Bremen (VBR). Am Abend des 18. Juni 2024 erreichten Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di in Bayern einen bedeutenden Tarifabschluss für den Groß- und Außenhandel. In ihrer elften Verhandlungsrunde erzielten sie eine Vereinbarung, die für die kommenden drei Jahre Stabilität schaffen soll. Die erzielten Vereinbarungen sehen gestaffelte Lohnerhöhungen vor: rückwirkend ab Oktober 2023 um 5,1 Prozent, ab Mai 2024 um 5,0 Prozent und weitere 2,0 Prozent ab Mai 2025. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine einmalige Inflationsausgleichsprämie von 1.000 EUR sowie einen arbeitgeberfinanzierten Beitrag zur Altersvorsorge in Höhe von 480 EUR jährlich, beginnend ab Mai 2025.
Volker Schlinge, Vorsitzender des Tarif- und Sozialpolitischen Ausschusses des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), kommentierte das Ergebnis als “schmerzhaften Kompromiss”. Er betonte die außergewöhnlich langen und schwierigen Verhandlungen sowie die intensiven Arbeitskämpfe, die zahlreiche Betriebe und deren Kunden stark belastet haben. Besonders unter der zunehmend angespannten Konjunkturlage hatten viele Unternehmen Schwierigkeiten, das Verhandlungsergebnis zu akzeptieren. “Wir hatten auf mehr Entgegenkommen der Gewerkschaftsseite gehofft. Der Abschluss wird die Unternehmen stark belasten,” fügte Schlinge hinzu.
Dennoch war es für die Arbeitgeber wichtig, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen. Schlinge lobte die dreijährige Laufzeit des Vertrags, die den Unternehmen Planungssicherheit in wirtschaftlich fordernden Zeiten bietet. Der neue Baustein zur Altersvorsorge ist ein Versuch, den Groß- und Außenhandel als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren – ein Aspekt, der zukünftig noch weiter ausgearbeitet werden muss. Insgesamt bewiesen die Tarifparteien trotz widriger Bedingungen ihre Handlungsfähigkeit.
Dieses bedeutsame Ergebnis könnte auch Vorbildcharakter für andere Tarifgebiete haben. Damit wird nicht nur den Bedürfnissen der Beschäftigten Rechnung getragen, sondern auch ein Schritt in Richtung langfristiger Sicherheit und Attraktivität des Groß- und Außenhandels als Branche gewagt. Schlinge resümiert: „Die erstmals erzielte dreijährige Laufzeit gibt den Unternehmen das Maß an Planungssicherheit, das in wirtschaftlich fordernden Zeiten besonders wertvoll ist.“
Für weitere Informationen steht Florian Block, Head of Communications & Projects beim BGA, zur Verfügung (Tel: 030/590099520, Mail: presse@bga.de).
Diese Übereinkunft markiert einen Meilenstein in den Tarifverhandlungen des deutschen Groß- und Außenhandels. Die Zukunft bleibt spannend, und wie dieser besondere Tarifabschluss umgesetzt wird, bleibt mit Spannung abzuwarten.
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Erster wegweisender Tarifabschluss im Groß- und Außenhandel in Bayern
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Zitierte Personen und Organisationen
- BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
- ver.di (Gewerkschaft)
- Volker Schlinge (Vorsitzender des Tarif- und Sozialpolitischen Ausschusses des BGA)
- Florian Block (Head of Communications & Projects beim BGA)
- news aktuell (Übermittler von Original-Content)
Organisationen/Institutionen:
- Arbeitgeber (allgemein)
- zahlreiche Betriebe und deren Kunden (im allgemeineren Sinne)
- Unternehmen (im allgemeinen Kontext)
Tarifpartner (im kollektiven Kontext von Arbeitgeber und Gewerkschaften)
Meldung einfach erklärt
Was ist passiert?
– Am 18. Juni 2024 haben Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di in Bayern eine Einigung erzielt.
– Diese Einigung betrifft die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel.
Was wurde vereinbart?
– Es gibt eine dreistufige Gehaltserhöhung:
– 5,1 Prozent mehr Gehalt rückwirkend ab Oktober 2023.
– 5,0 Prozent mehr Gehalt ab Mai 2024.
– 2,0 Prozent mehr Gehalt ab Mai 2025.
– Die Beschäftigten erhalten zusätzlich eine Sonderzahlung von 1.000 Euro als Inflationsausgleich.
– Ab Mai 2025 gibt es außerdem einen neuen Beitrag zur Altersvorsorge von 480 Euro pro Jahr, finanziert von den Arbeitgebern.
Warum ist das wichtig?
– Dies ist der erste Tarifabschluss nach langen und schwierigen Verhandlungen.
– Der Abschluss soll auch für andere Regionen in Deutschland als Vorlage dienen.
Was sagen die Arbeitgeber dazu?
– Volker Schlinge vom BGA sagt, dass der Abschluss ein “schmerzhafter Kompromiss” für die Arbeitgeber ist.
– Die Verhandlungen waren lang und schwierig.
– Viele Unternehmen in der Branche haben Schwierigkeiten, das Ergebnis mitzutragen.
– Trotzdem haben sich die Arbeitgeber entschieden, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen.
Warum war dieser Abschluss schwierig?
– Die Verhandlungen waren intensiv und dauerten ungewöhnlich lange.
– Es gab viele Arbeitskämpfe, die Betriebe und Kunden beeinträchtigt haben.
– Die wirtschaftliche Lage ist schwierig, was es für viele Unternehmen schwer macht, mehr Lohn zu zahlen.
Welche Vorteile sehen die Arbeitgeber?
– Die dreijährige Laufzeit des Tarifvertrags gibt Planungssicherheit.
– Sie hoffen, dass der neue Beitrag zur Altersvorsorge den Groß- und Außenhandel als attraktiven Arbeitgeber positioniert.
– Dennoch muss dieses Element des Abschlusses noch weiter ausgearbeitet werden.
Was bedeutet das für die Zukunft?
– Es wird erwartet, dass dieser Tarifabschluss als Grundlage für weitere Abschlüsse in anderen Regionen dienen wird.
Wer kann kontaktiert werden für weitere Informationen?
– Florian Block
– E-Mail: presse@bga.de
– Telefon: 030/590099520
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