Weltkindertag 2025: Starke Kinderrechte stärken unsere Demokratie – Aktionen und Stimmen zum Tag der Kinderrechte am 20. September in Berlin

Zum Weltkindertag am 20. September fordern das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland die vollständige Umsetzung der in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Rechte als Grundlage für Demokratie und sozialen Zusammenhalt. Kinder und Jugendliche präsentierten vor dem Brandenburger Tor in Berlin ein „Haus der Kinderrechte“ und riefen gemeinsam mit Staatssekretärin Petra Bahr dazu auf, Kinderrechte endlich ins Grundgesetz aufzunehmen. Unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“ laden bundesweit Aktionen Familien ein, ihre Wünsche für eine kinderfreundliche Zukunft sichtbar zu machen.
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– Zum Weltkindertag 20. September 2025 fordern UNICEF und DKHW Umsetzung der UN-Kinderrechte.
– Forderung nach Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz sowie stärkere Mitbestimmungsrechte.
– Über 1.000 Kinder präsentierten am Brandenburger Tor ein „Haus der Kinderrechte“.

Kinderrechte am Weltkindertag 2025: Grundlage einer starken Demokratie

Zum Weltkindertag am 20. September 2025 fordern das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland mit Nachdruck, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Rechte der Kinder vollständig umzusetzen. Diese Umsetzung gilt als entscheidend für die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und den Schutz der Demokratie in Deutschland und weltweit. An diesem besonderen Tag setzten über 1.000 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit den Organisationen ein sichtbares Zeichen vor dem Brandenburger Tor in Berlin: Sie präsentierten das kreative „Haus der Kinderrechte“ auf dem Pariser Platz. Dieses Bauwerk besteht aus bunten Bausteinen, die auf mehr als 1.000 eingereichten Forderungen und Wünschen junger Menschen basieren.

Das Haus symbolisiert zentrale Kinderrechte wie Schutz vor Gewalt, das Recht auf Bildung und auf Mitbestimmung. Dr. Petra Bahr, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, betonte bei der Veranstaltung die fundamentale Bedeutung der Kinderrechte für die Demokratie: „Kinderrechte sind das Fundament einer lebendigen Demokratie. Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Als Bundesregierung setzen wir uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte nicht nur kennen, sondern auch im Alltag erfahren und aktiv mitgestalten können – in der Familie, in der Kita, in der Schule und in der ganzen Gesellschaft. Denn unsere Demokratie bleibt nur dann zukunftsfähig, wenn junge Menschen ihre Stimme erheben und gehört werden.“

Besonders wichtig ist dabei die Forderung junger Menschen nach der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. Der 13-jährige Nathan aus Köln, Mitglied im Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes, brachte es auf den Punkt: „Ich finde, Kinderrechte müssen endlich ins Grundgesetz, damit sie wirklich ernst genommen werden. Kinder sollen nicht nur geschützt werden, sondern auch mitbestimmen können, weil es um ihre Zukunft geht. Demokratie heißt, dass alle gehört werden, auch Kinder. Deshalb ist es wichtig, dass Politik Kinderrechte stärker beachtet.“

Die jungen Teilnehmer machten deutlich, dass Kinderrechte nicht verhandelbar sind. Matilda (17) und Olivia (18) vom UNICEF-JuniorTeam formulierten es unmissverständlich: „Kinderrechte sind nicht verhandelbar. Ihre Durchsetzung ist das Fundament einer nachhaltigen, gerechten und friedlichen Welt. Eine Gesellschaft, die die Kinder und ihre Rechte nicht schützt, hat keine Zukunft.“ Diese Haltung unterstreicht auch UNICEF-Botschafterin Dagmar Wöhrl: „Kinder sind das verletzlichste und zugleich wichtigste Glied in unserer Gesellschaft. Sie sind die Zukunft. Doch leider verlieren Kinder durch Kriege, den Klimawandel, Flucht und Hunger nicht nur ihre Sicherheit und ihre Familie – sie verlieren vor allem ihre Kindheit und die Kraft, ihre eigene Zukunft mitzugestalten. Deshalb dürfen wir keine Zeit mehr verlieren: Es liegt an uns allen Kindern, hier und weltweit, eine Zukunft zu sichern.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk weist darauf hin, dass Beteiligung und Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen früh gefördert werden müssen, etwa durch Jugendparlamente, Mitsprache bei der Gestaltung von Spielplätzen oder anderen kommunalen Angeboten. Anja Siegesmund vom Deutschen Kinderhilfswerk unterstreicht: „Es lohnt sich, wenn Kinder und Jugendliche so früh wie möglich Beteiligung lernen und selbstwirksam werden. Ob Spielplatz, Radweg oder Jugendparlament – sich füreinander und miteinander einzusetzen, ist ein Wert an sich. Dieser Wert braucht ein starkes Fundament, das die Politik endlich schaffen muss: Kinderrechte gehören ins Grundgesetz. Und wir brauchen eine bessere Verankerung von Demokratiebildung in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, in Kindertageseinrichtungen sowie in Schulen und Schulhorten. Hier liegt noch viel Arbeit vor uns.”

Unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“ finden anlässlich des Weltkindertags zahlreiche Aktionen in ganz Deutschland statt. UNICEF Deutschland lädt Kinder und Familien ein, mit selbstgestalteten Bausteinen, Puzzlestücken und Freundschaftsarmbändern ihre Wünsche für eine kinderfreundliche Zukunft sichtbar zu machen. Fotos von Kreativaktionen werden unter dem Hashtag #wiestarkwäredasdenn in sozialen Medien geteilt. Parallel dazu bietet das Deutsche Kinderhilfswerk einen digitalen „Kinderrechte-Spezial“-Monat auf www.kindersache.de an, der Kindern altersgerecht Wissen vermittelt und zur aktiven Mitgestaltung anregt. Angesichts weltweiter Krisen unterstreichen diese Initiativen die Dringlichkeit, Kinderrechte konsequent als demokratische Grundlage zu verankern und dadurch die Zukunft junger Generationen zu sichern.

Warum Kinderrechte heute im Fokus einer lebendigen Demokratie stehen

Kinderrechte sind längst kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit demokratischer Gesellschaften. In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen – von schrumpfendem sozialen Zusammenhalt über die Veränderung der Lebenswelten durch Digitalisierung bis hin zu globalen Krisen – wird deutlich, dass die konsequente Umsetzung dieser Rechte essenziell ist. Kinder und Jugendliche von heute wachsen in einer Welt auf, in der politische Entscheidungen immer komplexer und zunehmend international verflochten sind. Ihre Stimmen nicht einzubeziehen, bedeutet nicht nur, ihre Rechte zu missachten, sondern auch Chancen für die Demokratie selbst zu verspielen.

Die Mitbestimmung von Kindern ist dabei mehr als nur ein rechtliches Anliegen. Kinder, die früh lernen, sich einzubringen und gehört zu werden, entwickeln ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein und ein tieferes Verständnis für demokratische Prozesse. Dies trägt direkt zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Sicherung der Demokratie bei. Immer mehr Stimmen fordern daher, dass Kinderrechte fest im Grundgesetz verankert werden – ein entscheidender Schritt, um Beteiligungsrechte nachhaltig abzusichern und Kinderarmut entschlossen zu bekämpfen.

Globale Krisen wie der Klimawandel, Kriege oder weltweite Fluchtbewegungen wirken sich unmittelbar auf das Leben vieler Kinder aus. In diesen Kontexten ist es unerlässlich, Kinder nicht nur zu schützen, sondern ihnen Räume zu geben, sich zu informieren und mitzuwirken – auch in digitalen Umgebungen. Die zunehmende Digitalisierung stellt hierbei eine doppelte Herausforderung dar: Sie eröffnet neue Möglichkeiten der Teilhabe, birgt aber auch Risiken wie Ausgrenzung und Überforderung. Auch deshalb muss partizipative Bildung stärker in Kindertageseinrichtungen, Schulen und anderen Lernorten verankert werden.

Eine stärkere Kinderbeteiligung bringt zudem praktische Veränderungen mit sich, von denen Familien und die Gesellschaft insgesamt profitieren:

  • Mehr Mitsprache in Bildung und Freizeit: Kinder gestalten Lerninhalte und Gestaltung öffentlicher Räume aktiv mit.
  • Frühzeitige Demokratiebildung: Durch Beteiligung lernen Kinder demokratische Werte und Verfahren unmittelbar kennen.
  • Stärkung des sozialen Zusammenhalts: Kinder erfahren, dass ihre Meinung zählt, was Konfliktlösung und Gemeinschaftsfähigkeit fördert.
  • Bessere Berücksichtigung von Kinderinteressen in politischen Entscheidungen: So entstehen zielgenauere Angebote und Hilfsmaßnahmen.
  • Förderung von Selbstwirksamkeit und Vertrauen: Kinder wachsen mit dem Wissen auf, ihre Stimme hat Gewicht.

Diese Entwicklungen zeigen, wie die demokratische Mitwirkung der jungen Generation zur Sicherung und Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beiträgt. Die Forderung von jungen Menschen, die Kinderrechte endlich ins Grundgesetz aufzunehmen, ist eine Forderung nach einer lebendigen Demokratie, die alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig vom Alter – ernst nimmt. Darin liegt zugleich ein optimistischer Ausblick: Wenn Kinderrechte umfassend respektiert und gelebt werden, wächst nicht nur der Schutz der Kindheit, sondern auch das Fundament für eine zukunftsfähige Demokratie.

Kindermitbestimmung: Chance und Herausforderung

Die aktive Mitbestimmung von Kindern stellt sowohl eine enorme Chance als auch eine anspruchsvolle Herausforderung dar. Einerseits befördert sie die demokratische Kultur, indem die nächste Generation früh den Umgang mit Rechten und Pflichten lernt. Andererseits verlangt sie, dass Erwachsene in Erziehung, Bildung und Politik neue Formen der Beteiligung ermöglichen und auch tatsächliche Einflussmöglichkeiten schaffen. Die Debatte um die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz zeigt, wie wichtig es ist, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die Kindern nicht nur symbolisch, sondern praktisch erlauben, mitzubestimmen.

Internationale und digitale Dimensionen

Die Bedeutung der Kinderrechte erstreckt sich weit über nationale Grenzen hinaus. Globale Krisen wie humanitäre Notlagen, Klimawandel und digitale Disparitäten schmälern vielfach die Möglichkeiten von Kindern, ihre Rechte wahrzunehmen. Gleichzeitig erzwingen internationale und digitale Vernetzungen neue Formen der Beteiligung – und der Verantwortung. Demokratie lebt von Partizipation, die heute auch auf globaler Ebene denkbar und notwendig ist. Dabei gilt es, Kinder vor den Risiken der Digitalisierung zu schützen und zugleich ihre Chancen für gesellschaftliches Engagement auszubauen.

Die konsequente Umsetzung der Kinderrechte, besonders die Stärkung der Beteiligungsrechte, ist somit ein zentrales Element einer zukunftsfähigen, resilienten Demokratie – auf nationaler wie internationaler Ebene.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf der gemeinsamen Pressemitteilung von Deutschem Kinderhilfswerk e.V. und UNICEF Deutschland zum Weltkindertag 2025.

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8 Kommentare

  1. „Kinderrechte sind nicht verhandelbar“ – diese Aussage trifft es genau! Wir müssen uns als Gesellschaft dafür stark machen. Was haltet ihr von der Idee eines Jugendparlaments in jedem Ort?

  2. Ich unterstütze die Forderung nach Kinderrechten im Grundgesetz total. Wenn Kinderrechte nicht beachtet werden, leidet unsere gesamte Gesellschaft darunter. Wie könnten wir mehr Menschen dazu bringen, sich dafür einzusetzen?

    1. Das ist eine gute Frage! Vielleicht durch mehr Aufklärung und Veranstaltungen in den Schulen über die Bedeutung der Kinderrechte?

  3. Die Aktion am Brandenburger Tor war echt super! Es ist schön zu sehen, wie viele Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Glaubt ihr, dass die Politik darauf reagiert?

  4. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinderrechte endlich im Grundgesetz stehen. Es ist die Zukunft unserer Gesellschaft und Kinder sollten immer eine Stimme haben. Was denkt ihr über die Mitbestimmung von Kindern in Schulen?

    1. Ja, das stimmt! Kinder haben viel zu sagen und ihre Meinung zählt! Es wäre toll, wenn sie auch mehr Einfluss auf Entscheidungen in der Schule hätten.

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