneller erfolgen. Auch fordert er niedrigere Zinssätze für KfW-Programme und weniger strenge energetische und technische Anforderungen. Diese Maßnahmen könnten einen dringend benötigten Aufschwung im Wohnungsbau ermöglichen, der aufgrund gestiegener Baukosten um über 40 Prozent ins Stocken geraten ist.

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Das Statistische Bundesamt hat zudem darauf hingewiesen, dass der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2024 etwa 20,2 Milliarden Euro betrug, was einem nominalen Rückgang von über 3 Prozent entspricht. Im Hochbau gab es sogar einen Rückgang von 9,5 Prozent auf ca. 11,1 Milliarden Euro. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang im Wohnungsbau auf etwa 4,7 Milliarden Euro – ganze 14 Prozent weniger.

Trotz des tristen Ausblicks steuert die Baukonjunktur weiterhin Projekte der Energie- und Mobilitätswende bei, was sich im Tiefbau mit einem Umsatzanstieg um gut 5 Prozent zeigt. Doch um einen echten Wendepunkt zu erreichen, bedarf es mutigerer politischer Maßnahmen und gezielter Unterstützung für Bauwirtschaft und Investoren.

Mit Schwerpunkt auf den Fachkräftemangel und fehlende neue Aufträge, endet die Lageanalyse von Felix Pakleppa. Die Branche erwartet dringlich konkrete politische Handlungen, um das Baugeschehen anzukurbeln und zukunftsfähig zu gestalten. Der Ruf nach sofortigen Lösungen ist laut und klar, denn die wirtschaftlichen Herausforderungen lasten schwer auf der gesamten Bauindustrie.

Für weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse steht die vollständige Auswertung der Branchenumfrage des ZDB zur Verfügung. Kontaktinformationen zu Iris Rabe, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Presse beim ZDB, sind ebenfalls angegeben.


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Branchenumfrage und Baukonjunktur I. Quartal: 6 Prozent weniger Wohnungsbauorder – …

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– Datum: 24.05.2024 – 09:32
– Herausgegeben von: ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Ort: Berlin

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu den Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe veröffentlicht.

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, kommentiert diese Zahlen.

Was sagen die neuen Zahlen?
– Im Jahr 2023 wurden weniger Bauprojekte fertiggestellt als erwartet.
– Der Wohnungsbau hat große Probleme. Es gibt nicht genug neue Aufträge.
– Im letzten Jahr hatten Wohnungsbaufirmen fast 20 Prozent weniger Aufträge als 2022.
– Im ersten Quartal 2024 gab es nochmal 6 Prozent weniger Aufträge als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.

Was zeigt die Branchenumfrage?
– Nur 51 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als “Gut” oder “Befriedigend”.
– Fast die Hälfte der Unternehmen sagt, ihre Lage ist “Schlecht”. Das sind mehr als im letzten Jahr.
– Besonders schlecht geht es dem Wohnungsbau. Über 60 Prozent der Firmen im Wohnungsbau bewerten ihre Lage als “Schlecht”.

Wie ist die Lage in anderen Bereichen des Bauhauptgewerbes?
– Auch der Wirtschaftshochbau (Bau von Bürogebäuden und Fabriken) hat schlechtere Bewertungen bekommen.
– Einzig im Tiefbau (z.B. Straßenbau und Kanalbau) sieht die Lage etwas besser aus. Hier stimmen 26 Prozent der Firmen mit “Gut” und 28 Prozent mit “Schlecht”, der Rest sieht die Lage als “Befriedigend”.

Was sind die Gründe für die Probleme?
– Fehlende Aufträge sind der Hauptgrund.
– Fachkräftemangel bleibt ein Problem, obwohl es weniger Anfragen gibt. Die Unternehmen wollen bereit sein, wenn die Nachfrage wieder steigt.

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Was brauchen Bauherren und Investoren?
– Sie warten auf den Start neuer Förderprogramme.
– Es reicht nicht, nur politische Ankündigungen zu machen. Die Umsetzung muss schneller gehen.
– Die Zinssätze in den KfW-Programmen müssen gesenkt werden.
– Energetische und technische Anforderungen sollten reduziert werden, weil sie die Baukosten stark erhöht haben.

Was sagen die Daten des Statistischen Bundesamtes?
– Umsatz im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2024: ca. 20,2 Milliarden Euro, ein Rückgang um mehr als 3 Prozent.
– Umsatz im Hochbau (z.B. Bürogebäude): ca. 11,1 Milliarden Euro, ein Rückgang um ca. 9,5 Prozent.
– Umsatz im Wohnungsbau: ca. 4,7 Milliarden Euro, ein Rückgang um ca. 14 Prozent.
– Im Tiefbau wurde ein Umsatz von 9,1 Milliarden Euro erreicht, das ist ein Plus von gut 5 Prozent.

Hintergrund zur Konjunkturumfrage:
– Rund 1.350 Unternehmen haben an der Umfrage im Frühjahr 2024 teilgenommen.
– Die Struktur und Verteilung der Geschäftsfelder der Unternehmen haben sich gegenüber vorherigen Umfragen kaum verändert.
– Die Fragestruktur blieb gleich, daher können die Ergebnisse mit vergangenen Umfragen verglichen werden.

Für weitere Informationen:
– Iris Rabe ist die Leiterin der Abteilung Kommunikation und Presse beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe.
– Kontaktinformationen: Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420, E-Mail rabe@zdb.de

Originalinhalt vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe, übermittelt durch news aktuell.

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