Wissenschaftler fordern Reform: 64.000 Unterschriften überreicht

Am 12. Juni 2024 steht ein bedeutender Moment im Berliner Regierungsviertel bevor: Das Bündnis gegen Dauerbefristung in der Wissenschaft wird dem Bundestags-Ausschussvorsitzenden Kai Gehring 64.000 Unterschriften übergeben. Fast neun von zehn wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sind derzeit befristet beschäftigt – eine Praxis, die durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) ermöglicht wird und nun umfassend reformiert werden soll. Die Initiative fordert realistischere Vertragslaufzeiten und mehr Dauerstellen für Promovierte, um die berufliche Planbarkeit zu verbessern. Erwartet wird eine symbolträchtige Demonstration, bei der Teilnehmer das Konterfei #IchBinHanna tragen, um ihren Protest auszudrücken.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR).

Am Mittwoch, den 12. Juni 2024, dürfte es im Berliner Regierungsviertel zu einem eindrucksvollen Ereignis kommen. Das Bündnis gegen Dauerbefristung in der Wissenschaft wird an diesem Tag um 13 Uhr eine Petition mit über 64.000 Unterschriften an Kai Gehring, den Vorsitzenden des Bundestags-Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, überreichen.

Die derzeitige Lage in der Wissenschaft ist prekär: Fast neun von zehn wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sind befristet beschäftigt, was vielen jungen Talenten jegliche berufliche Planungssicherheit nimmt. Diese Befristungspraxis wird durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) ermöglicht. Der Regierungsentwurf für die Reform dieses Gesetzes steht seit März zur Diskussion und soll im Juni erstmals im Bundestag beraten werden.

Doch viele betroffene Wissenschaftlerinnen sind nicht zufrieden mit dem Entwurf. Sie prangern an, dass er keine ausreichenden Verbesserungen bringt. Um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen, haben 18 Organisationen eine WeAct-Petition gestartet, in der sie grundlegende Änderungen fordern. Ihre Kernanliegen: verbindliche Entfristungsvereinbarungen für promovierte Wissenschaftlerinnen, unbefristete Stellen für dauerhafte Aufgaben und realistische Vertragslaufzeiten für Doktorand*innen – in der Regel sechs Jahre oder mindestens vier.

Der Protest am 12. Juni wird ein starkes Bild abgeben. Etwa 50 bis 100 Personen, die sich symbolisch als Vertreter aller betroffenen Wissenschaftlerinnen sehen, werden dort erwartet. Sie werden Masken mit dem Konterfei von #IchBinHanna tragen – einem Symbol für ihren Kampf gegen die von der Bundesregierung vorgeschlagene Novelle des WissZeitVG. Vertreterinnen des Bündnisses werden ebenfalls vor Ort sein und stehen für Fragen zur Verfügung.

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Es handelt sich um einen wichtigen Termin, der insbesondere für Bild- und Fotoberichterstattung geeignet ist. Die Übergabe findet an den Wasserspielen zwischen Paul-Löbe-Haus und Bundeskanzleramt statt. Für Interessierte und Medienvertreter ist dies eine einmalige Gelegenheit, Einblicke in die Sorgen und Forderungen der Wissenschaftler*innen zu erhalten.

Die Initiative gegen die Dauerbefristung wird von diversen Organisationen unterstützt, darunter die Arbeitnehmerkammer Bremen, die Arbeitskammer des Saarlandes, die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) und viele mehr. Besondere Expertise und Engagement kommen auch von großen Gewerkschaften wie dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und ver.di, die ihre Stimmen für bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft erheben.

Diese Bewegung zeigt, wie drängend das Thema für viele Akademiker*innen ist. Sie kämpfen nicht nur für ihre eigenen Rechte, sondern auch für die Zukunft der Wissenschaft in Deutschland, die von stabilen und sicheren Arbeitsverhältnissen profitiert. Ihre Forderungen sind klar und zielgerichtet, und die Unterstützer hoffen nun auf größtmögliche Resonanz und positive Veränderungen durch die Politik.

Wer sich weiter informieren möchte, kann die Petition „Stoppt die Dauerbefristung in der Wissenschaft“ auf WeAct (campact.de) einsehen und unterstützen. Hiermit leisten viele einen wertvollen Beitrag für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der akademischen Welt.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Terminhinweis: Bündnis gegen Dauerbefristung in der Wissenschaft übergibt 64.000 …

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Meldung einfach erklärt

Natürlich, ich werde den Beitrag in leichter Sprache erklären und dabei mögliche Fragen beantworten.

1. Wer hat diesen Beitrag veröffentlicht?
– Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, kurz ver.di.

2. Was ist der Hauptinhalt des Beitrags?
– Ein Hinweis auf einen wichtigen Termin: Am 12. Juni 2024 wird eine Petition mit 64.000 Unterschriften an den Bundestag übergeben. Diese Petition fordert eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG).

3. Warum ist diese Petition wichtig?
– Viele wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten haben nur befristete Arbeitsverträge, oft nur für weniger als ein Jahr.
– Das aktuelle Gesetz, das WissZeitVG, erlaubt diese Praxis.
– Die Ampelkoalition (eine Regierungskoalition aus mehreren Parteien) hat eine Reform des WissZeitVG angekündigt, weil sie die Arbeitsbedingungen verbessern will.
– Viele Betroffene sind aber nicht zufrieden mit dem neuen Entwurf und fordern Änderungen.

4. Was genau fordert die Petition?
– Verbindliche Entfristungsvereinbarungen für promovierte Wissenschaftler.
– Dauerstellen für dauerhafte Aufgaben.
– Realistische Vertragslaufzeiten für Doktoranden (in der Regel sechs Jahre, mindestens vier Jahre).

5. Wie viele Menschen unterstützen die Petition bisher?
– Rund 65.000 Menschen.

6. Wann und wo wird die Petition übergeben?
– Datum: Mittwoch, 12. Juni 2024
– Uhrzeit: 13:00 Uhr
– Ort: Berlin, Parlaments- und Regierungsviertel, an den Wasserspielen zwischen Paul-Löbe-Haus und Bundeskanzleramt

7. Wer wird anwesend sein?
– Vertreter des Bündnisses, das die Petition unterstützt.
– Erwartet wird die Teilnahme von 50 bis 100 Personen.
– Diese Personen werden Masken mit dem Gesicht von #IchBinHanna tragen, um zu zeigen, dass sie stellvertretend für alle betroffenen Wissenschaftler sprechen.

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8. Weitere Hinweise:
– Der Termin ist besonders interessant für Bild- und Fotoberichterstattung.
– Für Fragen vor Ort steht Sonja Staack von ver.di zur Verfügung. Sie ist unter der Telefonnummer 0151 14 39 12 48 erreichbar.

9. Welche Organisationen unterstützen die Petition?
– Arbeitnehmerkammer Bremen
– Arbeitskammer des Saarlandes
– Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof)
– Bundesweites Netzwerk Studentischer Tarifvertragsinitiativen (TVStud)
– Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
– Deutsche Gesellschaft Juniorprofessur e.V. (DGJ)
– Freier Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs)
– Gesamtbetriebsrat der Fraunhofer-Gesellschaft
– Gesamtbetriebsrat der Max-Planck-Gesellschaft
– Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
– Network of Doctoral Researcher Networks (N²)
– Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss)
– Personal- und Betriebsräte der Helmholtz-Gemeinschaft (PBHGF)
– Personal- und Betriebsräte der Leibniz-Gemeinschaft – Koordinierungsgruppe (PBL)
– RespectScience
– Thesis – Interdisziplinäres Netzwerk für Promovierende und Promovierte e.V.
– Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
– Zusammenkunft aller Physikfachschaften (ZaPF)

10. Kontaktinformationen:
– Ansprechpartner: Richard Rother, ver.di-Bundesvorstand
– Adresse: Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
– Telefon: 030/6956-1011, -1012
– E-Mail: pressestelle@verdi.de
– Webseite: www.verdi.de/presse

Zusätzliche Information:
– Weitere Informationen und der Link zur Petition findest du hier: “Stoppt die Dauerbefristung in der Wissenschaft | WeAct (campact.de)”

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