Was machen eigentlich Apothekerverbände?

Apothekerverbände
Lesedauer: 3 Minuten
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Inhaltsübersicht

Sie wollten schon immer einmal wissen, was Apothekerverbände so machen? Hier erläutern wir Ihnen einige wesentlichen Punkte.

Der Deutsche Apothekerverband e.V.(Abkürzung DAV) ist der Zusammenschluss der Landesapothekenverbände auf Bundesebene. Der Verband hat seinen Sitz in Berlin. Die Landesapothekerverbände setzen sich als Mitglieder aus den selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker mit einer eigenen Apotheke in der Bundesrepublik Deutschland zusammen.

Aktuell sind ungefähr 90 Prozent aller in Deutschland tätigen Apothekerinnen und Apotheker Mitglieder in den Landesapothekenverbänden. Das bekannte rote „Apotheken A“ ist hierbei das Verbandslogo. Somit ist der Deutsche Apothekerverband auch das Sprachrohr von diesen Apotheken.

Der aktuelle Vorsitzende des Deutschen Apothekenverbandes ist seit 2021 Thoma Dittrich. In Deutschland sind insgesamt 17 Landesverbände oder -vereine vorhanden (Nordrhein-Westfalen ist in 2 Bezirke aufgeteilt).

Der Deutsche Apothekerverein wurde im Jahr 1872 gegründet. Eine Neuregistrierung erfolgte im Jahr 1953 und im Jahr 1992 erfolgte dann eine Umbenennung in Deutscher Apothekerverband (Abkürzung DAV). Im Jahr 1950 erfolgte die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker (ABDA Abkürzung). Seit dem Jahr 1982 bezeichnet sich diese Berufsvertretung Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Der Deutsche Apothekerverband e.V.(Abkürzung DAV) ist der Zusammenschluss der Landesapothekenverbände auf Bundesebene. Der Verband hat seinen Sitz in Berlin. Die Landesapothekerverbände setzen sich als Mitglieder aus den selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker mit einer eigenen Apotheke in der Bundesrepublik Deutschland zusammen. Aktuell sind ungefähr 90 Prozent aller in Deutschland tätigen Apothekerinnen und Apotheker Mitglieder in den Landesapothekenverbänden. Das bekannte rote „Apotheken A“ ist hierbei das Verbandslogo. Somit ist der Deutsche Apothekerverband auch das Sprachrohr von diesen Apotheken.

Der aktuelle Vorsitzende des Deutschen Apothekenverbandes ist seit 2021 Thoma Dittrich. In Deutschland sind insgesamt 17 Landesverbände oder -vereine vorhanden (Nordrhein-Westfalen ist in 2 Bezirke aufgeteilt).

Der Deutsche Apothekerverein wurde im Jahr 1872 gegründet. Eine Neuregistrierung erfolgte im Jahr 1953 und im Jahr 1992 erfolgte dann eine Umbenennung in Deutscher Apothekerverband (Abkürzung DAV). Im Jahr 1950 erfolgte die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker (ABDA Abkürzung). Seit dem Jahr 1982 bezeichnet sich diese Berufsvertretung Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Was ist die Aufgabe des Apothekerverbandes?

Apothekerverbände

Eine der Hauptaufgabe der Apothekerverbände ist die Verhandlung und der Abschluss von Arzneilieferverträgen. Diese Verträge sind die Basis für die Erledigung der Grundaufgabe der öffentlichen Apotheken zur vernünftigen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimittel. Die gesetzliche Grundlage dafür ist das Fünfte Sozialgesetzbuch in Bezug auf die gesetzlichen Krankenkassen.

Der Gesetzgeber hat hier im Sozialgesetzbuch den Spitzenorganisationen der Apothekerschaft auf Bundes- und Landesebene eine Art Monopolstellung für den Abschluss von Lieferverträgen mit den gesetzlichen Krankenkassen übertragen.

Diese Vorgehensweise des Gesetzgebers unterstreicht dessen Willen, eine gleichmäßige und für alle Berechtigen gleichberechtigte Arzneimittelversorgung der gesamten Bevölkerung im Verhältnis zu den gesetzlichen Krankenkassen zu sichern.

Auch in Fragen der Arzneimittelversorgung mit bundesweiten Folgen verhandelt dieser Verband mit den zuständigen Institutionen (Körperschaften, Behörden, etc.) und mit der Politik. Ebenfalls steht der Verband in ständigen Kontakt mit den wissenschaftlichen Pharma-Bereichen im In- und Ausland.

Eine weitere Aufgabe der Apothekerverbandes ist die Förderung des Erfahrungs-und Meinungsaustausches zwischen den einzelnen Verbänden und die Beratung der Verbände über wichtige Vorgänge im Arzneimittel- ,Apotheken- und Gesundheits-Wesen.

Ebenfalls setzt sich der Verband für die einheitlichen Grundsätze der Tätigkeiten von Apothekerinnen und Apotheker in den Krankenhausapotheken, den öffentlichen Apotheken sowie in den Behörden, Hochschulen und in der Industrie ein. Dazu gehören auch die Beziehungen der Apotheken zu den Träger-Organisationen der Sozialversicherungen.

Der Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes ist dabei, den Wert des Heilberufes für die Patienten und die Beratungskompetenz der Apotheker in den Vordergrund zu stellen. Ziel ist es, das die Apothekerinnen und Apotheker als Beraterinnen oder Berater in allen Arzneimittelfragen sowie in Gesundheitsfragen für die Patienten unentbehrlich sind. Deshalb setzt sich der Verband auch für eine erhöhte Mitsprache und auch mehr Verantwortung für die Apothekerinnen und Apotheker ein.

Dabei propagiert der Verband auch nach außen, dass eine Senkung der Krankheitskosten insgesamt auch über eine persönliche und intensive pharmazeutische Betreuung der Patienten sowie über die Verbesserung der Arzneimitteltherapie erreicht werden kann.

Dient der Apothekerverband auch den Kunden?

Apothekerverbände

Aufgrund der zum Teil erheblichen Preisunterschiede nehmen die Verbraucher und die Patienten verstärkt auch Online-Apotheken in Anspruch. Dort gibt es zum Teil auch die Möglichkeit, Rezepte vom Arzt einzulösen. Dabei wird vom dem Verband dieser Vertriebskanal zum Teil nicht unterstützt.

Der Vorteil bei den an den Verband angeschlossenen Apotheken ist jedoch, dass dort eine kompetente Beratung den Verbrauchern oder Patienten geboten wird. Auch greifen zum Teil die Apothekerverbände bei aktuellen Themen ein. So hat zum Beispiel der Apothekerverband dort eingegriffen, wo Apotheken im letzten Jahr nur Masken an Stammkunden ausgegeben haben und seine Mitglieder aufgefordert, diese Vorgehensweise zu unterbinden und alle berechtigten Kunden zu versorgen. Onlineapotheken bieten diesen Service meist nicht, dafür stimmt der Preis. Hier gibt es dazu ein Vergleich.

Fazit:

Damit eine flächendeckende und gleichmäßige Grundversorgung (auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben) über die öffentlichen Apotheken gewährleistet ist, ist ein solcher Apothekerverband eine sinnvolle Einrichtung.



Eine Antwort

  1. Verrückt, vieles von dem Artikel kannte ich noch gar nicht. Und das obwohl mein Onkel selbst Apotheker ist 😀
    Zu den Online-Apotheken: Die nehme ich nur in Anspruch, wenn es nicht anders geht. Zum Beispiel habe ich häufiger die großen Anzahlen an Corona-Schnelltests für zuhause gekauft, da diese Mengen gar nicht in normalen Apotheken zu bekommen gewesen wären. Zur Beratung oder für meine wichtigen Medikamente gehe ich dennoch lieber in die Apotheke. Gut zu wissen, dass es einen „Kontroll- und Kommunikationsverband“ für Apotheken gibt, das schafft vor allem auch Vertrauen!

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