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Wohnungsbau-Stagnation trotz Auftragsplus im April 2024

Auftragsentwicklung im Wohnungsbau: Hoffnungsschimmer oder Talsohle?

Berlin (ots) - Der April 2024 bringt eine erfreuliche Nachricht für den Wohnungsbau: Zum ersten Mal seit fast zwei Jahren verzeichnet das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Auftragseingänge um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, kommentiert die aktuellen Zahlen und warnt zugleich vor zu viel Euphorie. Trotz des positiven Zeichens befinden sich die Auftragseingänge auf einem historisch niedrigen Niveau, und die Herausforderungen für private Häuslebauer bleiben aufgrund hoher Finanzierungskosten bestehen. Auch die Baugenehmigungen sinken weiter, was die Dringlichkeit effizienter und langfristiger Fördermaßnahmen unterstreicht.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Inmitten einer angespannten Phase im Wohnungsbausektor gibt es zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer. Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Auftragseingänge im April 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent gestiegen sind. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), warnt jedoch vor zu viel Euphorie: „Das Plus von 4,8 Prozent im April 2024 gegenüber dem Vorjahreswert ist aber für sich noch keine Trendwende.“

Der Weg aus der Tiefe ist noch weit. Trotz des Aufschwungs bleibt die Gesamtlage mit einem kumulativen Minus von 3 Prozent weiterhin kritisch. Besonders bedenklich ist das starke Minus bei den Baugenehmigungen im April, das 17 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats liegt. Der Gesamtauftragsspiegel befindet sich auf einem niedrigen Niveau und liegt real rund 40 Indexpunkte unter den Werten von 2020 und 2021.

Ein weiterer Hinderungsgrund für den Aufschwung im Wohnungsbau sind die nach wie vor hohen Finanzierungskosten. Diese Hürde betrifft vor allem private Bauherren, die oft nicht in der Lage sind, die notwendigen Mittel aufzubringen. Zudem fehlen laut Pakleppa die geeigneten Förderinstrumente. „Für den Mietwohnungsbau gibt es die degressive AfA, die nicht an einen hoch ambitionierten energetischen Standard gekoppelt ist. Würde es eine eindeutige und langfristige Fördersystematik für den Wohnungsbau geben, die den EH 55-Standard einschließt […] würde das einen merklichen Schub geben.“

Nicht nur die finanzielle Unterstützung fehlt, auch der bürokratische Aufwand stellt ein Hindernis dar. Vereinfachungen im Bauprozedere könnten die Kosten senken und den Bau schneller und effizienter machen. Pakleppa hebt hervor, dass mit dem Gebäudetyp E eine echte Chance besteht. Der Schlüssel liegt darin, dass neben dem Stand der Technik auch das technisch Notwendige rechtssicher gebaut werden darf. Hier sei die Politik gefordert, entsprechende Regelungen auf den Weg zu bringen.

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Trotz aller Schwierigkeiten zeigt der Sektor in bestimmten Bereichen Wachstum. Zum Beispiel stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im April 2024 um etwa 11 Prozent auf rund 9,3 Milliarden Euro. Kumulativ beträgt der Zuwachs 0,9 Prozent auf insgesamt 29,5 Milliarden Euro. Interessanterweise stagniert der Wohnungsbau-Umsatz jedoch bei minus 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Tiefbau verzeichnet dagegen positive Impulse, getrieben durch Investitionen in die Energiewende und Mobilitätswende sowie öffentliche Infrastrukturprojekte.

Zusammengefasst zeigt der jüngste Bericht, dass die Herausforderungen im Wohnungsbau weitreichend und komplex sind. Trotz positiver Umsatzzahlen und kleinerer Lichtblicke bleibt die Branche unter Druck. Es bedarf klarer politischer Entscheidungen und gezielter Fördermaßnahmen, um nachhaltig aus der Krise herauszukommen und einen echten Aufschwung im Wohnungsbau zu ermöglichen.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Wohnungsbau: Trotz Auftragsplus keine Trendwende

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe
  • Statistisches Bundesamt
  • Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe
  • Iris Rabe, Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse, Zentralverband Deutsches Baugewerbe
  • Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten
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Weitere Fachbegriffe und Konzepte im Text:

  • Mietwohnungsbau
  • Degressive AfA (Absetzung für Abnutzung)
  • EH 55-Standard
  • EH 40-Standard
  • Gebäudetyp E
  • Tiefbaubereich
  • Energiwende-Infrastruktur
  • Mobilitätswende
  • Öffentlicher Tiefbau

Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in leichter Sprache:

Datum: 25.06.2024 – 08:58

Von wem stammt die Nachricht?
– Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB)

Ort der Nachricht:
– Berlin

Was ist passiert?
– Das Statistische Bundesamt hat Zahlen zu den Auftragseingängen im Wohnungsbau für April 2024 veröffentlicht.

Wer hat dazu etwas gesagt?
– Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

Was sagt Felix Pakleppa?
– Nach 22 Monaten gibt es endlich wieder mehr Aufträge im Wohnungsbau.
– Im April 2024 gab es 4,8 Prozent mehr Aufträge als im April 2023.
– Aber ein Anstieg von 4,8 Prozent bedeutet noch keine Trendwende oder dauerhafte Verbesserung.
– Insgesamt sind die Aufträge immer noch um 3 Prozent gesunken.
– Die Baugenehmigungen sind im April 2024 um weitere 17 Prozent gesunken.
– Im Vergleich zu den Jahren 2020/2021 liegen die Aufträge etwa 40 Indexpunkte niedriger.

Welche Probleme gibt es im Wohnungsbau?
– Die Baupreise steigen nicht mehr, aber die Finanzierungskosten sind immer noch sehr hoch.
– Besonders private Hausbauer haben Schwierigkeiten, diese Kosten zu tragen.
– Bis April 2024 sind die Baugenehmigungen fast um 30 Prozent eingebrochen.
– Es fehlen passende Förderinstrumente für den Wohnungsbau.

Was könnte helfen?
– Für den Mietwohnungsbau gibt es bereits die degressive AfA (Abschreibung für Abnutzung), die nicht an einen hohen energetischen Standard gebunden ist.
– Eine klare und langfristige Förderung für den Wohnungsbau wäre sinnvoll.
– Diese Förderung sollte auch den EH 55-Standard umfassen und nicht nur den anspruchsvollen EH 40-Standard.
– Das Bauen muss einfacher und günstiger werden.
– Der Gebäudetyp E könnte eine Chance sein, wenn die Politik die Regeln entsprechend anpasst.

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Gibt es noch mehr Zahlen?
– Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten haben im April etwa 11 Prozent mehr Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahresmonat.
– Das lag daran, dass es drei zusätzliche Arbeitstage gab.
– Der Umsatz im Bauhauptgewerbe betrug im April ca. 9,3 Milliarden Euro, was einem Plus von 11 Prozent entspricht.
– Kumulativ liegt der Umsatz bei ca. 29,5 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
– Der Umsatz im Wohnungsbau liegt jedoch um 10,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
– Der Tiefbau unterstützt die positive Umsatzentwicklung, besonders durch Investitionen in die Energiewende und die Mobilitätswende.
– Auch der öffentliche Tiefbau verzeichnet ein Umsatzplus von 7 Prozent.

Kontaktperson:
– Iris Rabe
– Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
– Zentralverband Deutsches Baugewerbe
– Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin
– Telefon: 030-20314-409
– Fax: 030-20314-420
– E-Mail: rabe@zdb.de

Diese Informationen stammen vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe und wurden über news aktuell verbreitet.

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