Wohnungsbau auf Tiefstand: Druck auf politische Wende wächst

Inmitten einer sich zuspitzenden Wohnungsnot in Deutschland schlägt die Immobilienbranche Alarm: Neueste Zahlen offenbaren ein drastisches Tief bei den Baugenehmigungen – der niedrigste Stand seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) fordert nun entschlossene politische Maßnahmen und hebt die Bedeutung des bevorstehenden Wachstumschancengesetzes hervor. Laut Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, steht die Immobilienwirtschaft am Scheideweg, und die anstehende Entscheidung im Bundesrat könnte ein Wendepunkt sein. Mit dringend benötigten Impulsen für den Wohnungsbau, die Frage nach dem sozialen Zusammenhalt und einem möglichen Verzicht auf die Grunderwerbsteuer stellt sich die Branche der Herausforderung, die wachsende Wohnraumkrise zu meistern. Doch gelingt es der Politik, adäquate Lösungen zu liefern, und kann der Trend umgekehrt werden?

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Bremen (VBR). Die Immobilienwirtschaft, ein Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft und des sozialen Gefüges, steht vor einer ernstzunehmenden Herausforderung. Angesichts einer signifikanten Verringerung der Baugenehmigungen für Wohnungen – ein Tiefstand, der zuletzt 2012 verzeichnet wurde – hat der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) am 29. Februar 2024 eine dringende Aufforderung an die politischen Entscheidungsträger gerichtet.

Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, hebt hervor: „Wir müssen dringendst die Serie schlechter Nachrichten durchbrechen. Denn mehr Wohnraum ist auch eine Frage des sozialen Zusammenhalts.“ Diese Worte spiegeln die Dringlichkeit der Situation wider, in der die Zahl der genehmigten Wohnungen im Jahr 2023 um 94.100 auf nur noch 260.100 Einheiten gesunken ist. Dieser Rückgang verdeutlicht die Schwierigkeiten, unter den aktuellen Bedingungen neue Wohnprojekte zu initiieren.

Die Hoffnung richtet sich nun auf das Wachstumschancengesetz, das am 22. März im Bundesrat diskutiert wird. Von besonderer Bedeutung sind dabei steuerliche Anreize wie die degressive AfA, die von der Bundesregierung vorgeschlagen werden, um den Wohnungsbau zu fördern. Mattner betont, dass eine Zustimmung der Länder zu diesen Maßnahmen “absolut unverzichtbar” sei und warnt davor, die dringend benötigte Schaffung von Wohnraum mit anderen politischen Themen zu vermengen. Zudem plädiert er für Maßnahmen wie einen temporären Verzicht auf die Grunderwerbsteuer und kommunale Abschöpfungen im Wohnungsbau, um dem Markt spürbare Impulse zu verleihen.

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Hintergrund dieser Forderungen ist die alarmierende Prognose des ZIA, nach der Deutschland bis 2025 rund 720.000 Wohnungen fehlen werden; bis 2027 könnte diese Zahl sogar auf 830.000 anwachsen. Der ZIA, der als Stimme von circa 37.000 Unternehmen der Immobilienbranche agiert, macht damit auf ein Problem aufmerksam, das nicht nur die Wirtschaft betrifft, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die Daseinsvorsorge in Deutschland.

Die Bedeutung dieser Herausforderung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wohnraum ist nicht nur eine Frage der Ökonomie, sondern eine grundlegende Voraussetzung für sozialen Frieden und individuelle Lebensqualität. Angesichts der aktuellen Engpässe im Wohnungsbau und der dringenden Notwendigkeit, gegensteuernde Maßnahmen zu ergreifen, fordert der ZIA eine ganzheitliche und zielgerichtete Politik, die den Bau neuen Wohnraums ermöglicht und fördert. Nur so können die Weichen für eine nachhaltige und sozial gerechte Zukunft der deutschen Immobilienwirtschaft und Gesellschaft gestellt werden.


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Immobilienwirtschaft zum Tief bei den Baugenehmigungen für Wohnraum: „Das …

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