Wärmewende und Holzenergie: Welche Rolle das Gebäudeenergiegesetz 2024 für erneuerbare Wärme spielt

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie-Bund (DeSH) macht zum Auftakt der Länder- und Verbändeanhörung deutlich, dass Holzenergie mit heute rund zwei Dritteln der erneuerbaren Wärme unverzichtbar für die Wärmewende im Gebäudesektor ist. Er begrüßt, dass der neue Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes auf übertriebene Auflagen wie verpflichtende Photovoltaik-Kombi und riesige Pufferspeicher verzichtet, kritisiert aber das weiter bestehende Verbot von Biomasseheizungen im Neubau. DeSH fordert daher die Aufhebung dieses Ausschlusses und eine größtmögliche Wahlfreiheit für Gebäudeeigentümer, um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen.
Wende in der Wärmepolitik: Neue Richtungen im Fokus – rote Weltkarte, zentrale weiße Schrift.

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Zentrale Botschaften zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes und der Bedeutung der Holzenergie

Zum Start der Länder- und Verbändeanhörung zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) rückt die Rolle der Holzenergie als Schlüssel zum Gelingen der Wärmewende in den Fokus. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) weist darauf hin, dass mit dem neuen Entwurf zwar ein Richtungswechsel eingeleitet wurde, nachdem der ursprüngliche Referentenentwurf drastische Einschränkungen vorsah, doch noch immer bleiben zentrale Verbote insbesondere im Neubau bestehen.

Das Ziel der Bundesregierung bis 2030 den Beitrag der erneuerbaren Wärme auf 50 Prozent zu erhöhen und für jede neue Heizung einen Anteil von 65 Prozent einzuführen ist ein wichtiges und richtiges Signal. Der Verband begrüßt ausdrücklich, dass die deutliche Kritik aus der Branche gehört wurde. So wird im vorliegenden Entwurf auf die zuvor geplante Kombinationspflicht mit Photovoltaik und übergroßen Pufferspeichern verzichtet, was weitreichende Hürden für die Holzenergie vermeidet.

Trotz dieser positiven Entwicklung ist es bedauerlich, dass Biomasse im Neubau weiterhin nicht vorgesehen ist – ein Umstand, der weitreichende Potenziale für das schnelle Gelingen der Wärmewende und das Erreichen der eigenen Ziele verschenkt. Insbesondere in Zeiten begrenzter Kapazitäten von Anlagentechnik, Material, Fachkräften und erneuerbarem Strom hält der Verband zusätzliche Hürden für die Holzwärme für den Weg in die falsche Richtung.

Bereits heute stellt die Holzenergie zwei Drittel der erneuerbaren Wärme. „Ohne sie wird im Zusammenspiel mit allen erneuerbaren Quellen die Dekarbonisierung des Gebäudesektors in den nächsten Jahren nicht zu realisieren sein.“ Um dies zu erreichen, fordert DeSH die größtmögliche Wahlfreiheit für Gebäudeeigentümer sowohl im Gebäudebestand als auch im Neubau. Der Ausschluss von Biomasse im Neubau beim Anschluss an Gebäudenetze verkennt laut Verband die Chancen von Quartierskonzepten und sollte daher aufgehoben werden.

Holz kann als heimischer und nachwachsender Rohstoff, als Bau- und Werkstoff wie auch als Energieträger als ganzheitliche Lösung überzeugen – vorausgesetzt, es werden nachhaltige Strategien von der Errichtung bis zum Abriss entwickelt. Ebenso wichtig sind zielführende Konzepte für Gebäudenetze und Quartiere.

Die unterschiedlichen Nutzungspfade gelten als Teil derselben Wertschöpfungskette. Holzenergie aus Rest- und Abfallstoffen dient als notwendige Ergänzung der stofflichen Holzverwendung im Holzbau. Dafür bedarf es konsistenter politischer Vorgaben, angefangen mit einem klaren Bekenntnis zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung.

Holzenergie zwischen Klimazielen und politischen Weichenstellungen

Die Rolle von Holzenergie bei der Wärmewende gewinnt in der aktuellen Klimapolitik zunehmend an Bedeutung. Angesichts der notwendigen Reduktion von CO₂-Emissionen stehen insbesondere die Energieträger im Fokus, die zum Heizen von Gebäuden genutzt werden. Holzenergie wird dabei häufig als eine erneuerbare Energiequelle betrachtet, die helfen kann, fossile Brennstoffe zu ersetzen und so einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele zu leisten. Gleichzeitig steht sie im Spannungsfeld von ökologischen Chancen und ökonomischen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen.

Das Gebäudeenergiegesetz ist ein zentrales Instrument der Wärmewende. Es setzt Rahmenbedingungen, die beeinflussen, wie sich der Einsatz erneuerbarer Energien – darunter auch Holzenergie – künftig gestaltet. Die unterschiedlichen erneuerbaren Energieträger weisen sowohl technisch als auch hinsichtlich ihrer Umweltwirkungen und Verfügbarkeiten deutliche Unterschiede auf. So bietet Holzenergie Vorteile wie die regionale Verfügbarkeit und die Möglichkeit, bestehende Heizsysteme nachzurüsten. Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit, Nachhaltigkeitskriterien einzuhalten, um eventuelle ökologische Risiken wie Übernutzung der Ressourcen oder Emissionen durch Verbrennungsprozesse zu minimieren.

Zu den zentralen Herausforderungen der Wärmewende zählen unter anderem:

  • Sicherstellung der Nachhaltigkeit bei der Nutzung von Biomasse
  • Vereinbarkeit von Klimaschutz und Ressourcenschutz
  • Technische Effizienz und Emissionskontrolle bei Heizsystemen
  • Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen, die Innovationen fördern und Fehlanreize vermeiden

In der gesellschaftlichen Debatte wird Holzenergie daher kontrovers bewertet. Politische Weichenstellungen, wie sie im Gebäudeenergiegesetz angedacht sind, können entscheidend dazu beitragen, die Chancen der Holzenergie als Teil der Wärmewende zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu begrenzen. Die Entwicklung solcher Regelungen muss sensibel auf ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte eingehen und breite Akzeptanz in der Bevölkerung fördern. Damit eröffnet sich ein politischer Spielraum, der maßgeblich die Zukunft der Wärmewende prägen wird.

Quelle: Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel Richtungswechsel für Wärmewende | Presseportal

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19 Kommentare

    1. Da haben wir wohl verschiedene Meinungen. Ich persönlich ziehe es vor, meine Kleidung anzubehalten und nicht nackt rumzulaufen. Aber wenn das deine Vorliebe ist, viel Spaß dabei!

  1. Na klar, jetzt wollen sie uns doch tatsächlich erzählen, dass wir alle auf Wärmepumpen umsteigen sollen. Lächerlich!

    1. Typisch für dich, immer nur am Nörgeln. Statt dich weiterhin in deiner Ignoranz zu suhlen, solltest du dich mal mit den Vorteilen von Wärmepumpen auseinandersetzen. Aber hey, wenn du lieber im Gestern verweilst, ist das deine Entscheidung.

  2. Ich finde, dass die Wärmewende total überbewertet wird. Wer braucht schon warmes Wasser? #KaltIstDasNeueHeiß

    1. Typisch, immer dieses sinnlose Gejammer! Die Wärmewende ist ein notwendiger Schritt, um unseren Planeten zu schützen. Informier dich doch mal richtig, bevor du hier so einen Unsinn verbreitest.

  3. Das ist einfach nur lächerlich. Körperwärme von Einhörnern? Das ist wohl der größte Quatsch, den ich je gehört habe. Ich hoffe, du scherzt nur. Diese neue Richtung in der Wärmepolitik ist einfach nur absurd.

  4. Na klar, wir sollten einfach alle wieder auf Kaminfeuer umsteigen. Wer braucht schon moderne Heiztechnologien?

    1. Typisch rückwärtsgewandte Denkweise. Warum sollten wir uns mit veralteten Heiztechnologien begnügen, wenn wir fortschrittliche und umweltfreundliche Alternativen haben? Es ist an der Zeit, sich weiterzuentwickeln und unsere Ressourcen effizienter zu nutzen.

  5. Also ich finde ja, dass die Wärmepolitik mal richtig auf den Kopf gestellt werden sollte! Warum immer nur in eine Richtung denken? Es wird Zeit für neue Ideen und frischen Wind! #WärmepolitikWende

    1. Sorry, aber das ist totaler Quatsch! Die aktuelle Wärmepolitik hat ihre Gründe und wird von Experten entwickelt. Wenn du bessere Ideen hast, dann komm doch mit konkreten Vorschlägen um die Ecke, anstatt nur zu meckern! #Realitätscheck

  6. Ich finde es lächerlich, dass sie über Wärmepolitik reden, während Aliens unseren Planeten übernehmen.

    1. Du solltest aufhören, Verschwörungstheorien zu verbreiten und dich stattdessen auf Fakten konzentrieren. Die Wärmepolitik ist ein wichtiges Thema, das unsere Zukunft betrifft. Lass uns vernünftig bleiben und uns mit realen Problemen befassen.

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