Werbemittel in 5 Schritten erfolgreich finden

Werbemittel 5 Schritte
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In unseren vielen Gesprächen mit Vereinen und Verbänden ist uns aufgefallen, dass Werbemittel zur Mitgliederwerbung und -bindung meist ohne Planung bestellt werden. Dadurch hat man öfters einen schlechten Werbeeffekt und verliert Mitgliedsbeiträge. Überdies ist es für viele schwierig, das passende Produkt zu finden.

In der Regel wissen Sie bereits im Vorfeld, was Sie haben möchten oder wo Sie es finden können. Aber ist das auch das richtige? Stellen Sie sich diese Frage einmal. Wir zeigen Ihnen unsere fünf Schritte wie Sie ein perfektes Produkt finden. So werden Ihre Maßnahmen am effektivsten sein.


1. Schritt: Anlass wählen, Zielgruppe definieren und analysieren

Dies ist der aufwendigste Schritt, aber gleichzeitig einer der wichtigsten. Sobald Sie diesen Schritt genau erstellt haben, können Sie ihn für Ihre komplette Vereinsarbeit über Jahre hinweg nutzen.

  • Wollen Sie eine Werbeaktion in der Öffentlichkeit betreiben oder eine Kundgebung zu einem Thema?
  • Planen Sie ein Vereinsfest oder soll es für den täglichen Bedarf der „Laufkundschaft“ in Ihrem Vereinshaus sein?
  • Feiern Sie ein Jubiläum?

Für jeden Anlass gibt es unterschiedliche Zielgruppen – Kriterien:

  • Vereinszugehörigkeiten
  • Alter
  • Geschlecht
  • Beruf
  • Hobbys und weitere Interessen
  • Bildungsstand
  • Umweltbewusstsein
  • Motivationen und politische Einstellung

Warum sollte man die Zielgruppe festlegen?

Durch diese Weise erhalten Sie einen besseren Überblick und ein gutes Bild, wen Sie ansprechen wollen.

Wenn Sie zum Beispiel Kosmetik-Produkte als Werbemittel einsetzen möchten, aber Ihre Zielgruppe ist überwiegend männlich, so bringt Ihnen dies keinen großen Vorteil.

In der Regel fühlen sich Männer von diesen Produkten nicht derart angesprochen wie Frauen. Da Sie auch keine Produkte bewerben und verkaufen, sondern als Organisation hervorstechen möchten, sollte das Produkt lediglich einen positiven Eindruck für Ihre eigentliche Verbands- und Vereinstätigkeit vermitteln.

Warum sollte ich Zielgruppen und Anlässe unterschiedlich betrachten?

Bei internen Veranstaltungen oder Aktionen, die Sie geplant haben, sind zum Großteil Ihre Mitglieder bereits bei Ihnen. Diese kennen Sie und daher können Sie die Zielgruppen-Kriterien relativ leicht zuordnen. Der Hauptgrund, warum Sie hier Werbemittel einsetzen, ist die Mitgliederbindung. Diese Zielgruppe muss stets positiv über Sie denken, da diese Ihr Fundament ist.
Zu einem Vereinsfest oder einer Kundgebung von Ihnen kommen auch Freunde und Bekannte Ihrer Mitglieder. Wenn Sie zum Beispiel ein Herren-Fußballverein sind und ein Familienfest ausrichten, so könnten Sie den Nicht-Mitgliedern, Frauen und Kindern des Vereinsmitgliedes eine zusätzliche Aufmerksamkeit zukommen lassen.
In manchen Fällen sind die Partner und Kinder nicht in einem Verein Mitglied, weil Sie dort keine Aktivität ausüben können. Aber diese Personen könnten trotzdem auch Mitglied werden, oder? Ein anderer Grund ist, wenn der Partner und die Kinder den Verein des Mitgliedes mögen, dann geht der positive Gedanke zusätzlich auf das zahlende Mitglied über.

Es muss nicht immer ein feierlicher Anlass sein, wenn Ihre Mitglieder zu Ihnen kommen. Wenn Ihre Mitglieder Sie in Ihrer Geschäftsstelle oder Ihrem Vereinsheim besuchen, sollten Sie auch über Materialien nachdenken, denn diese fördern ebenso die Mitgliederbindung.
Am meisten freuen sich Ihre Mitglieder über einen Besuch von Ihnen zum Geburtstag oder zu Mitgliedschaftsjubiläen. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie die Zielgruppe so genau wie möglich definieren. Ein runder Geburtstag oder ein Jubiläum ist für das Mitglied einmalig. Diese Chance zur langfristigen Bindung dürfen Sie nicht verspielen.

Kleiner Tipp: Nutzen Sie auch Umfragen oder Interviews Ihrer Mitglieder, um diese Inhalte umzusetzen.

Bei einer Aktion auf einem Markplatz oder vor einem öffentlichen Gebäude müssen Sie selbst vorher entscheiden: Wollen Sie jeden ansprechen oder suchen Sie eine spezielle Zielgruppe wie z.B. nur junge Leute oder Frauen?
Auf einer Kundgebung oder einer anderen öffentlichen Veranstaltung treffen Sie auch öfters auf Passanten, die Sie eigentlich nicht direkt werben wollen.

Allerdings möchten Sie Ihr Thema möglichst groß und schnell bewerben. Diese Zielgruppe ist eine undefinierte Zielgruppe. Eine solche undefinierte Zielgruppe haben Sie immer. Diese Zielgruppe finden Sie zum Beispiel am Rande einer Kundgebung. Hierbei handelt es sich um Personen, die zufällig vorbeikommen und vielleicht sogar neugierig sind und sich alles anschauen. Hier weiß man zwar nie, wer es ist und was derjenige bevorzugt. Jedoch besteht auch hier eine Chance, dass dies potenzielle Mitglieder werden oder Ihren Verein anderweitig unterstützen könnten.

Ein wenig anders ist es in oder vor einem Betrieb. Im Vorfeld wissen Sie, welche Berufsgruppe Sie antreffen werden. Hier können Sie schon vorzeitig einige Kriterien einfach herausfinden: Um das Alter und das Geschlecht zu ermitteln, brauchen Sie Hilfe. Hier wäre es gut, wenn Sie Kontakt zum Betriebsrat oder einigen Angestellten haben. Diese können Ihnen ungefähre Daten mitteilen. In vielen Fällen reicht es aus, wenn Sie einen Mittelwert finden.

Was mache ich, wenn ich die Zielgruppe nach meinem Anlass notiert habe?

Jetzt geht es um die Analyse: Unternehmen machen dies, um zu wissen, was der Kunde kaufen will und könnte. Wie oft kaufen wir Produkte, auf die wir nur durch gute Werbung aufmerksam gemacht wurden, diese aber nie auf unserem Einkaufszettel standen?

Und genau so sollten Sie Vereinswerbung betreiben. Viele Menschen, wissen noch nicht, dass sie eigentlich bei Ihnen Mitglied sein müssen oder Ihre Themen unterstützen sollten.

Sobald Sie dies alles notiert haben, erstellen Sie für jegliche mögliche Variante eine Beispielperson. Hiermit können Sie genau überlegen, ob diese Person das besagte Produkt dankend annehmen oder Ihre Idee unterstützen würde.

Erstellen Sie sich hierzu eine einfache Excel-Liste: Siehe Beispiel.
Ja, dieser Schritt ist am Anfang aufwendig. Wenn er jedoch einmal ordentlich gemacht ist, kann er Ihnen langfristig sehr gut weiterhelfen, Ihre Mitglieder und auch potenziellen Neumitglieder zu verstehen.


2. Schritt: Produkt wählen

Nachdem Sie Ihre Mitglieder und jene die es mal werden sollen, erkundet haben, geht es nun darum, das richtige Produkt zu suchen und zu finden. Hierfür benötigen Sie Ihre Liste.

Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

  • Über was würden sich diese Personen freuen? Was könnte nützlich sein?
  • Was sollte nicht genutzt werden?
  • Wie lange soll es verwendet werden?
  • Welche Wertigkeit soll das Werbemittel für die Person haben?

Soll ich ausgefallende Werbemittel oder bekannte Produkte wählen?

Es gibt Marketinggurus, die Ihnen erzählen, dass man keine Kugelschreiber nutzen sollte. Der Grund ist verständlich – man bekommt ständig irgendwo einen Kugelschreiber geschenkt und sieht dies nicht als große Wertschätzung.

Aber gerade bei großen Aktionen mit vielen Menschen sind Produkte wie Kugelschreiber sehr gut. (siehe Schritt 1 – undefinierte Zielgruppe). Die Menschen wissen sofort, wofür sie diesen benutzen können. Dadurch erzeugen Sie sofort eine positive Wirkung beim Empfänger.

Innovative Werbemittel mit speziellen Funktionen und Eigenschaften bringen Ihnen nur etwas, wenn Sie wissen, dass die Zielgruppe dies auch versteht oder einsetzen kann. Ein Kugelschreiber mit einem integrierten USB-Stick ist in der Regel für technikaffine Menschen geeignet.

Wie teuer sollte ein Werbemittel sein?

Wir arbeiten immer nach einem vorgegebenen Budget. Dies sollten Sie stets einhalten, doch dazu später mehr. Sie kennen sicherlich den Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Dies mag auf einige Produkte zutreffen, ist aber nicht immer zwingend richtig. Wir haben viele Erfahrungen mit Produkten gemacht und können es daher gut einschätzen, ob ein billiges Produkt auch ein schlechtes ist.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie überzeugt sind, dass die Person das Werbemittel nicht gleich wegwirft, weil Sie Ihn kennen oder gut eingeschätzt haben, dann sollten Sie höherwertigere Produkte bzw. langhaltende Werbemittel einsetzen. Diese Produkte schaffen ein längeres Glückgefühl und sorgen für eine stärkere Bindung.

Der Preis spielt keine Rolle, wenn die Person Ihr Produkt als nutzlos empfindet, denn dann landet es im Müll. Dadurch haben Sie nicht nur Geld verschwendet, vielmehr haben Sie auch einer Person eine negative Assoziation Ihnen gegenüber vermittelt.

Grundsätzlich kommt es bei einem Produkt ebenso auf den Hersteller an. Durch die falsche Veredelung kann ein Produkt in Mitleidenschaft gezogen werden. In den nächsten Schritten erklären wir Ihnen, wie Sie dies bestimmen können.

Könnte das Werbemittel einen Bezug zu Ihnen haben?

Ihre Organisation lässt sich sicherlich in eine Art Kategorie einordnen – Sport, Kultur, Naturschutz, eine Berufsgruppe usw. Gibt es hier ein Symbol oder eine Assoziation zu Ihnen?

Für Sportvereine könnte dies ein Sportgerät, für Tierschutzvereine ein Tier oder für einen Berufsverband ein Arbeitsmittel sein.

Suchen Sie nach bestehenden Produkten in den zahlreichen Datenbanken der Hersteller. In manchen Fällen gibt es bereits ein Produkt, was zu Ihnen passen könnte.
Falls Sie nichts gefunden haben, ist es möglich, ein eigenes Produkt zu entwerfen. Die Preise müssen in vielen Fällen nicht so hoch sein. Mit einer guten Beratung kann man Ihnen auch hier weiterhelfen.


3. Schritt: Design

Der Wiedererkennungswert ist das A und O von Vereins- und Mitgliederwerbung. Das zentrale Element Ihres Vereins-Designs ist Ihr Logo, Ihr Name und ggf. der Name Ihrer Kampagne. Hinzukommt das Farbspiel des gesamten Produktes.

Wussten Sie, dass Farben automatisch ein Gefühl bei einem Menschen hervorrufen? Werfen Sie hier einmal einen Blick darauf.

Wie oben bereits erwähnt, ist ein Produkt, welches mit Ihnen assoziiert wird, ein hervorragendes Werbemittel. Jetzt sollte es nur noch die passenden Farben und Inhalte haben.

Unsere Empfehlung:

Holen Sie sich bei der Aufbereitung des Designs professionelle Unterstützung eines Grafikers. Bei manchen Produkten haben Sie den Vorteil, dass die Hersteller eigene Grafikabteilungen haben und Ihnen bei der Erstellung weiterhelfen können. Wir arbeiten selbst mit vielen Grafikern und Dienstleistern zusammen. Hier können wir Ihnen gerne weiterhelfen.

Das schwerste bei der Gestaltung eines Produktes ist es, dass man nicht von sich aus geht, sondern von der Sicht des Empfängers. Jeder Mensch hat eine andere Form der Wahrnehmung und eine andere Meinung zum Design. Da Sie bereits erfolgreich Schritt 1 durchgeführt haben, können Sie sich besser in die Lage des Empfängers versetzen.

Wir empfehlen hier, dass Sie sich auf das Wesentliche fokussieren: Ihr Logo, Ihr Name oder Thema und dann max. 2 Hauptfarben. Das reicht und ist für jeden einprägsamer.


4. Schritt: Angebotsanalyse

Jetzt haben Sie fast alles für Ihr Produkt. Sie wissen für welchen Anlass das Produkt entwickelt wurde, Sie kennen Ihre Zielgruppe, das Produkt und das Design wurden gewählt. Legen Sie Ihr Budget fest und setzen Sie sich als Ziel einen max. Stückpreis.

Nun kommt es auf Ihr Verhandlungsgeschick und Ihre Erfahrung an. Kontaktieren Sie möglichst viele Hersteller.

Kennen Sie selbst keine Hersteller oder wählen Sie die ersten Hersteller aus, die Ihnen Google vorschlägt? Auch hier sollten Sie uns kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter und behalten Ihr Budget im Blick. Denn mit einer richtigen Angebotsanalyse können Sie viel Geld oder Ärger sparen.

Viele Produkte sehen zwar auf dem Angebot gleich aus, aber das Herstellungsprozedere und die Materialien sind unterschiedlich. Hat der Hersteller das richtige Knowhow und weiß genau, wie man etwas herstellt?

Qualität und Haltbarkeit können von Anbieter zu Anbieter abweichen. Denken Sie zudem an die Umwelt und stellen Sie sich die Frage, wie das Produkt einfach entsorgt werden kann. Dazu zählt auch der Standort der Herstellung.

Selbst die Arbeitsbedingungen sind ein Aspekt, der beispielsweise von uns untersucht wird.

Vertragliche Regelungen wie die Zahlungs- und Lieferbedingungen und jegliche Handelsklauseln sind ein Faktor, den Sie genau kennen sollten.

Man sollte genau verstehen, wie sich die Kosten zusammensetzen, denn das billigste Produkte kann am Ende mit einem Null-Effekt sehr teuer werden. Schonen Sie daher Ihre Mitgliedsbeiträge.


5. Schritt Auftragsabschluss, Kontrolle und Analyse

Sie haben jetzt alle vier Schritte berücksichtigt und sind nun dabei, dem Hersteller die Druckdaten zu übermitteln. Wenn alles richtig kommuniziert wurde, fängt der Hersteller mit der Produktion an. Gehen Sie auf Nummer sicher und erkundigen Sie sich, ob der Druck gestartet wurde oder es noch Detailfragen gibt. Abhängig von der Menge und des Herstellungsortes sollte der komplette Verlauf überwacht werden. Kommt alles rechtzeitig wie vereinbart an? Fragen Sie bei Verzögerungen sofort nach. Dies kann durch unverschuldete Vorfälle passieren. Beachten Sie, dass der Hersteller für den ordentlichen Versand zuständig ist. Bei einer Reklamation wenden Sie sich als erstes an ihn.

Nutzen Sie zudem die Formulare der Versanddienstleister. Diese können nur Sie ausfüllen.

Hier finden Sie den direkten Weg, um eine Sendung zu reklamieren:

Ist das Paket wohlbehalten bei Ihnen angekommen und Sie stellen nach dem Öffnen Materialfehler oder andere Beschädigung fest, melden Sie dies unverzüglich dem Hersteller. Wenn Sie Schritt vier gemacht haben, haben Sie sicherlich einen serviceorientierten Hersteller gewählt.

Ist alles super gelaufen, geht es jetzt daran, diese Produkte für Ihre Mitgliederwerbeaktion oder Ihre Vereinswerbung zu benutzen. Versuchen Sie die Reaktionen des Empfängers zu notieren. Sprechen Sie im Nachgang der Aktion mit Ihren Vereinskollegen.

Diese Reaktionen geben Ihnen ein Bild, wie gut oder schlecht das Produkt angenommen wurde. Dadurch können Sie bei weiteren Produkten und Aktionen bessere Entscheidungen treffen. Ein Vorteil der Auswertung ist, dass Ihre Mitglieder, die das alles bezahlen, über die Entwicklungen transparent aufgeklärt werden.

Negative Rückmeldungen kann es immer geben, egal wie gut das Werbeprodukt war. Wenn die Person an diesem Tag schlechte Laune hat oder sich mit Ihrer Organisation grundsätzlich nicht identifizieren kann, können Sie nichts dagegen machen. Zudem kann es auch sein, dass Sie noch zu wenig Daten für den ersten Schritt hatten und somit nicht die korrekte Zielgruppe ansprechen konnten.

Am Ende entwickeln Sie sehr schnell ein Gespür dafür, was Ihre Mitglieder und potenziellen Mitglieder benötigen.

Sie werden so zum Mitgliederwerbeprofi! Viel Erfolg wünschen wir Ihnen!