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Wohnungsbau stagniert – Baukrise trotz leichtem Plus spitzt sich zu

Trotz eines leichten Anstiegs der Baugenehmigungen im Juni bleibt der Wohnungsbau in Deutschland weiter im Krisenmodus: Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts offenbaren ein alarmierend niedriges Niveau neuer Wohnungen, während hohe Baukosten und steigende Zinsen potenzielle Bauherren abschrecken. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnt: Ohne kraftvolle politische Impulse droht die Wohnungsnot weiter zu eskalieren – mit gravierenden Folgen für Mieter und Gesellschaft.

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Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
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Wohnungsbau in Deutschland: Wo bleibt der Aufschwung?

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes werfen ein grelles Schlaglicht auf die Lage des Wohnungsbaus in Deutschland – und lassen viele Hoffnungen enttäuscht zurück. Zwar ist im Juni 2025 ein Plus von knapp 1.400 Baugenehmigungen zu verzeichnen – das entspricht einer Steigerung von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Doch im Gesamtbild bleibt das Wachstum äußerst schwach. Von Januar bis Juni 2025 wurden 109.760 Wohnungen genehmigt – ein Zuwachs von lediglich drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Im Juni 2021 und 2022 lag die Zahl der genehmigten Wohnungen zum Halbjahr jeweils noch bei über 185.000. Von solchen Dimensionen ist der Wohnungsbau heute weit entfernt.

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), beschreibt die Situation so: „Auch wenn wir im Juni erfreulicherweise ein Plus von knapp 1.400 genehmigten Wohneinheiten gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen (plus 7,9 Prozent), bleibt die Performance im ersten Halbjahr 2025 insgesamt schwach. … Von diesem Niveau sind wir weit entfernt. Statt eines Aufschwungs erleben wir das alte Muster: ein leichtes Auf und Ab auf historisch niedrigem Niveau. Es gibt derzeit keinen Impuls, der den Wohnungsbau aus der Krise holen könnte.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Die Schwierigkeiten treten besonders im Mehrfamilienhausbau – dem Herzstück des bezahlbaren Mietwohnungssegments – zutage. Dort stagniert das Genehmigungsniveau seit Monaten. Gut 57.300 Wohnungen wurden in diesem Bereich genehmigt – 2021 und 2022 waren es zur gleichen Zeit jeweils über 90.000. Damit bleibt ausgerechnet der Mietwohnungsbau auf der Strecke, obwohl gerade in den wachsenden Städten die Wohnungsnot akut ist.

Geld für Infrastrukturprojekte ist zwar da, doch der Wohnungsbau bleibt „das Stiefkind der Investitionspolitik“. Hohe Baukosten und die Zinslast schrecken viele Bauherren ab. Viele Projekte geraten ins Wanken oder werden erst gar nicht realisiert. Die Folgen sind spürbar: Wohnraummangel, steigende Mieten und eine wachsende soziale Kluft. Wohnen darf nicht zum Luxusgut werden, mahnt die Branche.

Pakleppa ruft nach neuen Wegen: „Unser Appell bleibt: Damit wieder mehr Menschen bauen können, braucht es jetzt ein neues EH 55-Plus-Programm – eine Förderung, die den Effizienzhausstandard 55 mit einer 100 Prozent regenerativen Heizlösung kombiniert, etwa Wärmepumpe, Pelletheizung oder Fernwärme. Und: Dieses Programm muss für neue Projekte offen sein, nicht nur für bereits genehmigte.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Mit Blick auf den Herbst und die anstehenden Haushaltsberatungen für 2025/2026 fordert der ZDB, die öffentliche Förderpolitik endlich nachzubessern. Die Zeit drängt, denn: Die durchschnittliche Bauzeit einer Wohnung beträgt 26 Monate – mit jedem weiteren Zögern rückt eine spürbare Entlastung auf dem Wohnungsmarkt in weite Ferne.

Pakleppa macht deutlich: „Jedes Zögern verschärft den Wohnungsmangel und treibt Mieten weiter nach oben. Das bringt Menschen an ihre Belastungsgrenze – und birgt erheblichen gesellschaftlichen Sprengstoff. Wohnen darf nicht zum Luxusgut werden.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Die Branche hofft nun auf einen zweiten Bauturbo – und darauf, dass Bauen wieder einfacher und günstiger wird. Denn es ist höchste Zeit, dass der Wohnungsmarkt neuen Schwung bekommt. Andernfalls droht die soziale Schieflage weiter zu eskalieren – und mit ihr die Verdrängung vieler Menschen aus ihren vertrauten Lebensräumen. Wohnungsmarkt, aktuelle Entwicklungen, Bauwirtschaft Fakten, Förderprogramme, Effizienzhaus, Zukunft Wohnungsbau: All das sind Themen, die mehr denn je im Fokus stehen sollten – und die Politik zum sofortigen Handeln zwingen.


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Baugenehmigungen: Wohnungsbau weiter im Tief – Keine Spur von Trendwende

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Hintergründe und aktuelle Entwicklungen im deutschen Wohnungsbau: Fakten, Prognosen und Ausblick

Die aktuellen Daten zur Wohnungsbaugenehmigung belegen eindrücklich, wie groß die Herausforderungen im deutschen Wohnungsbau weiterhin sind. Zwar ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, doch das generelle Niveau der Baugenehmigungen bleibt im längerfristigen Vergleich deutlich zurück. Besonders die Entwicklung im Mehrfamilienhausbau, der für den Mietwohnungsmarkt entscheidend ist, verdeutlicht die bestehende Stagnation. Hintergrund dieser Entwicklung sind vor allem die hohen Baukosten, steigende Zinsen und unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Zahlreiche Prognosen und Branchenanalysen weisen schon seit Jahren darauf hin, dass die angespannte Situation in vielen Ballungsräumen durch unzureichende Fertigstellungen weiter verschärft wird.

Vergleicht man die heutige Lage mit der Zeit vor wenigen Jahren, als regelmäßig über 180.000 Wohnungen bis zum Halbjahr genehmigt wurden, zeigt sich ein starker Rückgang. Die Tatsache, dass der Abstand zu diesem Niveau trotz politischer Initiativen groß bleibt, wirft Fragen zur Effektivität existierender Förderprogramme und strukturellen Hemmnissen auf. Für suchende Mieterinnen und Mieter, aber auch für potenzielle Bauherren, gewinnt die Suche nach Fördermöglichkeiten wie dem geforderten EH 55-Plus-Programm sowie nach günstigeren Finanzierungsmöglichkeiten an Bedeutung.

In den kommenden Monaten steht der Wohnungsbau vor schwierigen Entscheidungen. Politische Weichenstellungen, etwa bei der Förderpolitik im neuen Bundeshaushalt, werden darüber mitentscheiden, ob sich die Trendwende einstellt oder die Krise sich weiter zuspitzt. Auch der Blick auf die nächsten Jahre ist für viele Beobachter entscheidend: Branchenverbände und Wirtschaftsforscher erwarten erst dann eine Entspannung, wenn Rahmenbedingungen wie Baukosten, regulatorische Hürden und die Zinssituation verbessert werden. Bis dahin bleibt die Wohnungsfrage eine der drängendsten sozialen Herausforderungen in Deutschland – und ein Thema von hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung.

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